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Jonway Ufo: Autotest mit kompaktem China-SUV

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Autotest mit kompaktem China-SUV  

Jonway Ufo - Aus einer anderen Galaxie

27.06.2008, 14:17 Uhr | Tom Grünweg, Spiegel-Online

Jonway Ufo - Kompakt-SUV aus China (Foto: China-Automobile)Jonway Ufo - Kompakt-SUV aus China (Foto: China-Automobile) Noch ist China für Autofahrer hierzulande weit weg. Doch Menschen wie Karl Schlössl bringen das Reich der Mitte täglich ein Stück näher nach Deutschland. Zum Beispiel mit dem Kompakt-SUV-Preisbrecher Ufo. Für den Importeur steht fest: "Teure Autos gibt es schon genug."#

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"Neue Autos zum Preis eines Gebrauchten"

Karl Schlössl hat ein Problem. "Wir bekommen einfach nicht genug Autos ins Land", sagt der Chef von China Automobile, der von München aus halb Europa mit der Billigware aus Fernost beliefern will. "Neue Autos zum Preis eines Gebrauchten." Mit denselben Argumenten, die früher koreanische Hersteller und noch früher japanische Firmen bemühten, will der Bayer sparsame Mitglieder der Hartz-IV-Gesellschaft mobil machen. Und Schlössl registriert wachsendes Interesse. Er kann es jedoch aufgrund des Transportweges, der 75 Tage in Anspruch nimmt, nur langsam befriedigen. Und Lagerhaltung ist ihm ein Graus. Nur Autos, die schon verkauft sind, lässt er auch verschiffen.

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Bislang keine Erfolgsstory

Bislang sind chinesische Autos in Deutschland allerdings weniger in der Zulassungsstatistik präsent, als vielmehr in schlechten Nachrichten aus den Crashzentren. Dazu gibt es als eine Art Grundrauschen den latenten Kopiervorwurf. Doch im Gespräch mit Schlössl klingt das alles sehr viel optimistischer. Er komme mit der Arbeit kaum hinterher, sagt der Importeur. Dann beziffert er das Volumen der letzten zweieinhalb Monate mit etwa 150 Autos, von denen "ein Großteil" schon zugelassen sei. Echte Erfolgsstorys gehen anders.

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Händlernetz fehlt noch

Doch Schlössl lässt sich nicht beirren. Die ersten 80 Händler seien unter Vertrag, aber mit deren Wahrnehmung gehe es noch nicht so recht voran, entschuldigt er die mangelnde Präsenz auf den Automeilen der Republik. Leuchtreklamen müssten erst produziert werden, und bevor man Pylonen aufstellen dürfe, sei eine Baugenehmigungen nötig. Trotzdem hofft Schlössl, dass bis zum Jahresende 125 Händler zwischen Kiel und Konstanz seine Importmodelle feilbieten. "Bislang gibt es noch eine Konzentration im Osten und im Ruhrgebiet."

Ähnlichkeiten mit dem Toyota RAV-4

Schlössl verspricht eine schnell wachsende Produktpalette. Allen voran gilt das für den kleinen Geländewagen Ufo: Ganz entgegen seines Namens ist das Auto jedoch kein Unbekanntes-Fahr-Objekt, sondern eine recht eindeutige Interpretation des alten Toyota RAV-4. Der 3,85 Meter lange Dreitürer aus China erinnert optisch stark an das japanische Erfolgsmodell.

Mitsubishi-Motoren im Jonway Ufo

Unter der Haube bietet die chinesische Marke Jonway die Wahl zwischen zwei Vierzylinder-Motoren mit 2,0 und 2,4 Litern Hubraum und 129 oder 136 PS, die beide aus einer Mitsubishi-Lizenz stammen und demnächst auch mit einem Allradantrieb kombiniert werden können. Bei einer ersten kurzen Ausfahrt bringt der kleinere Motor den Wagen ganz flott auf Touren, immerhin schafft er laut Datenblatt 175 km/h, der Verbrauch soll bei 7,5 Litern liegen.

Das günstigste SUV auf dem Markt

Das Beste und für Viele sogar einzige Argument für den Ufo ist sein Preis: Denn für 15.990 Euro gibt es vergleichbare Fahrzeuge wie den Hyundai Tucson, den Kia Sportage oder den Daihatsu Terios auf dem Gebrauchtwagenmarkt nur mit hoher Laufleistung. Zudem zeigen sich die Chinesen ungewohnt spendabel: Wenn es den kleinen SUV demnächst auch als Viertürer und als Cabrio geben wird, will Schlössl alle drei Varianten zum Einheitspreis anbieten. Für Klimaanlage, MP3-Radio oder Kunstleder müssen Kunden aber zuzahlen.

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Nachbesserungen verzögern Ufo-Start

Eigentlich sollte der Ufo bereit verkauft werden. Doch die Markteinführung verzögerte sich, weil noch einmal an der Sicherheit nachgebessert wurde, sagt Schlössl. Die Karosserie sei an neuralgischen Punkten verstärkt worden, der Seitenaufprallschutz biete nun mehr Widerstand und die Airbags lösten schneller aus. ESP gibt es zwar nicht für den Ufo, doch angeblich soll es zügig nachgeliefert werden. Die ersten Kundenfahrzeuge werden auch ein bisschen anders aussehen als das Vorführmodell, bügelt Firmensprecherin Tatjana Podkatilow die Kritik am Vorführwagen ab. Die jetzt noch nachgerüsteten Kotflügelverbreiterungen sind dann ins Blech gepresst. Die Abdeckung im Lenkrad soll zeitgemäßer aussehen, und wo derzeit Holzimitate in allen Farben des Regenbogens schillern, als seien sie in Altöl eingelegt, gebe es künftig Plastik im Alulook.

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Weitere China-Modelle sollen folgen

Demnächst sollen Autotransportschiffe mit weiteren Neuheiten anlanden. Ein großer Geländewagen mit Anleihen beim Toyota Land Cruisers für etwa 25.000 Euro wurde bereits auf der Messe in Leipzig gezeigt. Ein Pickup ist auf dem Weg, und ein Transporter im Format des Fiat Ducato, der mit Bruttopreisen unter 20.000 Euro sparsame Gewerbetreibende locken soll, befinde sich derzeit in der Homologation - also der technischen Abnahme.

Smart-Kopie kommt verändert wieder

Auf dem Autosalon in Paris schließlich soll eine neue Mittelklassebaureihe Premiere feiern, die später als Kombi und Limousine zu Preisen um 17.000 Euro verkauft werden soll. Daneben kündigt Schlössl noch eine zweite Neuheit an, die etwas mehr Zündstoff birgt: Die zum Viersitzer aufgeblasene Smart-Kopie aus China nämlich, die auf der IAA in Frankfurt im vergangenen Herbst noch im letzten Moment zurückgezogen wurde. Ein vollwertiges Auto für weniger als 7000 Euro passe ideal in die Zeit, sagt Schlössl. Doch bevor es erneut Ärger mit dem Markenrecht, rudert Schlössl flugs zurück: Alle Ähnlichkeiten mit bekannten Fahrzeugen wurden vorsorglich beseitigt.

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