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Fahrbericht - Porsche 911 GT3: Drehorgel im Leistungsrausch

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Fahrbericht  

Porsche 911 GT3: Drehorgel im Leistungsrausch

27.03.2006, 10:33 Uhr | Tom Grünweg/Spiegel-Online

Der Mythos Porsche lebt zu einem guten Teil von der Rennstrecke. Zwar bleiben die meisten Kunden heute auf der Straße. Doch wen es partout auf die Kreisbahn zieht, dem liefern die Schwaben mit dem 911 GT3 jetzt wieder das passende Sportgerät.

Alles auf Leistung ausgelegt
Porsche 911 GT3 (Foto: Porsche)Porsche 911 GT3 (Foto: Porsche) Porsche spannt einmal mehr den Bogen zwischen Sport und Straße. Denn als Bindeglied zwischen dem öffentlichen Individualverkehr und dem geschlossenen Rennzirkus bringen die Schwaben jetzt wieder einen 911 GT3 in den Handel. Der Kraftmeier kommt im Mai auf den Markt und kostet beinahe 110.000 Euro. Damit ist er etwa 30.000 Euro teurer als ein gewöhnlicher Neunelfer - und das, obwohl er weniger Ausstattung, weniger Komfort und sogar weniger Sitzplätze bietet.

Foto-Show Porsche 911 GT3

Innermotorische Maßnahmen
Doch ist das Geld gut angelegt - zumindest wenn man die Gattungsbezeichnung "Sportwagen" ernst nimmt. Garant dafür ist der 3,6 Liter große Boxer im Heck. Weil der Hubraum von den Motorsportverbänden vorgegeben war, haben die Ingenieure alleine durch die viel beschworenen "innermotorischen Maßnahmen" noch einmal rund zehn Prozent mehr Kraft aus dem Sechszylinder herausgekitzelt und jetzt ein für Saugmotoren rekordverdächtiges Leistungsniveau von 415 PS (305 kW) erreicht. Dabei dreht der Motor nun im Rausch der Leistung bis 8400 Touren, ehe eine neue Leuchte im Cockpit dem Fahrer den Griff zum kürzer abgestuften Sechsgang-Getriebe nahe legt.

Foto-Show Porsche 911 Turbo
Foto-Show Porsche 911
Foto-Show Porsche Cayenne Turbo S

"Motorsport für die Ohren"
Wer sich dabei halbwegs geschickt anstellt und die maximal 405 Newtonmeter Drehmoment feinfühlig dosiert, der kann in nur 4,3 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und nach insgesamt 13,5 Sekunden mit 200 Sachen über die Rundstrecke blasen. Lässt man den Fuß auf dem Gaspedal stehen, jagt der Porsche danach munter weiter voran, bis er sich bei 310 km/h den Kräften des Windes geschlagen geben muss. Dabei komponiert der Sechszylinder einen Sound, den Projektleiter Andreas Preuninger als "Motorsport für die Ohren" bezeichnet.

Foto-Show Der neue Porsche Cayman S
Foto-Show Porsche 911 Cabrio

Erstmals mit aktiver Dämpferregelung
Aber der GT3 klingt nicht nur gut, er fährt auch so. Weil das Fahrwerk strammer abgestimmt ist, die Bremsen noch fester zupacken und der Wechsel von Stahl zu Aluminium bei Hauben und Türen sowie der Verzicht auf die Rückbank zwei bis drei Dutzend Kilogramm einspart, geht der Elfer jetzt noch williger um die Ecken, lässt sich noch feinfühliger dirigieren und noch präziser auf der Ideallinie halten. Eigens für den Spagat zwischen Sport und Spiel hat Porsche dabei zum ersten Mal nun auch im GT3 die aktive Dämpferreglung eingebaut. So kann man im Alltagsmodus mit krummem Rücken, aber ohne orthopädische Schäden ins Büro pendeln und am Wochenende im Sportmodus auf dem Rundkurs den harten Racer geben. Wer mit den Werkseinstellungen nicht zufrieden ist, kann wichtige Fahrwerkswerte auch selbst justieren.

Fahrzeugschein

Hersteller

Porsche

Typ

911 GT3

Karosserie

Sportcoupé

Motor

Sechszylinder-Boxer

Hubraum

3600 ccm

Leistung

305 kW / 415 PS

Drehmoment

405 Nm

0 auf 100 km/h

4,3 Sekunden

Höchstgeschwindigkeit

310 km/h

Verbrauch

13,0 Liter

Kraftstoff

Super Plus

Kofferraum

105 Liter

Preis

108.083

Einsteigen:

... weil der GT3 ein beinahe puristischer Rennwagen mit Straßenzulassung ist.

Aussteigen:

... weil die allermeisten Autofahrer schon mit einem normalen 911er mehr Leistung erhalten, als sie wirklich nutzen können.

Umsteigen:

... wird schwer, weil es kaum Konkurrenten gibt. Am ehesten vielleicht den BMW M3 CSL oder die Corvette Z06.


Kundige Hand erforderlich
Unter dem Strich bietet der 911 GT3 nach den Worten des Projektleiters "Fahrspaß ohne Filter" - allerdings auch ohne allzu viele elektronische Schutzengel. Zwar gibt es eine Traktionskontrolle, die beim Start die Balance zwischen Seitenführung und Vortrieb verbessert und die teuren 305er-Walzen auf der Hinterachse vor erhöhtem Abrieb schützt. Doch weil ESP fehlt und der Wagen unbändig viel Kraft hat, verlangt er nach einer kundigen Hand. Das zeigten auch die ersten Testfahrten auf einer kleinen Rennstrecke in Norditalien: Während Rallye-Legende Walter Röhrl den GT3 mit einem entspannten Lächeln präzise über den regennassen und glitschigen Kurs zirkelte, drehten unbedarftere Fahrer immer wieder Pirouetten im Kiesbett.

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