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Porsche 911 Cabriolet: Glücksgefühle inklusive

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Porsche 911 Cabriolet: Glücksgefühle inklusive

08.02.2005, 11:02 Uhr | Stephan Bähnisch/Auto-Reporter.Net, t-online.de

Porsche 911 Carrera Cabrio (Foto: Auto-Reporter.Net)Porsche 911 Carrera Cabrio (Foto: Auto-Reporter.Net)20 Sekunden dauert es bis zum lichten Moment. Dann ist das Verdeck offen, es wird heller und das heißere Brummen des Motors dringt noch intensiver an die Ohren der Passagiere als vorher. Das Ganze präsentiert Porsche als sechste Generation des Carrera Cabriolet in zwei Leistungsstufen. Die Vorfreude der meisten Porsche-Fans dürfte allerdings beim Preis enden: Für die Cabrios verlangt der Händler mindestens 85.176 Euro. Das S-Cabrio kostet ab 95.152 Euro.

Foto-Show Das neue 911 Cabrio

In 4,9 Sekunden auf 100 km/h
Porsche 911 Carrera Cabrio S (Foto: Auto-Reporter.Net)Porsche 911 Carrera Cabrio S (Foto: Auto-Reporter.Net)Die Fahrleistungen sind Porsche gemäß und - wie üblich - noch etwas flotter als beim Vorgänger. Der 3,6-Liter-Boxermotor des Carrera leistet 325 PS, der 3,8-Liter-Motor im Carrera S bringt 355 PS auf die Hinterräder. Damit spurtet der 1480 Kilogramm (Carrera S 1550 Kilogramm) leichte Sportwagen in 5,2 Sekunden auf Tempo 100, der Carrera S ist mit 4,9 Sekunden bei der Sprintprüfung noch ein wenig schneller. Jenseits jeden Zweifels auch die Höchstgeschwindigkeiten: 285 km/h beim Carrera, 293 km/h beim Carrera S.

Foto-Show Der neue Porsche 911

100 km/h reicht schon zum Glück
Das maximale Drehmoment von 370 Newtonmeter bei 4250 Umdrehungen (400 Nm bei 4600 U/min im S) sorgt für Kraft in jeder Lebenslage. Soviel zu den nackten Zahlen. Doch das trifft nicht das Gefühl, das sich mit einem 911er Cabriolet verbindet. Mit 100 über die Landstraße, das Blubbern im Ohr und das Gefühl, es ginge theoretisch dreimal so schnell, reichen zum Glück. Vor einer Serpentine kurz runter schalten, den Boxer einmal Bellen lassen - das macht für einen kurzen Moment sehr zufrieden.

Sicherheit wird groß geschrieben
911 Cabrio: in 20 Sekunden offen (Foto: Porsche)911 Cabrio: in 20 Sekunden offen (Foto: Porsche)Der Carrera lebt auf großem Fuß: 18 Zoll große Leichtmetallräder mit Reifen der Dimension 225/40 an der Vorderachse und 295/30 an der Hinterachse. Der Carrera S kommt gar mit 19-Zoll-Rädern und Reifen der Dimension 235/35 ZR 19 vorne und 295/30 ZR 19 hinten aus. Auch in Sachen Sicherheit hat der 911 alles an Bord: Unter anderem eine erhöhte Karosseriesteifigkeit, ein Überrollschutz mit automatisch ausfahrenden Bügeln und ein abgestimmtes Insassenschutzsystem.

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Rennfahrwerk gegen Aufpreis
Serienmäßig verfügen beide neuen Cabriolets außerdem über das "Porsche Stability Management" (PSM - entspricht ESP). Das aktive Fahrwerk (Porsche Active Suspension Management) bietet Porsche für den Carrera optional an - eine Analogie zum Coupé. Es ist jedoch etwas für die Rennstrecke - auf einer normalen Straße könnte es für Beschwerden mit den Bandscheiben sorgen.

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Porsche weckt den Sportler im Mann
Ebenfalls für den Sportler im Mann - und der ist es in der Regel immer noch, der den Carrera bewegt - bietet Porsche auf Wunsch das so genannte Sport Chrono Paket Plus an. Mit ihm kann das Motormanagement auf eine betont sportliche Fahrweise umgeschaltet und verschiedene Programme durch eine Kombination von Stoppuhr und Rundenzähler für Fahrten auf der Rennstrecke gewählt werden.

Narrensichere Fahreigenschaften
Doch das ist alles Theorie. In der Praxis ist der Carrera ein extrem fahraktives Auto mit narrensicheren sportlichen Qualitäten. Das überarbeitete Fahrwerk mit der Mehrlenker-Hinterachse lässt den Boliden seine Linie ziehen wie ein Rennwagen, dazu blubbert und röhrt der Boxer im Heck durch dicke Auspuffrohre. Ein herrlich spät regelndes ESP lässt den Fahrer fast vergessen, dass er eine "Schleuderbremse" an Bord hat.

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Keine Spur von der früheren Giftigkeit
Nötig wäre sie nicht, der Elfer liegt wie ein Brett und ist von der Giftigkeit alter Modelle weit entfernt. Leichtes Untersteuern ist alles, was man dem Porsche zur Last legen kann, das lässt sich allerdings mit der direkten Lenkung leicht wieder korrigieren. Der "S" geht dabei merklich noch etwas deftiger zu Werke, nicht umsonst sind mehr als die Hälfte der Carrera-Baureihe mit dem stärkeren Motor ausgestattet.

Auch der Verbrauch kann Freude machen
Hier passt alles: Porsche-Cabrio-Cockpit (Foto: Porsche)Hier passt alles: Porsche-Cabrio-Cockpit (Foto: Porsche)Der Blick geht auf klar gezeichnete Rundinstrumente, die Schenkel sind gefangen zwischen perfekten Sportsitzen und das knackige Sechsgang-Getriebe (auf Wunsch mit Tiptronic) lässt den Gangwechsel leicht von der Hand gehen. Dazu ist das Fahrwerk des Carrera absolut langstreckentauglich, weil eben immer noch komfortabel. Und der Verbrauch von 11,5 Litern (11 Liter beim "schwächeren" Carrera) ist dabei durchaus noch erträglich. Wer richtig Gas gibt, schickt allerdings 15 Liter durch die Einspritzdüsen, im Schnitt waren es bei einer ersten Ausfahrt 12,2 Liter.

Hoffnungsschimmer für Porsche-Fans
Um dem Porsche-Fan etwas Hoffnung zu machen: Die Unterhaltskosten des Cabriolets sollen durch längere Wartungsintervalle und günstigere Versicherungseinstufungen um 15 Prozent gesunken sein. 5000 offene Flitzer will Porsche in diesem Jahr noch verkaufen, im kommenden Jahr sollen es mindestens 20.000 Carrera weltweit sein, davon 40 Prozent Cabriolets. Da sollte dem zwölften Jahr in Folge mit einem Gewinnanstieg in Zuffenhausen nichts in Wege stehen.

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