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Mazda3: Die Wandlung eines Biedermanns

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Fahrbericht  

Mazda3: Die Wandlung eines Biedermanns

19.01.2004, 10:47 Uhr | Michael Hoffmann/mid

Mazda3: mutiges Design (Foto: Mazda)Mazda3: mutiges Design (Foto: Mazda)Früher bauten die Japaner zuverlässige und biedere Autos. Heute bauen sie zuverlässige und attraktive Autos. Selbst bei manchen deutschen Herstellern dürfte man beim Anblick des neuen Mazda3 kurz zusammengezuckt sein. Denn der Kompaktwagen macht mit einem Schlag das brave Design des Vorgängers Mazda 323 vergessen. Zu Preisen ab 16.590 Euro mit 1,6-Liter-Motor steht der Viertürer seit kurzem beim Händler.

Extremer Designsprung
Einen Nachteil hat ein derartig extremer Designsprung: Fahrer des Mazda 323 sitzen von einem auf den anderen Tag plötzlich in einem sehr alt aussehenden Auto. Das gleiche Schicksal steht Besitzern eines Opel Astra bevor, wenn sie in ein paar Wochen auf der Straße dem mutig gestylten Nachfolger begegnen. Den Käufern des Mazda3 aber dürfte das egal sein. Sie können sich an einem optisch rundum gelungenen, ebenso kraftvoll wie bissig wirkenden Auto erfreuen.

Kleiner Kofferraum
Neuer Mazda: wenig Stauraum unter der Klappe (Foto: Mazda)Neuer Mazda: wenig Stauraum unter der Klappe (Foto: Mazda)Raum satt versprechen die Außenmaße des Japaners: Er ist mit 4,42 Metern Länge und 1,76 Metern Breite nicht nur 17 Zentimeter länger und fünf Zentimeter breiter als der 323. Den ebenfalls gewachsenen Namensgeber der Golfklasse übertrifft er in der Länge sogar um ganze 22 Zentimeter. In der Realität sitzt man im Fond zwar bequem, genießt aber keine übermäßigen Bewegungsfreiheiten. Ein Schwachpunkt ist zudem der lediglich 300 Liter fassende Kofferraum, der noch dazu nicht zu öffnen ist, ohne sich die Finger schmutzig zu machen. Auch die 635 Liter bei umgeklappten Rücksitzen sind in der Kompaktklasse kaum wettbewerbsfähig.

Radio gibt Rätsel auf
Mazda-Innenraum: solider Eindruck (Foto: Mazda)Mazda-Innenraum: solider Eindruck (Foto: Mazda)Die Sportlichkeit der Karosserie findet sich in der Gestaltung der Instrumente wieder. Die Bedienung der Armaturen fällt leicht, nur beim Radio steht man dann und wann vor einem Rätsel. Die verwendeten Materialien und die Verarbeitungsqualität machen einen soliden und wertigen Eindruck. Und wer eine sportliche Fahrweise bevorzugt, findet in den Sitzen ausreichend Seitenhalt.

ESP nicht serienmäßig
Der ist auch notwendig, denn bei Bedarf lässt sich der so wuchtig wirkende Japaner agil um die Kurven zirkeln. Er teilt sich die Plattform mit dem im Sommer kommenden Ford Focus II und besitzt - wie auch der neue Golf - eine Mehrlenker-Hinterachse. Sie sorgt in Verbindung mit der straffen Fahrwerksabstimmung für ein äußerst dynamisches und weitgehend neutrales Fahrverhalten. Der Eingriff des leider nicht serienmäßigen Stabilitätsprogramms erfolgt deshalb auch nur selten. Auf schlechten Straßen machen sich allerdings Komfortmängel durch bisweilen harte Stöße bemerkbar.

Am Berg fehlt die Durchzugskraft
Mazda-Maschine: Dem Kleinen fehlt Power (Foto: Mazda)Mazda-Maschine: Dem Kleinen fehlt Power (Foto: Mazda)Mit dem derzeitigen Einstiegsaggregat, dem 1,6-Liter-Benziner mit 105 PS, ist man bereits ausreichend motorisiert. Obwohl die Höchstgeschwindigkeit von 182 km/h oder die Sprintwerte von null auf 100 km/h in elf Sekunden auf dem Papier nicht berauschend klingen, stellt das Triebwerk genügend Leistung bereit, um die dynamischen Vorzüge des Fahrwerks auszukosten. Nur am Berg fehlt häufig die Durchzugskraft. Der Verbrauch des Euro-4-Motors pendelte sich im Alltagsfahrbetrieb bei 8,9 Litern Super auf 100 Kilometer ein. 108 Euro muss man pro Jahr an den Fiskus zahlen.

Das Radio macht den Unterschied
Sechs Airbags, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und ein Bremsassistent sind serienmäßig an Bord. Ansonsten ist die Ausstattungspolitik etwas verwirrend: ESP, das bei Mazda DSC heißt, gehört erst ab der Ausstattung "Exklusive" zum Serienumfang, kostet sonst 520 Euro Aufpreis, ist aber nicht für alle Motorvarianten lieferbar. Auch eine Klimaautomatik, ein elektrisches Schiebedach oder Xenon-Scheinwerfer darf nur ordern, wer sich für eine höherpreisige Version entscheidet. Ein "Billigheimer" ist der Mazda3 mit seinen 16.590 Euro ohnehin nicht; ein vergleichbarer VW Golf kostet 16.800 Euro. Dafür hat der Japaner bereits in der Basis etwas, was dem Wolfsburger fehlt: ein Radio.

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