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Mercedes Ocean Drive  

Raunen bei Millionärs

22.05.2007, 10:11 Uhr

Mercedes Ocean Drive (Foto: Mercedes)Mercedes Ocean Drive (Foto: Mercedes)Eigentlich war das Mercedes Ocean Drive Concept nur als Blickfang für den Messeauftritt in Detroit gedacht. Doch nach der winterlichen Premiere macht jetzt eine Testfahrt im sonnigen Miami tatsächlich Lust auf ein Cabrio der S-Klasse. Ob es je gebaut wird?

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S-Klasse ohne Dach
"Detroit ist die Messe der Showcars. Wer dort auffallen will, darf nicht kleckern, sondern der muss klotzen", sagt Steffen Köhl, der bei Mercedes das Exterieur-Design der großen Baureihen verantwortet. Deshalb schafften die Schwaben nicht irgend eine Studie nach Detroit, sondern enthüllten während einer spektakulären Show Anfang Januar auf einer eigens angelegten Eisfläche einen "Traumwagen". Inspiriert von der repräsentativen Eleganz des alten Adenauer-Mercedes 300 D und zugleich vom leichten Leben in maritimen Luxusoasen entstand das Ocean Drive Cabrio. Das Auto zeigt, wie eine Mercedes S-Klasse mit vier Türen, aber ohne Dach aussehen könnte.

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Geht Ocean Drive in Serie?
Doch vorläufig ist und bleibt der 5,30 Meter lange Luxusliner ein Einzelstück. "Über eine Serienfertigung ist noch nicht entschieden", beteuert Köhl immer wieder. Doch um die Resonanz auszuloten, die Marke vom Glanz der Studie aufhellen zu lassen und den Wagen buchstäblich ins rechte Licht zu rücken, hat Mercedes den Viersitzer unter den Scheinwerfern der Messehalle hervorgeholt und zu ersten Testfahrten unter die Sonne Floridas geschafft. Für SPIEGEL ONLINE stand das Auto dort zum Fahren bereit, woher es seinen Namen hat: auf dem Ocean Drive in Miami Beach.

Blindbestellungen aus Arabien
Schon das können Optimisten als Hinweis auf die vielleicht doch etwas konkreteren Absichten nehmen, das Auto auch tatsächlich zu bauen. Und auch die spontanen Kaufangebote von Passanten oder die an keinen Preis gebundenen Blindbestellungen aus Arabien sprechen nicht gerade gegen eine Produktion. Außerdem ist es ja kein Zufall, dass bei Konkurrenten wie Bentley oder Rolls-Royce derzeit ähnliche Modelle gezeigt werden - und zwar ohne Fragezeichen.

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Träume sollen geweckt werden
Natürlich haben die Designer bei diesem Format kurz auch an einen offenen Maybach gedacht. "An den ersten 1:4-Modellen prangte deshalb auch nicht immer ein Stern", gesteht Köhl ein. Doch relativ schnell ist offenbar klar geworden, was wirklich zählt. "Maybach ist schön und gut. Aber Mercedes ist die Marke, die gesund und stark sein und Träume wecken muss", fasst Vertriebsvorstand Klaus Maier die Entscheidungsfindung zusammen.

Fließende Linien
Selbst wenn es nichts werden sollte mit der Serienfertigung, bleibt jetzt erst einmal der Genuss des Augenblicks, wenn das große Cabrio majestätisch wie eine Yacht durch das Art-Déco-Viertel am Strand kreuzt und sogar die gigantischen Kreuzfahrtschiffe am Kai in den Schatten stellt. Passanten schwärmen von den fließenden Linien, den markanten LED-Scheinwerfern vorn und hinten, dem Ehrfurcht gebietenden Kühlergrill und dem feinen Changieren der beiden Lacktöne. Und wer es ausnahmsweise in den Wagen schafft, der genießt das Ambiente von S-Klasse und CL, das feinfühlig weiterentwickelt wurde.

Ein Auto wie ein Kreuzfahrtschiff
In der Studie wurden die Formen noch klarer herausgearbeitet und neue Materialen eingesetzt. So thronen die Passagiere nicht mehr auf Leder, das sich in der Sonne schmerzlich aufheizt. Sondern die vier Einzelsitze sind mit einer Spezialfaser bezogen, die entfernt an grobes Segeltuch erinnert. Dazu gibt es viel dunkles Leder und Vogelaugenahorn, so weit das Auge reicht. Insbesondere am Heck wird dabei die Nähe zum Yachtbau deutlich, wenn sich dort eine knapp vier Quadratmeter große Holzplatte wie ein Sonnendeck über den Verdeckkasten legt. Insgesamt ist der Innenraum vornehm, aber nicht visionär: "Bewusst nah an der Serie gehalten", sagt Köhl und gibt damit einen weiteren Hinweis auf die denkbare Zukunft der Studie, die mit einem Budget "im einstelligen Millionenbereich" auf die Plattform eines langen S 600 gestellt wurde.

Völlig neu konstruiertes Stoffverdeck
Direkt an der Serie orientiert haben sich die Designer aber nicht. Und zwar nicht nur, weil es bislang noch keine Crashstruktur für die vier, ohne stabile B-Säule aufgehängten Türen gibt. Sondern auch, weil der Warmluftföhn Airscarf bislang noch nie in den Rücksitzen eingebaut wurde und das Stoffverdeck eine völlige Neukonstruktion ist. Allerdings ist die so gut gelungen, dass der aus farblich changierenden Spezialfasern gewebte Sonnenhut jedem faltbaren Hardtop die Schau stiehlt, wenn es sich in etwa einer halben Minute automatisch zwischen Haar und Himmel schiebt.

Das Prunkstück ist inzwischen arg lädiert
Natürlich hat das Cabrio mittlerweile schon ein wenig gelitten. Obwohl sich der Wagen bei den Fotofahrten wacker schlägt, mit dem 517 PS starken Zwölfzylinder viel schneller fährt, als den sorgenvollen Betreuern lieb sein dürfte, und so einen überraschend robusten Eindruck macht, haben die paar Wochen im Rampenlicht bereits Spuren hinterlassen. Die Abdeckgläser der Scheinwerfer werden nur noch von Tesafilm gehalten. Die hellen Sitzbezüge sind von Schmutz und Schweiß so nachgedunkelt wie die Haut der eifrigen Begleiter, die jedes Staubkorn noch vor dem Wagen abzufangen scheinen. Und an den aus dem Vollen gefrästen Türgriffen haben beringte Finger bereits erste Kratzer hinterlassen. Doch Dieter Maier aus dem Projektteam nimmt solche Verschleißerscheinungen gelassen: Immerhin ist der Wagen jetzt auf der Straße und nicht mehr, wie auf der Messe in Detroit, auf Eis gelegt.

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