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Hyundai i10 - Ein Zwerg stürmt los

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Fahrbericht  

Hyundai i10 - Ein Zwerg stürmt los

11.03.2008, 17:34 Uhr | Tom Gründweg, Spiegel-Online

Neuer Hyundai i10 (Foto: Hyundai)Neuer Hyundai i10 (Foto: Hyundai) Von Tom Grünweg

Hyundai ist Hauptsponsor der Fußball-EM - auch für die Autosaison 2008 haben die Koreaner einen ausgefeilten Spielplan. Als etwas kurz geratene aber wendige Sturmspitze schickt Hyundai den i10 auf den Platz.#

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Kleinwagen-Segment wächst

Kleinwagen haben für Hyundai eine große Bedeutung. Mit einem Marktanteil von etwa fünf Prozent war die Marke in diesem Segment mit ihrem Modell Atos wesentlich erfolgreicher als in allen anderen Segmenten, sagt Jochen Schneider, der in der Deutschlandzentrale in Neckarsulm das Produktmarketing leitet. Für die Zukunft sind die Chancen auch ganz gut, glaubt Schneider: "Die meisten Marktforscher gehen davon aus, dass 2011 jedes zehnte neue Auto in Europa ein Kleinwagen ist."

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Charmanter Stadtflitzer

Hyundai will von diesem Wachstum profitieren, daher kommt nun die Neuauflage des Einstiegsmodells Atos ins Spiel. Der neuen Nomenklatur der Marke folgend hört der Wagen künftig auf das Kürzel i10 und steht ab sofort als Fünftürer bei den Händlern. Beim Generationswechsel ist aus dem verstaubten Microvan mit hohem Dach und dürrem Profil ein charmanter Stadtflitzer geworden. Die Frontpartie mit breiter Chromspange im Kühlergrill, sanft abgerundeter Motorhaube und großen, spitz zulaufenden Scheinwerfern wirkt sympathisch, die Silhouette gewinnt mit einer leicht gebogenen Dachlinie und zaghaft angedeuteten Muskeln um die Radhäuser an Schwung, und das Heck macht mit tiefer Stoßstange, großen Leuchten und einem kleinen Spoiler einen soliden Eindruck.

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Trotz gleicher Abmessungen mehr Platz

Obwohl die Länge von 3,57 Metern ebenso unverändert blieb wie der Radstand von 2,38 Metern und das Dach um ein paar Zentimeter abgesenkt wurde, bietet der Winzling innen nun etwas mehr Platz. Das liegt vor allem an den zusätzlichen Zentimetern in der Breite und an den neuen Sitzen, auf denen man vorne überraschend bequem unterwegs ist. Formal ist der i10 - anders als der Atos - jetzt zwar ein Fünfsitzer. Doch guten Gewissens können hinten nur Kinder sitzen. Für Erwachsene ist die Kniefreiheit zu gering. Und während der Scheitel beinahe ans Dach stößt, erreichen die Kopfstützen kaum Schulterhöhe. Der Kofferraum ist dafür stattlich. Zwar ist die Ladekante hoch, und zumindest beim Basismodell ist die Unterseite der Hutablage oder des Ladebodens nicht eben schmeichelhaft. Doch passen ins Heck respektable 225 Liter; legt man die geteilte Rückbank um, sind es gar 910 Liter.

Nett gemachter Innenraum

Das Interieur hat ebenfalls gewonnen. Natürlich sprüht ein koreanischer Kleinwagen in dieser Preisklasse nicht vor Esprit wie vielleicht ein Mini oder ein Fiat 500. Aber zumindest für bunte Tupfen auf den Sitzen, Kunststoffe bei deren Berührung man nicht automatisch zurückzuckt und eine Reihe hübscher Zierblenden hat es gereicht. Außerdem gehören nun auch ein Beifahrerairbag, Scheibenbremsen an der Hinterachse und ein CD-Radio mit iPod-Eingang zur Serienausstattung. Dieser Fortschritt rechtfertigt für Produktmanager Schneider den Preisaufschlag von rund 700 Euro. Damit lässt das spartanische Basismodell des i10 mit einem Preis von 9990 Euro die Billigheimer hinter sich.

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Erstmals auch ein Diesel lieferbar

Das Wort Premium scheue er bei Fahrzeugen in diesem Segment, sagt Schneider. "Doch auch der i10 spiegelt unseren Anspruch wieder, mit den europäischen Wettbewerbern auf Augenhöhe zu sein." Das habe natürlich auch einen Einfluss auf den Preis. Also werden die Fenster mit der Kurbel bewegt, die Spiegel von Hand eingestellt und die Türen mit dem Schlüssel geöffnet. Elektrische Helfer sowie Seitenairbags sind nur im Top-Modell verfügbar und ESP lediglich in einer Version gegen Aufpreis. Dass die Einstiegsvariante auf 13-Zoll-Rädern rollt, ist für Schneider jedoch nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch des Verbrauchs. "So haben wir den CO2-Ausstoß des Benziners unter 120 Gramm gedrückt." In Fahrt bringen den i10 wahlweise zwei Vierzylinder mit jeweils 1,1 Litern Hubraum, darunter ist erstmals auch ein Diesel. Er leistet 75 PS, hat 153 Newtonmeter, erreicht maximal 163 km/h und verbraucht im Mittel 4,3 Liter. Wie so oft bei Autos diesen Formats ist der Aufpreis mit 1600 Euro allerdings so üppig, dass auch Produktmanager Schneider nur mit einem Verkaufsanteil von fünf Prozent rechnet. Vielleicht wird das im nächsten Jahr besser, wenn das auf dem Genfer Autosalon vorgestellte Sparmodell i-Blue ins Angebot kommt.


Schnellcheck Hyundai i10

Einsteigen: ...weil der Kleine jetzt mehr Charakter hat, innen besser aussieht und einen Beifahrerairbag in Serie erhält.

Aussteigen: ...weil der Preis nur auf den ersten Blick niedrig ist und man andernorts zum gleichen Tarif mehr Auto bekommt.

Umsteigen: ...aus anderen Kleinwagen wie Citroen C1, Peugeot 107 und Toyota Aygo, Kia Picanto oder Suzuki Splash und Opel Agila.

Sparmodell i-Blue bleibt unter 100 Gramm CO2

Bei diesem Modell werden eine Start-Stopp-Automatik, ein sechster Gang, neue Reifen und aerodynamischer Feinschliff den Verbrauch um 17 Prozent und den CO2-Ausstoß auf "deutlich unter 100 Gramm" drücken. Bis dahin jedoch werden nach Schneiders Schätzung mehr als neun von zehn Kunden den Benziner kaufen. Er hat 67 PS, kommt auf 98 Newtonmeter und erreicht mit etwas Anlauf autobahntaugliche 151 km/h. Allerdings braucht man mit diesem Aggregat Geduld und Nachsicht. Denn das Motorgeräusch ist nicht eben dezent, und für den Standardsprint gehen 15,6 Sekunden dahin. Abhilfe ist in Sicht: Bald soll ein zweiter Benziner mit mehr Hubraum und Leistung verfügbar sein. Erst einmal allerdings muss Hyundai in den nächsten Wochen ein paar weitere neue Spieler aufs Feld bringen. Auf der Transferliste stehen bereits das Kombimodell des i30, der Getz-Nachfolger i20, der nun als ix55 firmierende US-Geländewagen Veracruz sowie die überarbeiteten Varianten der Typen Matrix und Sonata.


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