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Fahrbericht: Chrysler PT Cruiser - Zweite Luft

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Fahrbericht  

Chrysler PT Cruiser - Zweite Luft

20.02.2006, 15:32 Uhr

Von Jürgen Pander

Frisch geliftet: Chrysler PT Cruiser (Foto: Chrysler)Frisch geliftet: Chrysler PT Cruiser (Foto: Chrysler) Als die Retro-Design-Welle über die Autobranche hinweg schwappte, schwamm der Chrysler PT Cruiser ganz obenauf. Kein anderes Modell setzte den Trend so konsequent um wie der im Chicago-Gangster-Look der dreißiger Jahre gehaltene Kompaktwagen. Nun wurde das Auto überarbeitet.

Foto-Show Chrysler PT Cruiser 2006

Außen alt, innen neu
Das "Alte Wasserwerk" in Berlin ist ein Gebäude, das man heutzutage "coole Location" nennt. Auch deshalb, weil die riesigen Schwungräder, Generatoren und Laufkräne inzwischen die Kulisse bilden für ein Restaurant plus Bar. Alte Mauern, moderne Einrichtung - der Ort passt gut zum überarbeiteten PT Cruiser, den Chrysler hier vorstellte. Denn auch für das Auto, das seit Sommer 2000 auf dem deutschen Markt antritt, gilt: Äußerlich blieb er im Wesentlichen der Alte, gründlich renoviert wurde jedoch der Innenraum.

Foto-Show Chrysler 300C SRT-8

Billigplastik gehört der Vergangenheit an
Das lässt sich leicht nachvollziehen, denn das Karosseriedesign des PT Cruiser ist nach wie vor das auffälligste in dieser Klasse. Kein anderer Kompaktwagen, Kompaktkombi oder Kompaktvan sieht so unverwechselbar aus. Drinnen allerdings wurde bislang aus dem Oho-Erlebnis des Betrachters schnell Enttäuschung: Billigplastik en masse war da verbaut, und damit kommt kein Hersteller in dieser Klasse heutzutage mehr erfolgreich durch.

Auch innen unverwechselbar
Chrysler hat also gut daran getan, Cockpit, Armaturentafel, Mittelkonsole und Sitze gründlich zu überarbeiten. Die Materialien sehen jetzt - mit Ausnahme des Kunststoffgebildes zwischen den Vordersitzen - deutlich besser aus und sie fühlen sich auch besser an. Dennoch bleibt der PT Cruiser auch innen ein unverwechselbares Auto: Vierspeichenlenkrad, in Wagenfarbe lackierte Armaturenblenden, die klare Grafik der Bedienelemente und das trotz Größenzuwachs noch immer bescheidene Handschuhfach gibt es in dieser Kombination und Ausprägung bei keinem anderen Hersteller.

Foto-Show Chrysler Crossfire Roadster

Detailarbeit an der Außenhaut
Außen wurden übrigens auch ein paar Details verändert. Der Kühlergrill zum Beispiel endet ab sofort am vorderen Stoßfänger, die Scheinwerfer erhielten einen neuen, kecken Schwung, und die Nebelscheinwerfer sind nun rund und sitzen ganz außen in der Frontschürze. Zudem erhielt die Limousine - es gibt ja auch noch das PT Cruiser Cabrio, das ebenfalls vom Facelift profitiert - einen kleinen, in Wagenfarbe lackierten Dachspoiler.

Mehr Power für den Diesel
Auch aus dem Motorraum gibt es Veränderungen zu vermelden. Während bei den beiden Benzinern mit 1,6 und 2,4 Liter Hubraum (116 und 143 PS) alles gleich blieb, wurde der 2,2-Liter-Dieselmotor mit Turbolader ein wenig wach gekitzelt. Die Maschine leistet jetzt 150 PS, das sind immerhin 25 Prozent mehr als vorher. Das Drehmomentmaximum liegt nun bei 300 Newtonmeter, die Beschleunigung von 0 auf 100 dauert nun 10,8 Sekunden und als Höchstgeschwindigkeit sind 183 km/h möglich. Fehlt noch der Durchschnittsverbrauch: 6,7 Liter je 100 Kilometer.

Das Paket stimmt
So weit die Theorie. In der Praxis macht der von Mercedes adaptierte Selbstzünder eine richtig gute Figur. Der PT Cruiser wird mit diesem Aggregat ein überaus munteres, flottes und dabei noch vergleichsweise sparsames Auto. Auch das standardmäßige Fünfgang-Schaltgetriebe harmoniert ordentlich mit der Maschine - das Paket stimmt. Bis auf die Tatsache, dass es serienmäßig keinen Rußpartikelfilter für den Selbstzünder gibt. "Die Kunden können aber", sagt Chrysler Sprecher Markus Hauf, "direkt beim Händler für 750 Euro Aufpreis einen Filter nachrüsten lassen."

Zum angenehmen Begleiter erzogen
Mag der Diesel vorerst noch rußen - immerhin wurde er aufwendig gedämmt und so zum angenehmen Begleiter erzogen. Extradichtungen an den Unterseiten der Türen, mit Schaum gefüllte A-Säulen, eine Isolierung hinter dem Armaturenbrett, spezielle Dämmplatten im Motorraum und dickere Auslegeware im Innenraum hält Dröhngeräusche und Vibrationen fern.

Mehr Service für weniger Geld
Da im vergangenen Jahr laut Kraftfahrt Bundesamt in Flensburg nur noch insgesamt 4772 Exemplare von PT Cruiser und PT Cruiser Cabrio in Deutschland zugelassen wurden, kommt die Auffrischung des Modells gerade recht. Flankiert wird diese Runderneuerung noch durch eine allgemeine Preissenkung bei den Marken Chrysler und Jeep von fünf Prozent, wobei jeder Kunde als Dreingabe einen aufpreisfreien Servicevertrag für vier Jahre erhält, der die Kosten für alle Inspektionen und Verschleißreparaturen in dieser Zeit abdeckt. Der Einstieg in die PT-Cruiser-Baureihe beginnt nun bei 15.990 Euro. Mal sehen, ob Retro-Look nun wieder öfter nachgefragt wird.

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