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Die Alternative zum Qashqai

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Nissan  

Die Alternative zum Qashqai

18.12.2007, 13:47 Uhr | mid

Nissan Tiida (Foto: Nissan)Nissan Tiida (Foto: Nissan) Als zweites Modell in der Kompaktklasse bringt Nissan Anfang 2008 den Tiida auf den Markt. Anders als der im vergangenen Jahr mit optionalem Allradantrieb und SUV-Design eingeführte Nissan Qashqai wendet sich der als Stufen- oder Steilheck erhältliche Neue an die Freunde traditioneller Karosserieformen.

Foto-Show Nissan Tiida

Kein ganz neuer Wagen
Der Tiida ist kein neues Auto, sondern bereits seit 2002 in Japan erhältlich. Ein Deutschland-Start war eigentlich nicht geplant. Denn konzeptioniert ist das in Mexiko gebaute Modell vor allem für die Märkte in Übersee. Hierzulande sollte der eher Lifestyle-orientierte Qashqai die Planstelle in der unteren Mittelklasse füllen. Nun gibt es mit dem Tiida eine hauseigene Alternative zum Crossover Qashqai.

Auffällig unauffällig
Beim Design hält sich der Fünftürer mit Auffälligkeiten zurück. An der bogenförmigen Front fallen zwei große, bis in die Kotflügel gezogene Scheinwerfer ins Auge. Eine nahezu waagerechte Gürtel- und Dachlinie sorgt optisch für Länge, neben der Heckklappe finden sich zwei in Rot gehaltene Leuchten. Dabei wird der alternativ angebotene Viertürer als Stufenheck-Limousine in Deutschland kaum eine Rolle spielen.

Viel Platz im Inneren
So klassisch sich die Steilheck-Version äußerlich gibt, so aufgeräumt fällt der Innenraum aus. Der 4,30 Meter lange Fünfsitzer bietet viel Kopf-,
Knie- und Schulterfreiheit auf allen Plätzen; selbst der Mittelsitz im Fond ist als Sitzgelegenheit für Erwachsene geeignet. Die Frontsitze bieten mehr Beinauflagefläche als Seitenhalt, sind jedoch bequem und dem Charakter des Fahrzeugs angemessen.

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Angenehmes Interieur
Serienmäßig ist außerdem vorne und im Fond eine Mittelarmlehne an Bord. Bei den Materialien im Cockpit dominiert weicher, aufgeschäumter Kunststoff, der sich angenehm anfasst und freundlich aussieht. Der Kofferraum erlaubt bei voller Bestuhlung eine Beladung von akzeptablen 300 Litern, durch Verschieben der Rückbank ist er auf 425 Liter erweiterbar. Zusätzlich lässt sich die Rücklehne umklappen und so noch mehr Platz gewinnen, wobei allerdings keine ebene Fläche geschaffen wird. Praktisch gestaltet kommt der Innenraum daher, an großen und kleinen Ablagen herrscht kein Mangel.

Rauer Diesel
In der ab 18.940 Euro erhältlichen Dieselversion arbeitet ein alter Bekannter aus verschiedenen Renault- und Nissan-Modellen: Der 1,5-Liter-Common-Rail-Selbstzünder klingt besonders beim Beschleunigen recht rau, überzeugt aber durch gute Fahrleistungen. Das bei 2000 Umdrehungen pro Minute anliegende maximale Drehmoment von 240 Newtonmeter bringt den Tiida schnell in Schwung und ermöglicht auf der Autobahn flotte Überholvorgänge.

Kein Partikelfilter
Die Beschleunigung von null auf 100 km/h dauert 11,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 186 km/h erreicht. Der Testverbrauch pendelte sich bei gut 6,2 Litern ein, der Hersteller gibt 5,2 Liter an. Minus: Ein Partikelfilter ist aus Kostengründen nicht erhältlich. Alternativ sind zwei Benziner im Angebot. Einstiegsmotor ist ein 1,6-Liter-Triebwerk mit 110 PS und 6,9 Litern Normverbrauch. Den Topmotor bildet ein neu entwickelter 1,8-Liter-Benziner mit 126 PS, der laut Hersteller 7,8 Liter auf 100 Kilometer benötigt.

Gutmütiges Fahrverhalten
Sportlich orientierte Fahrer wird der "vernünftige" Japaner nicht reizen. Beim Fahrverhalten gibt sich der Fronttriebler gutmütig und sanft. Das sehr komfortabel abgestimmte Fahrwerk steckt auch Kopfsteinpflaster problemlos weg und überzeugt auf der Autobahn mit guter Straßenlage. Kurvige Landstraßen sind hingegen nicht das Lieblingsgelände des eher amerikanisch abgestimmten Fahrzeugs.

Getriebe nicht ganz zufriedenstellend
Die elektrische Servolenkung hat ein wenig zu viel Spiel und wirkt etwas zu synthetisch und indirekt. Ebenso ist die optionale Sechsgang-Handschaltung etwas schwammig zu schalten. Sie senkt jedoch das Drehzahlniveau bei schnellen Fahrten auf der Autobahn und hält so das Geräuschniveau niedrig. Alternativ ist auch eine - allerdings etwas veraltete - Viergang-Automatik im Angebot, die den Spritverbrauch locker um einen halben Liter hebt.

Das Wichtigste ist drin
Bei der Ausstattung ist bereits im Basismodell das Wichtigste an Bord: Sechs Airbags und der serienmäßige Schleuderschutz ESP sorgen für Sicherheit, elektrische Fensterheber an allen Türen und Zentralverriegelung bieten aufpreisfreien Komfort. Optional sind unter anderem Xenonlicht und ein Glasschiebedach erhältlich.

Für Almera-Fans
So wendet sich der Tiida vor allem an die loyalen Fahrer des nicht mehr angebotenen Almera, die im peppigen Qashqai keine Alternative finden.
Komfort und Platzangebot an Bord des Kompaktwagens sind überdurchschnittlich, die Preise sind fair und unterhalb des Qashqai angesetzt. Zu Preisen ab 16.000 Euro bietet er viel Raum und komfortables Fahrverhalten.

Verhaltene Verkaufsziele
Nissan will im kommenden Jahr 6200 Fahrzeuge in Deutschland verkaufen. Was auch gelingen dürfte - immerhin ist der Tiida das weltweit meistverkaufte Nissan-Modell. Rund drei Jahre hat er noch Zeit zu überzeugen, dann rollt in Japan wohl bereits der Nachfolger vom Band.

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