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Bentley Continental GT Speed Coupé:  

Platzhirschfaktor zehn

20.11.2007, 16:57 Uhr

Bentley Continental GT Speed (Foto: Bentley)Bentley Continental GT Speed (Foto: Bentley) Wenn die Rede auf das kommt, was bei einer wirklichen Luxusmarke alles möglich ist, erzählt Robert Kattner, Manager aus der Bentley-Europazentrale in Berlin, gerne das Beispiel von dem Herrn aus Fernost, der Bentley fahren, dabei aber seinen Turban aufbehalten wollte. Das funktioniere allerdings nur, beschied der Mann den Autobauern im englischen Crewe, wenn das Dach der Luxuslimousine Arnage um rund 25 Zentimeter angehoben würde. "Diesen Wunsch haben wir dem Kunden selbstverständlich erfüllt", sagt Kattner. Auch die Modellplanung bei Bentley funktioniert so: Den potenziellen Käufern sollen ihre Wünsche praktisch vorauseilend erfüllt werden.

Foto-Show Bentley Continental GT Speed Coupé
Foto-Show Bentley Brooklands Coupé
Foto-Show Bentley Continental GT
Foto-Show Bentley Continental GTC
Foto-Show Bentley Arnage

Preis ab 200.000 Euro
So geschieht es jetzt mit dem Bentley Continental GT Speed. Es ist die vierte Version der überaus erfolgreichen Continental-Baureihe, die Coupé, Limousine, Cabrio und eben jetzt die Sportvariante Speed umfasst. Dieses Modell, vorgestellt wurde es auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt, ist das bislang schnellste und stärkste Serienauto der Marke. Noch auf der Messe, so ist zu hören, wurden die ersten Kaufverträge für den 205.751 Euro teuren Wagen unterzeichnet.

2,3 Tonnen Lebendgewicht
Anfang 2008 werden die ersten Exemplare ausgeliefert - die Produktion des kommenden Jahres, etwa 2000 Modelle, ist bereits vergriffen. Vor allem jüngere Kunden - Bentley meint damit wohlhabende zwischen Ende Dreißig und Ende Vierzig - würden dem speziellen Reiz des 2,3 Tonnen schweren Luxus-Sportwagens erliegen.

Foto-Show Britische Edel-Sportwagen
Foto-Show Bentley Arnage Drophead Coupé

610 heiße PS
Sicher sei der Platzhirschfaktor bei diesem Auto ein wesentlicher Kaufanreiz, heißt es bei Bentley: Für rund 25.000 Euro Aufpreis gegenüber dem normalen Continental GT Coupé erhalten die GT-Speed-Käufer eine Motorleistung 610 statt 560 PS, ein Drehmoment von 750 statt 650 Nm und die Verheißung, sich mit 326 km/h fortbewegen zu können. Kein anderer Bentley ist schneller - und auch etliche Porsche-, Ferrari-, Maserati- oder Mercedes-Modelle können da nicht mehr mithalten.

Unterwegs in Ghost White
Als Spiegel Online den Wagen in die Finger bekam, ein bislang seltenes Modell in der Lackierung Ghost White, war das Tempo-Experiment auf der Autobahn bei auch schon beachtlichen 241 km/h vorüber. Diese Geschwindigkeit jedenfalls zeigte der digitale Tacho an, der mittig im Cockpit sitzt - links neben dem konventionellen Tacho, dessen Skala bis 340 reicht.

Aktuelle Meldungen Autogramm

Mit Speed geht vieles
Warum so viel Aufhebens um die Geschwindigkeit? Erstens, weil dies der das Hauptverkaufsargument ist. Zweitens auch deshalb, weil Bentley ganz allgemein und die Continental-Baureihe im Besonderen die von der hiesigen Tempo-Lobby so gern strapazierte Behauptung widerlegt, Hightech-Sportwagen ließen sich nur dann erfolgreich und glaubwürdig verkaufen, wenn sie in einem Land ohne Tempolimit hergestellt würden.

Leichtfüßig mit zwölf Zylindern
Beeindruckend an dem Auto ist vor allem zweierlei. Zum einen die souveräne Art, wie diese geballte Ladung Technik und Luxus vorwärts stürmt und dabei ein Gefühl vermittelt, als sei alles in bester Ordnung. Wohltemperierte Luft, behagliche Ledersitze, sanfte Musikberieslung und dazwischen das gelegentliche Knurren des Zwölfzylindermotors. Zum anderen überrascht, wie behände und flink, wie leichtfüßig und agil der Koloss trotz seines stattlichen Gewichts wirkt. Der Wagen erledigt mit einer Selbstverständlichkeit das, was man von ihm erwartet - und zwar zack, zack.

Plastik im Inneren
Es gibt aber Kleinigkeiten, vom grundsätzlich antiquierten Fahrzeugkonzept einmal abgesehen, an denen man Herummäkeln kann. Zum Beispiel mit Tasten und Knöpfen bedeckte Armaturentafel - und vor allem das schwarze Plastik dieser Knöpfe oder der rote und der blaue Punkt auf den Tasten für die Temperaturregelung. Premium jedenfalls sieht anders aus und fühlt sich auch anders an. Die Bentley-Leute können das sogar im eigenen Konzern nachprüfen, etwa bei Audi.

Tankdeckel aus Metall
Oder es findet sich ein Fan der Marke, der auf eigene Kosten Abhilfe schafft - und Bentley übernimmt das Ganze dann in die Serie. Ist alles schon vorgekommen: Einem US-Kunden etwa missfiel der gewöhnliche Kunststoffschraubdeckel auf dem Tankstutzen, und er ließ auf eigene Kosten ein Teil aus Metall fertigen. Bentley übernahm die Idee zur Veredelung und liefert die Autos nun allesamt mit solchen Metalldeckeln unter der Tankklappe aus. Der US-Kunde, so heißt es, soll als Dank einen Scheck aus England erhalten haben.

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