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Fiat 500 - Knutschkugel mit Kultpotenzial

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Fahrbericht  

Fiat 500 - Knutschkugel mit Kultpotenzial

06.07.2007, 18:02 Uhr | Spiegel-Online, t-online.de

Erste Fahrt im Fiat 500 (Foto: Fiat)Erste Fahrt im Fiat 500 (Foto: Fiat) Von Tom Grünweg

Optisch gibt es am neuen Fiat 500 nichts auszusetzen. Doch der Charmeur sieht nicht nur niedlich aus. Er macht auch beim Fahren gute Laune.


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Ein lächendes Auto
Fiat hofft nach langer und existenzieller Krise auf eine Rückkehr zum Dolce Vita - dabei helfen soll vor allem der neue 500er. Und wenn Turin künftig alles so gut gelingt wie die Neuauflage des italienischen Wirtschaftwunderwägelchens, sieht es nicht schlecht aus. Denn dem Kleinen kann man nur mit einem Lächeln begegnen. Schließlich lacht das 3,55 Meter kurze und 1,65 Meter schmale Auto permanent zurück. Das Design zitiert Grundform und Gesicht des Originals, spricht aber auch all jene Kunden an, die beim Produktionsende Ende des Klassikers im Jahre 1976 noch gar nicht geboren waren. Vorn trägt der rundliche Dreitürer kreisrunde Knopfaugen und winzige Nebelscheinwerfer im glatten Bug mit den Chromstreifen. Und hinten gibt es breite Hüften, chromgefasste Rückleuchten und einen schrägen Abschluss, unter dem früher einmal der Motor steckte und nun Platz für Gepäck ist. Hinter dem Steuer macht der 500 einfach gute Laune: Die Sonne scheint durchs Glasdach, das Fahrwerk ist ordentlich abgestimmt, und bei einem Wendekreis von 9,2 Metern wird jedes Gässchen zur Flaniermeile.

Drei Motoren zum Start, ein Turbo kommt noch
Das Basismodell mit 69 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h steht ganz in der Tradition erschwinglicher Einstiegsautos. Aber schon beim Diesel geht es zur Sache: Aus 1,3 Litern schöpft er 75 PS, bringt 145 Nm auf die Straße und schnurrt mit bis zu 165 km/h davon. Zur Rennschachtel macht den 500er aber der 100 PS starke 1,4-Liter-Motor, der mit kernigem Sound und spontanem Antritt immerhin 182 km/h erreicht. Nächstes Jahr bringt Tuner Abarth einen kleinen Turbo mit 135 PS.

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Großer Andrang in Turin
Dass der Konvoi der Testfahrer bei der Premiere in Turin trotz ordentlicher Motorleistung und Polizeieskorten gelegentlich ins Stocken geriet, liegt am speziellen Verhältnis der Italiener zu diesem Auto. Junge Menschen begegnen ihm mit Sympathie und Neugier. Für ältere Passanten ist sein Vorgänger ein Symbol der Massenmotorisierung, und ein Brennpunkt persönlicher Erinnerungen. "Das 'erste Mal' ist etwas, das viele Italiener mit dem Fiat 500 verbindet", sagt de Meo und meint nicht nur die Fahrschule, den Führerschein und den ersten Urlaub mit dem eigenen Auto. Ganz romantisch spricht er auch von der ersten Liebe am Strand und gibt dem Spitznamen Knutschkugel eine ganz neue Bedeutung.

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Mehr Platz drin, als man denkt
Auch wer nicht zum Rendezvous fährt, kommt sich im Fiat 500 gelegentlich etwas näher. Doch so klein wie er von außen aussieht, ist der Wagen gar nicht. Weil der Radstand immerhin 2,30 Meter misst und die Räder ganz außen an den Ecken positioniert sind, hat man in der ersten Reihe reichlich Platz. Und wer einen kompromissbereiten Vordermann hat, der sitzt zumindest auf kurzen Strecken auch hinten einigermaßen bequem. Nur an den Schultern lässt sich der Körperkontakt kaum vermeiden. Gerade im Fond haben die Italiener den Raum der schönen Form geopfert. Weil das Heck swingt wie Gina Lollobrigida, wird die Kopffreiheit arg beschnitten, und der Kofferraum schrumpft auf 185 Liter.

Pfiffiger Innenraum
Was dem Innenraum an Größe fehlt, macht er mit pfiffigen Details und vielen, zum teil gut versteckten Ablagen sowie einem charmanten Design wieder wett. Die Materialauswahl ist hochwertig, die Instrumente haben Pfiff, mehr als hundert Accessoires und Dutzende von Zierelementen bringen Farbe ins Auto. All diese Extras stammen allerdings nicht von Fiat-Designern, sondern von mehr als fünf Millionen Internet-Surfern, die auf einer speziellen Webseite mehr als 250.000 Entwürfe für den neuen 500er erstellt haben.

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Individueller geht's nicht
Ihnen sind auch die zahllosen Chromleisten und Aufkleber zu verdanken, mit denen man den Wagen ab Werk individualisieren kann. "So haben wir 500.000 Möglichkeiten, einen Fiat 500 zu bauen", sagt de Meo und wagt die Prognose, dass in der ersten Jahresproduktion von 120.000 Autos keines dem anderen gleichen wird. Dabei ist die Zahl der Varianten noch nicht einmal komplett. Schließlich ist eine Cabrio-Version schon beschlossen und eine Kombi-Variante höchst wahrscheinlich. Auch wenn Markenchef Luca de Meo etwas blumig davon spricht, dass Fiat mit diesem Auto "den Fluss der Geschichte zurück geschwommen und in einem Jungbrunnen gelandet ist", weist er den Begriff "Retro" weit von sich. Dank moderner Technik sei der 500er jetzt auch sauber, sagt er. Als einziger Kleinwagen erfülle er schon jetzt die Euro-5-Norm, die ab 2009 gilt. Außerdem bleiben immerhin zwei von drei Motoren unter dem CO2-Grenzwert von 130 Gramm pro Kilometer.

Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Preis: Unter 11.000 Euro
Die exakten Preise für Deutschland stehen noch nicht fest, sollen aber bei etwa 10.500 Euro beginnen, sagt der deutsche Fiat-Chef Werner Frey. Das Modell mit Dieselmotor wird etwa 2000 Euro mehr, der 100-PS-Benziner zirka 4000 Euro mehr kosten. Dass die Preise gut kalkuliert sind, zeigt der Blick über den Tellerrand. So viel Charme wie der Cinquecento verbreitet sonst nur BMWs Mini, doch der kostet das Doppelte. In Italien hat Fiat bereits 25.000 Vorbestellungen entgegen genommen.

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