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Fahrbericht  

Mercedes GLK: Die Peking-Ecke

25.04.2008, 12:14 Uhr | Von Tom Grünweg

Neuer Mercedes GLK (Foto: Mercedes-Benz)Neuer Mercedes GLK (Foto: Mercedes-Benz) Das Wettrüsten im SUV-Segment geht in die nächste Runde: Zeitgleich mit dem Audi Q5 enthüllt Mercedes in Peking die Serienversion des GLK. Spiegel Online war mit dem kantigen Kompakt-Offroader bereits im Matsch unterwegs.

Präsentation in Peking

Diese Folie zeigt Dittmar Wieland besonders gerne. "Kein anderer Autohersteller bietet seinen Kunden mehr Fahrzeuge mit Allradantrieb als Mercedes", lobhudelt der Entwickler und zählt die mittlerweile 46 Fahrzeugvarianten auf, die den 4-Matic-Schriftzug am Heck tragen. Doch das ist den Schwaben offenbar noch nicht genug. Weil das Segment der kompakten Geländewagen allen Klimadebatten zum Trotz die besten Wachstumsprognosen hat, haben sie nun auch dort ein Angebot parat. Bei der "Auto China" in Peking bringt die Marke jetzt das eckige Modell GLK in Stellung.

Technische Basis ist die C-Klasse

Der Kraxler, der im Herbst zu Preisen ab 40.341 Euro zu den Händlern kommen wird, basiert technisch auf der C-Klasse und wird wie diese auch in Bremen - und nicht um SUV-Werk Tuscaloosa oder in der G-Heimat Graz - gebaut. Doch im Geist des legendären G-Modells entwickelt, ist der Enkel des Klassikers nicht nur stilistisch zum Charaktertypen gereift, sondern er kann auch im Gelände mehr, als sich die meisten Fahrer je zutrauen werden.

Härtetest in der Kiesgrube

Zur konspirativen Erstbegegnung war Spiegel Online kurz vor der Weltpremiere in einer Kiesgrube auf der Schwäbischen Alb unterwegs. Natürlich wird sich kaum je ein Mercedes-Fahrer mit dem GLK in solche Gefilde verirren. Doch weil der Buchstabe G im Typenkürzel durchaus eine Verpflichtung ist, wurden die Prototypen von den Entwicklern auch durch die Wüste geprügelt, über unbefestigte Pisten im Süden Afrikas und über vereiste Strecken in Schweden.

Offroad-Paket

Zudem gibt es für den GLK ein Offroad-Paket, mit dem Geländefreaks ihren Spieltrieb voll ausleben können. Dann nämlich gibt es 21 statt 19 Zentimeter Bodenfreiheit, einen stabilen Unterfahrschutz mit Gleitschienen aus glasfaserverstärktem Kunststoff, eine elektronische Bremse für steile Gefällstrecken und eine so genannte G-Taste, mit der die Schaltpunkte der siebenstufigen Automatik, die Motorcharakteristik und die elektronischen Regelsysteme für den Einsatz auf grobem Terrain programmiert werden.

Sehr geländefähig

Derart ausgerüstet kämpft sich der Wagen tapfer durch die kniehohe Dreckbrühe, wühlt sich durch tiefe Spurrillen und klettert dank der großen Böschungswinkel mühelos Steilhänge hinauf, die man zu Fuß lieber nicht erklimmen möchte. Oben schlittert er auf dem Bauch über die Kuppen und rutscht, von der Elektronik fein dosiert, wieder hinab ins Tal. Schlaglöcher, groß wie Bombentrichter, nimmt er ohne Murren, und wenn es der Untergrund erfordert, hebt er die Räder wie ein Hund das Bein am Baumstamm.

Elektronische Traktionskontrolle

Auf mechanische Sperren oder eine Geländeuntersetzung haben die Entwickler verzichtet. Als wäre der GLK nicht mehr als ein hoch aufgeschossener Kombi, nutzen sie den Allradantrieb aus S- und C-Klasse mit einer festen Kraftverteilung von 45 Prozent auf der Vorder- und 55 Prozent auf der Hinterachse und vertrauen ansonsten auf elektronische Traktionskontrolle und ESP.

Einfache Bedienung

Zwar flackert die gelbe Kontrollleuchte im Cockpit wie eine Glühbirne mit Wackelkontakt, doch hört und spürt man kaum einen Systemeingriff. Durchdrehende Räder sind die Ausnahme, wenn sich der GLK wie ein Maulwurf durch den Dreck wühlt. "Die einfache Bedienung des Autos war uns sehr wichtig", sagt Entwicklungsingenieur Wolfgang Baehrens. "Der Kunde sollte nichts einstellen, einschalten oder regeln müssen, sondern einfach einstiegen und losfahren."

Manchmal besser als die M-Klasse

"Natürlich ist die M-Klasse in manchen Disziplinen noch ein bisschen besser", sagt Entwicklungschef Wolfgang Keller am Ende der Matschpartie. Schließlich muss er gut 5000 Euro Preisunterschied rechtfertigen. Doch vor allem aufgrund der kompakten Abmessungen und des geringeren Gewichts komme der 4,53 Meter kurze, 1,84 Meter breite, 1,69 Meter hohe, deutlich unter zwei Tonnen schwere GLK auf manchen Abwegen sogar besser voran.

Schlechte Übersicht

Leichter zu lenken ist er obendrein. Wo der Fahrer im großen Modell immer wieder zurücksetzen und rangieren muss, zirkelt man den GLK mühelos um Felsbrocken oder Baumstümpfe herum. Nur an der Übersicht hapert es. Zwar hat der GLK viel von der kantigen Form der G-Klasse übernommen, doch während bei diesem Modell die Blinker auf den Kotflügeln das Peilen erleichtern, muss im GLK auf Parksensoren und die neue Rückfahrkamera vertraut werden.

Heckantrieb nur in den USA

Die jüngsten Generation des Allradantriebs bietet manche Vorteile. "Die 4-Matic ist sehr leicht, kompakt und sparsam", sagt Mercedes-Mann Wieland. Das Mehrgewicht liege bei weniger als 50 Kilo und der Mehrverbrauch bei 0,2 bis 0,4 Liter. Einen reinen Hecktriebler anzubieten, hält er deshalb für überflüssig. Allerdings wird es das Auto in den USA, wo der Wettbewerb schärfer und der Preisdruck größer ist, den GLK dennoch mit Heckantrieb geben.

Zwischen 224 und 272 PS

Von zeitgerechter Sparsamkeit wird man zum Verkaufsbeginn erst einmal nichts merken. Denn starten wird der GLK ausschließlich mit V6-Motoren von 224 bis 272 PS geben, die zwischen 7,9 Litern Diesel und 10,4 Litern Benzin verbrauchen und den Grundpreis auf 43.554 Euro treiben. Erst im nächsten Jahr wird das billigste Modell mit Vierzylindermotor nachgereicht, der GLK 220 CDI, der 170 PS leistet und mit einem Verbrauch von 6,9 Litern promt als Sparmodell "Blue Efficiency" vermarktet wird.

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