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SLK Roadster: Mehr Sport wagen

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Fahrbericht  

SLK Roadster - Mehr Sport wagen

04.02.2008, 11:46 Uhr | Tom Grünweg, Spiegel-Online

Mercedes SLK Roadster (Foto: Mercedes-Benz)Mercedes SLK Roadster (Foto: Mercedes-Benz) Von Tom Grünweg

Solange man noch vor dem Auto steht, muss man zweimal hinschauen, um das Neue am neuen Mercedes SLK zu sehen. Doch hinterm Steuer wird das anders: Dank neuer Lenkung, höher drehendem V6-Motor und fetterem Sound wird der Gleiter zum Fighter - zumindest ein bisschen.

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Beau mit mehr Biss

Richtig zugeben will es bei Mercedes zwar keiner. Doch irgendwie war den Schwaben und ihren Kunden der Roadster SLK bislang etwas zu brav und zu bieder. Sehr komfortabel und mit versenkbarem Hardtop nach wie vor ein Star auf dem Boulevard, hat Entwickler, Designer und Produktstrategen das sportliche Image der Konkurrenz offenbar arg gewurmt. Nach dem Motto "mehr Sport wagen" wurde nun bei der Modellpflege des Trendsetters nachgewürzt. Die Folge: der Beau bekam mehr Biss. "Wir wollten den Spaßfaktor weiter steigern und das Auto dynamischer machen", fasst Jürgen Weissinger, Chef der SLK-Baureihe, die Zielvorgabe zusammen. Allerdings sollte der Komfort nicht leiden. Der SLK bleibt daher der einzige Zweisitzer mit Nackenheizung in dieser Klasse. Und so geräumig und bequem sitzt man in keinem anderen Roadster.

Fahrspaß dank Direktlenkung

Eine wichtige Rolle für den Wandel im Fahrgefühl spielt eine unscheinbare Zahnstange im Lenkgetriebe, deren Wellenbild ungewöhnlich asymmetrisch aussieht. Was wie die schlampige Arbeit eines Heinwerkers wirkt, ist das Herzstück der neuen Direktlenkung, mit der Mercedes ganz ohne Elektronik die Übersetzung des Lenkgetriebes variiert. In der Mittellage, also wenn man geradeaus fahren möchte, sei die Lenkung sehr indirekt, erläutert Weissinger. Große Bewegungen am Lenkrad haben nur eine kleine Wirkung auf die Räder. Mit zunehmendem Einschlag wächst die Übersetzung, und das Auto reagiert spürbar direkter. So fährt man Kurven ohne Kurbeln.

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Kein billiger Spaß

Den Vorteil spürt man schon beim Abbiegen oder Einparken und natürlich erst recht auf eng gewundenen Passstraßen: Dort durcheilt der SLK auch enge Radien so agil und handlich, als hätte er 200 Kilo abgespeckt. Den Nachteil dagegen merkt man schon beim Kauf: Obwohl die Direktlenkung zu den wichtigsten Neuheiten zählt, gibt es sie außer beim AMG-Modell nur gegen rund 300 Euro Aufpreis. Bei 36.503 Euro Grundpreis schon für das Basismodell ist das eine schwaches Bild.

Modell

Leistung

Höchsttempo

Verbrauch

Preis

SLK 200 Kompressor

184 PS

230 km/h

7,7 Liter

36.503,25 Euro

SLK 280

231 PS

250 km/h

9,3 Liter

41.858,25 Euro

SLK 350 Sportmotor

305 PS

250 km/h

9,5 Liter

46.975,25 Euro

SLK 55 AMG

360 PS

250 km/h

12 Liter

69.049,75 Euro

Motoren sind erstarkt

Die zweite Stellschraube für mehr Sportlichkeit sind die Motoren selbst, von denen nur die 360 PS starke AMG-Version unverändert übernommen wurde. Der Vierzylinder im SLK 200 Kompressor hat jetzt 184 statt 163 PS und braucht zudem einen Liter Sprit weniger. Der 231 PS starke V6-Motor im SLK 280 spart im Normzyklus 0,4 Liter, und der 3,5 Liter große Sechszylinder im SLK 350 in einen Sportmotor verwandelt. Dafür wurden Verdichtung und Drehzahl angehoben, wodurch die Leistung um 33 auf 305 PS und das maximale Drehmoment um 10 auf 360 Newtonmeter steigen. Trotzdem geht auch hier der Verbrauch um bis zu 1,1 Liter zurück.

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Endlich sportlicher

Schon aufgrund der Papierwerte lässt sich der Fortschritt bei einem Sprintwert von 5,4 Sekunden erahnen. Doch eindrucksvoller ist die Ausfahrt auf einer Passstraße. Zwar reagiert etwa ein BMW Z4 noch immer etwas bereitwilliger auf Gasstöße, doch stürmt nun auch der SLK ungehemmt voran. Dabei bläst er wunderschöne Fanfaren und wird vom Leisetreter zum Frontmann der Fahrfreude. Besonders sonor klingt dabei das Herunterschalten im Automatikmodus, weil die Elektronik per Zwischengas jedes Mal einen kleinen Tusch einspielt.

Leichtes Facelift

Zu guter Letzt durften auch die Designer ran, deren Spielraum aber begrenzt war, denn neue Karosserieteile treiben die Kosten. "Wir hatten nur Einfluss auf 30 Prozent der Frontfläche und wollten dem Wagen dennoch ein neues Gesicht geben", erläutert Designer Steffen Köhl und zeigt auf die umgeformte Frontschürze, die den Mercedes-Stern etwas prägnanter erscheinen lässt, die aus der Formel 1 entlehnte Hakennase stärker betont und das Markenzeichen mit zwei Streben von unten zu stützen scheint. Dazu gibt es am Heck frisch eingefärbte Rückleuchten, neue Blenden auf den Endrohren und dazwischen einen angedeuteten Diffusor.

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Mehr Unterhaltungselektronik im Innenraum

Die Neuerungen des Interieurs? Hier erkennt man den neuen SLK am Dreispeichenlenkrad, an den Instrumenten mit verstärkter Tiefenwirkung sowie an der optisch beruhigten Mittelkonsole. In ihr steckt auch die jüngste Generation der Unterhaltungselektronik. Das Navigationsgerät nutzt jetzt eine Festplatte, die auch Musik speichert, und der CD-Wechsler rückt in die Mittelkonsole und schafft so Platz im Handschuhfach. Außerdem gibt es ein Lesegerät für Speicherkarten, Anschlüsse für USB und iPod, serienmäßig Bluetooth und eine vernünftige Sprachsteuerung, die auch SMS-Texte vorlesen kann.

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SLK-Design: Ewige Linie

Dass man den SLK nicht als neu erkennt, darf niemanden wundern, sagt Branchen-Analyst Nick Margetts von Jato Dynamics. "Es gibt nur wenige Autos, die ein Fahrzeugsegment wirklich mitdefiniert haben. Mit seinem Erscheinungsbild gehört der SLK ganz sicher zu dieser elitären Gruppe", erklärt der Marktforscher. "Etwas an der Formel des Erfolges zu ändern, ist nicht nur überflüssig. Es wäre waghalsig", warnt er. Ähnlich wie BMW beim Mini müsse auch Mercedes bei diesem Roadster das Grundformat und die wichtigsten optischen Merkmale über alle Modellpflegen hinweg unverändert erhalten. "Denn beim SLK haben sie eine ewige Linie gefunden."

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