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Aototest: Dacia Logan MCV - der Volkskombi

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Fahrbericht  

Dacia Logan MCV: Der Volkskombi

11.01.2007, 13:53 Uhr | Michael Hoffmann; mid, t-online.de

Dacia Logan MCV (Foto: Dacia)Dacia Logan MCV (Foto: Dacia) Deutschlands neuer Volkskombi kommt aus Rumänien. Mit dem nur 8400 Euro teuren Logan MCV als Basis-Version schlägt die Renault-Tochter Dacia anderthalb Jahre nach der Vorstellung der als "Billigauto" bekannt gewordenen Logan-Limousine ein neues Kapitel auf: Ein solch großes Auto dieser Qualität für so wenig Geld ist auf dem deutschen Markt ohne Konkurrenz. Der fünf- oder siebensitzige Kombi steht in drei Ausstattungsversionen ab dem 19. Januar beim Händler.#

Foto-Show Dacia Logan MCV
Foto-Show Dacia Logan Prestige
Foto-Show Dacia Logan "Steppe"
Foto-Show Dacia Logan

Mit anständiger Ausstattung erst ab 11.000 Euro
Der Grundpreis von 8400 Euro ist allerdings kaum mehr als ein Lockvogel-Angebot: Dem spartanisch eingerichteten Basis-Logan fehlt es an allem, was den automobilen Alltag verschönert: Weder Servolenkung noch Klimaanlage oder Zentralverriegelung sind in der Einstiegsversion enthalten; sie können auch gegen Aufpreis nicht bestellt werden. Als anständig ausgestattetes und vernünftig motorisiertes Familienfahrzeug bekommt man den Rumänen hingegen für immer noch günstige 11.000 bis 12.000 Euro.

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Viel Platz für die Familie
Und solch eine Familie darf durchaus groß sein: Der für 500 Euro Aufpreis als vollwertiger Siebensitzer erhältliche Kombi bietet mit 2,90 Metern einen Radstand im Format der oberen Mittelklasse und fast ebensolche Platzverhältnisse. In den Reihen zwei und drei nehmen Erwachsene auch auf längeren Strecken bequem Platz, was vor allem dem kastenförmig ausgebauten, auf jede moderne Coupéhaftigkeit verzichtenden Heck und der damit verbundenen Kopffreiheit zu verdanken ist. Nur der Einstieg zur dritten Sitzreihe über die nach vorn geklappten mittleren Plätze verlangt nach einer gewissen Gelenkigkeit.

Ohne Sitze ist der MCV Lademeister
Bescheidene 198 Liter Restvolumen im Kofferraum bleiben bei voller Bestuhlung, stattliche 700 Liter sind es in der Konfiguration als Fünfsitzer, und wenn alle Sitze bis auf die erste Reihe zusammengeklappt werden, passen 2350 Liter in den rumänischen Lademeister. Weiteren Stauraum für Kleinigkeiten bieten ein großes Handschuhfach, Ablagefächer mit Getränkehalter in den Türen, eine optionale Ablagegalerie im Dachhimmel über den Vordersitzen sowie ein Fach und ein Gepäcknetz in der praktischen Doppelhecktür.

Solide Verarbeitung, schlechtes Sicherheitsniveau
Pluspunkte sammelt der Fronttriebler, der die Fahrwerkstechnik der Renault-Clio- und Nissan-Micra-Plattform nutzt, außerdem mit einer selbsterklärenden Bedienung und einer auf den ersten Blick solide wirkenden Verarbeitung der einfachen Kunststoffmaterialien. Eine offene Flanke bleibt dagegen wie schon beim Stufenheck-Modell das Sicherheitsniveau: Nur ABS und zwei Airbags sind Serie, Seitenairbags gibt es erst ab der mittleren Ausstattungslinie gegen Aufpreis, ESP ist gar nicht zu haben. Beim Euro-NCAP-Crashtest, wo sich Konzernmutter Renault gerne mit Fünf-Sterne-Ergebnissen für die eigenen Modelle auf die Schulter klopft, werden nur drei Sterne angestrebt. Doch in jenen nah- und fernöstlichen Schwellenländern, für deren wachsende Motorisierung der Logan eigentlich konzipiert wurde, interessieren solche Fragen ohnehin kaum jemanden.

Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Drei Benzinmotoren und einen Diesel
Die Triebwerke stammen aus dem Renault-Regal und sind bereits aus dem viertürigen Logan bekannt, wo der Einstiegsbenziner mit 75 PS bislang das Rennen um die Kundengunst macht. Im schwereren Kombi empfiehlt sich der Griff zu einem der 1,6-Liter-Benziner mit 87 PS oder 105 PS, wobei die stärkere Leistungsstufe bei ersten Testfahrten einen ausreichend spritzigen Eindruck machte. Gleiches gilt für den Dieselmotor mit 68 PS, der sich in der Praxis viel munterer fährt als angesichts von Papierwerten wie 150 km/h Höchstgeschwindigkeit und 17,7 Sekunden für den Standardspurt zu befürchten wäre.

Wenig Dynamik im Logan
Generell gefällt der Logan im Fahrbetrieb mit einem erstaunlich niedrigen Geräuschniveau bis zur Autobahn-Richtgeschwindigkeit von 130 km/h und einer ausgewogenen, komfortablen Federung; die schwammige, trotz in der höchsten Ausstattungslinie "Laureate" vorhandenen Servo-Unterstützung bisweilen schwergängige Lenkung und die früh auftretende Seitenneigung in Kurven ersticken weitergehende dynamische Ambitionen allerdings im Keim. Doch für solche Zwecke wird der Logan MCV sowieso nicht gekauft. Wie der Ostblock-Flair verströmende Stufenheck-Logan wird auch der schmucklos, aber nicht geschmacklos gestaltete Kombi in erster Linie preisbewusste Pragmatiker ansprechen, denen Image oder Prestige beim Autokauf keinen Aufpreis wert sind.

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