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Fahrbericht: Chrysler Sebring - Amerikanische Alternative in der Mittelklasse

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Fahrbericht  

Chrysler Sebring: Auf dem richtigen Weg

03.05.2007, 17:16 Uhr | Peter Eck/mid, mid

Chrysler Sebring (Foto: Chrysler)Chrysler Sebring (Foto: Chrysler) Der Chrysler Sebring ist seit mehr als zehn Jahren die amerikanische Alternative in der Mittelklasse. Seit März wird in Deutschland nun eine neue Generation angeboten, die sich deutlich stärker an europäischen Ansprüchen orientiert.#

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Seit März in Deutschland auf dem Markt
Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk) Die amerikanische Alternative in der Mittelklasse ist hierzulande schon gut zehn Jahre der Chrysler Sebring. Seit März wird in Deutschland nun eine neue Generation angeboten, die sich beim Motorenangebot, der Fahrwerksabstimmung und dem Sicherheitsniveau deutlich stärker an europäischen Ansprüchen orientiert.#

Erstmals auch mit Dieselmotor
Die viertürige Limousine ist erstmals auch mit einem 2,0-Liter-Dieselaggregat mit 103 kW/140 PS Leistung erhältlich, das von Volkswagen zugekauft wird. Der Preis für diese Version beträgt 26.590 Euro. Für 24.490 Euro gibt es bereits die Variante mit 2,0-Liter-Benzinmotor und 115 kW/156 PS. Was die Preise attraktiver macht: Chrysler bietet auch für den Sebring das so genannte "5-Sterne-Premium-Paket" an, mit dem in den ersten vier Jahren oder bis zu 50.000 Kilometern alle Kosten für Inspektionen, Verschleißreparaturen und sonstige Instandsetzungen abgedeckt sind.

Ambitioniertes Design
Das Design des neuen Sebring wirkt sehr ambitioniert. Die Motorhaube der mit 4,85 Metern recht stattlichen Limousine ist lang gestreckt, den vorderen Abschluss bilden ein typischer Chrysler-Grill und vier allerdings sehr groß geratene Scheinwerfer. Die von waagrechten Kanten durchzogene Seitenlinie und das Heck des Fahrzeugs mit den weit in die Seite gezogenen Rückleuchten wirken stimmig, allerdings weniger markentypisch und könnten so auch von einem japanischen Hersteller kommen - was ja kein Nachteil sein muss.

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Saubere Verarbeitung
Geradezu riesig sind die Fortschritte im Innenraum. Wo Chrysler früher europäische Kunden mit Billigplastik und schlecht eingepassten Teilen schockierte, finden sich heute bessere Kunststoffe und eine saubere Verarbeitung. Lediglich die Innenfarben und die bei der höheren Limited-Version verwendeten Applikationen in Schildpatt-Optik erinnern noch an die amerikanische Herkunft des Sebring.

Direkte Lenkung
Ebenso erfreulich fällt die erste Ausfahrt mit der frontgetriebenen Limousine aus. Die Lenkung überrascht mit ihrer direkten Auslegung, das Fahrwerk - mit MacPherson-Einzelradaufhängung und Mehrlenkerachse hinten - ist nicht amerikanisch-schwammig, sondern sogar etwas sportlich und die Bremse arbeitet vorzüglich. Komplett ist auch die Sicherheitsausstattung mit unter anderem sechs Airbags, Bremsassistent, Reifendruck-Kontrolle und dem Fahrstabilitätsprogramm ESP.

Diesel ist die bessere Wahl
Von den beiden Motoren ist der Diesel dem etwas schlappen Benziner klar vorzuziehen. Das Aggregat ist bestens bekannt, handelt es sich doch um den 2,0-Liter-Selbstzünder von Volkswagen, der unter anderem dem Golf, dem Audi A3 oder dem Skoda Octavia Beine macht. Das Pumpe-Düse-Aggregat verrichtet auch im Chrysler seinen Dienst wie gehabt: Etwas laut, wenig durchzugskräftig unter 2 200 Umdrehungen, dann aber mit 310 Newtonmetern Drehmoment im Rücken kräftig aufdrehend und mit einem Verbrauch von 6,2 Litern Diesel vorbildlich sparsam.

Erfreuliche Basisausstattung
Dass auch Chrysler dem Diesel das größere Potenzial einräumt, zeigt die Tatsache, dass nur diese Motorvariante in der höheren Limited-Version erhältlich ist, die im Vergleich zur Basis-Ausstattung unter anderem über 18- statt 17-Zoll-Felgen, ein Lenkrad mit Bedienelementen und Ledersitze mit Heizung verfügt. Ansonsten ist die Ausstattung der Fahrzeuge auch in der Basisausstattung erfreulich komplett.

Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Erheblicher Fortschritt
Alles in allem stellt der neue Sebring gegenüber seinem Vorgänger einen erheblichen Fortschritt dar. Die Limousine macht es Autofahrern, die US-Fahrzeugen grundsätzlich skeptisch gegenüber stehen, schwerer, diese Meinung aufrecht zu erhalten. Letzte Zweifel an der Qualität will Chrysler mit dem großzügigen, serienmäßigen Service-Paket ausräumen. In Zeiten, in denen das Unternehmen selbst einer ungewissen Zukunft entgegensieht, ist der Sebring ein Beispiel dafür, dass zumindest die Produkte der Marke auf dem richtigen Weg sind.

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Chrysler Sebring - Technische Daten
Viertürige Limousine der Mittelklasse; Motoren: 2,0-Liter-Benziner, 115 kW/156 PS, maximales Drehmoment: 190 Newtonmeter bei 5100 Umdrehungen pro Minute, 0-100 km/h: 12,0 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit: 190 Stundenkilometer, Durchschnittsverbrauch je 100 Kilometer: 7,8 Liter, CO2-Emission: 185 g/km; 2,0-Liter-Dieselmotor, 103 kW/140 PS, maximales Drehmoment: 310 Newtonmeter bei 1750 - 2500 Umdrehungen pro Minute, 0-100 km/h: 11,1 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit: 203 Stundenkilometer, Durchschnittsverbrauch je 100 Kilometer: 6,2 Liter Diesel, CO2-Emission: 170 g/km; Preis: ab 24.490 Euro (Benziner), ab 26.590 Euro (Diesel).

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