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So spannend ist der Tesla Roadster

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So spannend ist der Tesla Roadster

16.08.2008, 12:47 Uhr | Von Timo Bürger

Mit dem Tesla Roadster durch Hamburg (Foto: Timo Bürger t-online.de)Mit dem Tesla Roadster durch Hamburg (Foto: Timo Bürger t-online.de) Auf der Reeperbahn mittags um halb eins: Es regnet in Strömen. Ideale Bedingungen, um zu prüfen, wie sich Wasser und Strom vertragen. Wir haben den Elektro-Sportwagen Tesla Roadster durch St. Pauli gejagt - zugegebenermaßen mit Stoffdach.#

Foto-Show Mit dem Tesla Roadster durch St. Pauli
Foto-Show Der neue Elektro-Loremo
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Sattes Drehmoment

Über 6500 kühlbare Laptop-Akkus mit Lithium-Ionen-Technik liefern die Energie für den Elektroschocker. Der Vorteil des Elektromotors gegenüber einem konventionellen Antrieb: Das gesamte Drehmoment von 280 Newtonmeter steht nahezu verzögerungsfrei sofort zur Verfügung. Bis 13500 Umdrehungen ist alles im grünen Bereich. 300 PS Leistung lassen sich für Europa aus der Kofferbatterie gewinnen - 52 PS mehr als bei der amerikanischen Version.

Rein geht's raus wird es schwieriger

Wie nicht anders zu erwarten: Roadster sind keine Familien-Vans, im Inneren des nur 1,13 Meter hohen Sportwagens geht es also naturgemäß beengt zu. Dabei klappt das Einsteigen noch recht leicht. Gymnastische Grundkenntnisse sind beim Aussteigen nötig: Knie zusammen, Beine anwinkeln, 90-Grad-Drehung nach links, Bauchmuskeln anspannen und dann nach außen stemmen. Es geht.

Technische Daten Tesla Roadster

Leistung

Drehm.

Ladezeit

Reichweite

0-100 km/h

Vmax

Preis

300 PS

280 Nm

3,5 / 16 h

360 km

3,9 s

200 km/h

118.000 €

Alles im Blick

Hat der Fahrer im Cockpit Platz genommen, blick er auf ein übersichtliches Display: Drehzahlmesser, Tachometer - und ganz wichtig natürlich: die Akkuladeanzeige. Die schmale Mittelkonsole macht ebenfalls keinen Hehl daraus, dass wir in einem puristischen Roadster sitzen: Außer metallischen Drehreglern für die Heizungs- bzw. Lüftungseinstellung und dem Knopf für die Warnblinkanlage ist nur noch der Schaltknauf da.

Nüchtern und sachliches Innere

Und auch hier liebt es der Tesla Roadster nüchtern-übersichtlich: Nur drei Einstellung kennt das Automatikgetriebe: Vorwärts, rückwärts neutral. Weil der E-Motor seine komplette Kraft fast über das gesamte Drehzahlband liefert, bedarf es keiner weiteren Übersetzung. Der Fahrer muss also nur Gas bzw. Volt geben - und bremsen.

So flott kommt der Tesla aus dem Saft

Wir machen den Ampelstarttest auf der Reeperbahn - und tatsächlich: Tippt man aufs Gaspedal - Verzeihung Elektropedal - schießt der 1200-Kilogramm-Sportwagen wie ein Autoscooter auf AC/DC nach vorne. Kein Motor brüllt, kein Auspuff faucht, kein Reifen qualmt - nur ein leichtes Surren ist zu hören. Ein Blick in den Rückspiegel - ja stehen die Spurnachbarn noch immer? Nach zwei furiosen - aber emissionsfreien - Ampelstarts meldet die Reichweitenanzeige bereits: eine Minute weniger.

Fahren wie auf der Carrerabahn

Mit 450 Kilogramm lastet die koffergroße Akkuladung schwer auf der Hinterachse des Hecktrieblers - sehr zum Vorteil der Traktion. Selbst auf nassen Altonaer Kopfsteinpflaster verliert der Tesla Roadster nicht an Grip: Kein Schleudern, kein Ausbrechen. Der Elektrorenner saust wie am Schnürchen gezogen - wie ein Modellauto in der Spur einer Carrerabahn.

Federung noch akzeptabel

Überhaupt lässt sich der Wagen sehr komfortabel durchs Altonaer Einbahnstraßen- und Sackgassen-Gewirr dirigieren. Erstaunlich wenig hart ist das Fahrwerk ausgelegt. Sicher - die eine oder andere Unebenheit wird den Bandscheiben unmissverständlich mitgeteilt. Dennoch besteht keine Gefahr eines Schüttel- oder Schleudertraumas. Auch Kurven lassen sich präzise einlenken.

Bremsen und Verzögern

Die Verzögerung funktioniert einwandfrei: Nimmt der Fahrer den rechten Fuß vom Pedal, wird der Tesla prompt deutlich langsamer: Dank Bremsenergierückgewinnung stehen die Akkus auch wieder ein bisschen besser im Saft. Die Bremse müssen wir nur selten antippen. Wie das Gaspedal lässt sie sich sehr gut dosieren.

Nach 160.000 Kilometern ist (erst mal) Schluss

Für den Roadster verspricht Tesla eine Reichweite von etwa 365 Kilometern - dann muss der Wagen an die Steckdose. Etwa zehn Euro kostet die volle Ladung. Dreieinhalb Stunden an der Starkstromleitung - und der Roadster ist wieder randvoll "aufgetankt". An einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose sieht das Ganze dann freilich anders aus: Hier kann es 16 Stunden dauern, bis die Batterien wieder voll geladen sind. Nach 160.000 Kilometern sind die Akkus dann saft- und kraftlos. Für einige tausend Euro kann der Tesla-Fan dann ein neuwertiges Paket bestellen.

Voll funktionsfähig, aber (noch) teuer

Fazit: Endlich gibt es ein serienreifes, bestellbares Elektroauto. Der Tesla Roadster ist ein voll funktionierender, umweltfreundlicher Elektrosportwagen mit ansprechendem Äußeren, Alltagstauglichkeit und recht komfortablem Fahrverhalten - das alles steht auf der Habenseite. Auf der Sollseite steht die begrenzte Reichweite, die verhältnismäßig lange Ladezeit und der hohe Preis der Akkus.

Bald kommt der Tesla Roadster

Im Frühjahr 2009 soll der Tesla Roadster dann zu uns kommen - bereits jetzt hat Tesla eine Warteliste eingerichtet. Wir werden im Frühling wohl mehrere Tesla durch Hamburg surren sehen - und dann sicher auch als richtige Roadster: ohne Dach.

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