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Opel Meriva OPC: Der Minivan wird zum Sportwagen

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Opel Meriva OPC  

Über die Nordschleife zum Kindergarten

15.02.2006, 15:31 Uhr

Von Tom Grünweg

Der Meriva OPC - Premiere in Essen (Foto: Opel)Der Meriva OPC - Premiere in Essen (Foto: Opel) Opel sucht die Nische in der Nische. Als sportlichste Spielart des Meriva gibt es deshalb jetzt zum Start des überarbeiteten Modells neben zwei neuen Spar-Motoren auch eine Spaßversion des Opel Performance Centers (OPC). Mit 180 PS wird der Minivan zum Sportwagen.

Foto-Show Opel Meriva OPC
Foto-Show Opel Meriva

Mit 180 PS zum Einkaufen
Zugegeben: Zur Grundschule und zum Einkaufen kommt man auch mit weniger als 180 PS. "Doch es ist schon schön, wenn man mit ein und demselben Auto vor dem Brötchenholen noch schnell eine Runde auf der Nordschleife drehen kann," sagt Rennfahrer Manuel Reuter und rechtfertigt damit die Entwicklung des Opel Meriva OPC. Zwar werden, anders als der Opel-Markenbotschafter, nur die wenigsten Familienväter oder -mütter mit dem Auto wirklich den Grenzbereich ausloten wollen.

Freie Sicht nach draußen Opel Astra GTC Panorama
Foto-Show Opel Astra High Performance
Foto-Show Opel Astra

Das Image gewinnt fast immer
Doch dem Herstellerimage ist ein Sportmodell fast immer zuträglich, der stattliche Grundpreis von 23.000 Euro hebt den Kassenstand, und ein bisschen Adrenalin zwischen Büro, Bügelbrett und Pausenhof kann ja nicht schaden. Außerdem ist das spezielle OPC-Cockpit ein wenig bunter, das Sportlenkrad etwas griffiger, und auf den serienmäßigen Recaros sitzt man auch nicht schlecht.

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Ein Turbo macht's möglich
Als Spaßbeschleuniger dient in dem nach Vectra, Astra und Zafira mittlerweile vierten Modell der OPC-Division ein 1,6 Liter großer Vierzylinder, dem die Tuner einen Turbo verpasst haben. Damit steigt die Leistung auf in dieser Klasse einzigartige 180 PS (132 kW), und das maximale Drehmoment erreicht stolze 230 Newtonmeter. Wer geschickt mit dem serienmäßigen Sechsganggetriebe umzugehen weiß, der schafft damit den Sprint auf 100 km/h in nur 8,2 Sekunden und lässt so manchen Zafira locker stehen. Und auch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h ist die Rennsemmel oft genug ganz vorn dabei.

Leistungsschub auf Zeit
Damit andere Autofahrer insbesondere auf der Landstraße nicht zur Spaßbremse werden und auf der Autobahn das mangelnde Überholprestige des kleinen Vans das Fortkommen nicht allzu sehr behindert, hat Opel dem Turbo noch einen zusätzlichen Leistungsschub verpasst: Mit einer so genannten Overboost-Funktion lässt sich das Drehmoment für maximal fünf Sekunden um 15 Prozent erhöhen. Damit wird der Antritt noch spontaner, und Überholvorgänge werden noch kürzer.

Foto-Show Opel Astra OPC
Foto-Show Opel Zafira OPC
Foto-Serie Opel Vectra OPC

13 Liter sind locker drin
Wenig zeitgemäß ist dabei allerdings der Verbrauch. Zwar hat Opel auf dem Prüfstand vernünftige 7,8 Liter ermittelt. Und auch die etwa zehn Liter bei gezügeltem Temperament gehen gerade noch in Ordnung. Doch wer es auf freien Strecken laufen lässt, der kann auch mit 12 bis 13 Litern laut Bordcomputer rechnen und muss alle 300 Kilometer den Blinker zum Tankstopp setzen. Ebenfalls enttäuschend ist die Geräuschkulisse des Turbos. Zwar klingt der Vierzylinder im Leerlauf satt und sonor, und auch beim Beschleunigen ist ein feiner Unterschied zur Basis herauszuhören. Doch jenseits von 180 km/h machen die deutlichen Windgeräusche alle Bemühungen der Akustik-Ingenieure zunichte.

Die Balance stimmt
Zum stärkeren Motor gibt es entsprechend bissigere Bremsen in den serienmäßigen 17-Zoll-Felgen, eine etwas direkter abgestimmte Lenkung und ein strammeres Fahrwerk, das Markenbotschafter Reuter auf dem Nürburgring mit abstimmen half. Damit bringt der Meriva seine Kraft zwar recht präzise auf die Straße, ohne dass er im Alltag unkomfortabel würde. Doch ist und bleibt ein Minivan eben eine fahrdynamisch eher ungünstige Konstruktion. Den höheren Schwerpunkt und die schmalere Spur können auch die OPC-Experten nicht wettmachen. Doch muss man den Ingenieuren zugute halten, dass sie für den Meriva die wahrscheinlich bestmögliche Balance zwischen Familienkutsche und Freizeitsportler gefunden haben.

Ende Februar ist Premiere
Die Premiere der OPC-Variante Ende Februar fällt zeitlich zusammen mit der ersten großen Modellpflege, die Opel dem Auto drei Jahre nach ihrem Debüt angedeihen lässt. Weil die bislang rund 500.000 Kunden nach Aussagen von Baureihenchef Klaus Nüchter ausgesprochen zufrieden sind, waren den Ingenieuren ein wenig die Hände gebunden. "Vor allem bei den Fragen zum Innenraum haben wir nur eine Antwort bekommen: Lasst bitte alles beim Alten", zitiert Nüchter aus den Produktkliniken.

Massig Platz im Heck
Dieser Aufforderung haben die Hessen gerne Folge geleistet und die pfiffige Rückbank nicht angetastet. Nach wie vor kann man den Mittelsitz mit zwei Handgriffen einklappen und absenken. Danach lassen sich die beiden äußeren Plätze nach innen und an den Radkästen vorbei fast zehn Zentimeter nach hinten verschieben. So wachsen Knie- und Schulterfreiheit beinahe auf Vectra-Niveau. Wer es gerne bequem mag, kann dazu noch die Neigung der Rückenlehne stärker neigen. Die Arme der Passagiere ruhen dabei auf einem praktischen, aber aufpreispflichtigen "Travel Assistent", der zwischen den Sitzen eingeklinkt wird und neben dem Polster mit zwei Getränkehaltern und einem isolierten Staufach ausgestattet ist. Umgekehrt proportional zur Bequemlichkeit auf der Rückbank ist das Platzangebot im Kofferraum, der schrittweise von 415 auf 1410 Liter erweitert werden kann.

Frische Farben und mehr Chrom
Weil eine Modellpflege ganz ohne Neuerungen recht schwierig ist, gibt es innen zumindest ein paar frische Farben, ein paar neue Dekorleisten und etwas mehr Chrom-Kleckse. Außen erhielt der Meriva die inzwischen bei allen neuen Opels übliche Chromspange für den Kühler und die Heckklappe, eine große Bügelfalte für die Frontpartie und abgedunkelte Rückleuchten. Außerdem gibt es nun serienmäßig eine elektrische Entriegelung für die Heckklappe und eine Willkommensbeleuchtung sowie als Option eine Bluetooth-Schnittstelle und ein Kurvenlicht, das zur Entlastung des Haushaltsbudgets endlich nicht mehr Xenonscheinwerfer-gebunden ist und deshalb nur noch 390 Euro Aufpreis kostet.

"Der kleinste Common-Rail-Motor der Welt"
Während Designer und Innenausstatter eingebremst wurden, durften sich die Motorentechniker bei der Modellpflege austoben. Neben dem OPC-Aggregat kamen auch noch ein neuer Diesel und ein neuer Benziner ins Programm. So steht an der Basis der Selbstzünder nun der mit 1,3 Liter Hubraum "kleinste Common-Rail-Motor der Welt", der mit 75 PS (55 kW), serienmäßigem Partikelfilter und einem Normverbrauch von fünf Litern vor allem eine Wahl der Vernunft ist. Und in der goldenen Mitte der Benziner hält nun ein neuer 1,6-Liter mit Twinport-Technologie Einzug. Er ist mit seinen 105 PS (77 kW) fünf Prozent stärker als der Vorgänger, gibt sich aber mit acht Prozent weniger Sprit zufrieden (Durchschnittsverbrauch: 6,7 Liter).

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