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Hybrid-Prototyp: VW Golf TwinDrive im Autotest

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Hybrid-Prototyp im Autotest  

VW Golf TwinDrive - Jetzt hat's gefunkt

04.09.2008, 16:09 Uhr | Tom Grünweg, Spiegel-Online

VW Golf TwinDrive: Hybridantrieb für die Zukunft (Foto: Volkswagen)VW Golf TwinDrive: Hybridantrieb für die Zukunft (Foto: Volkswagen) Elektroautos haben in der Pkw-Branche derzeit elektrisierende Wirkung. Plötzlich zaubern alle, so scheint es, ein E-Mobil aus dem Hut. Auch bei VW läuft jetzt ein Prototyp, der Elektromobilität serienreif machen soll. "Spiegel Online" fuhr bereits mit dem Golf TwinDrive.#

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Auch bei VW forscht man nun am Hybridantrieb

Es hat lange gedauert, aber nun ist auch VW in der Spur Richtung Elektromobilität. Ein Hybridauto soll in den nächsten Jahren debütieren, möglicherweise wird der SUV Touareg mit dieser Spritspartechnik ausgerüstet, doch was die Wolfsburger noch stärker vorantreiben, ist eine Hybridtechnik namens TwinDrive. "Darunter verstehen wir ein Konzept, dass einerseits komplett langstreckentauglich ist, andererseits aber das reine elektrische Fahren über eine Strecke von rund 50 Kilometern ermöglicht", erklärt Lars Hofmann, der Verantwortliche für das Projekt, das bislang einen Prototypen hervorgebracht hat, ab 2010 in einen Flottenversuch münden und schließlich, vermutlich im Jahr 2014, in der Serienproduktion umgesetzt werden soll.

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Golf TwinDrive äußerlich unspektakulär

Spiegel Online fuhr jetzt mit dem Prototypen. "Das Auto hat den Wert eines hohen, siebenstelligen Euro-Betrags", sagt Hofmann - doch äußerlich sieht der Golf V auf den ersten Blick völlig unspektakulär aus. Erst wenn man genauer hinsieht, entdeckt man an Front- und Heckschürze eingelassene Steckdosen und in den Hinterrädern Radnabenmotoren. Unter der Motorhaube warten weitere Überraschungen, denn dort ist neben einem Dieselaggregat ein weiterer Elektromotor untergebracht, dazu eine Ein-Gang-Kupplung und jede Menge Steuerelektronik. Und im Kofferraum liegt eine rund 150 Kilo schwere Lithium-Ionen-Batterie.

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Technische Daten VW Golf TwinDrive Prototyp

E-Motor

82 PS

Reichweite

50 km

Diesel-Motor

102 PS

Verbrauch

0 - 4,5 Liter

VMax elektrisch

120 km/h

Serienreife

2014


Rein elektrische Fahrt möglich mit dem Golf TwinDrive

Dieses Paket ermöglicht, vereinfacht gesagt, Folgendes: Im Idealfall fährt der Golf TwinDrive rein elektrisch und damit abgasfrei. Eine voll geladene Batterie liefert Energie für rund 50 Kilometer - das reicht für einen Großteil der Alltagsfahrten. Am Abend oder zwischendurch - auf dem Firmenparkplatz oder im Parkhaus zum Beispiel - kann der Akku wieder aufgeladen werden, sofern eine Steckdose oder ein ausreichend langes Verbindungskabel zwischen Steckdose und Auto vorhanden ist.

120 km/h Höchsttempo im Elektrobetrieb

Weil der Wagen aber auch einen Dieselmotor an Bord hat, lässt er sich auch im Hybridmodus bewegen. Denn immer wenn es schnell vorwärts gehen soll (rein elektrisch sind maximal 120 km/h möglich), wenn stark beschleunigt werden muss oder wenn die Batterieladung zur Neige geht, springt kaum merklich der Selbstzünder an und hilft beim Vorwärtskommen. Entweder lädt der Diesel dann über einen Generator die Batterie auf, wirkt über ein Ein-Gang-Getriebe direkt auf die Antriebsräder, oder er macht beides. Wann und mit welcher Wirkung der Verbrenner aktiv wird, regelt eine Steuerelektronik - und der Fahrer.

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Spritverbrauch liegt bei 0,0 - 4,5 Liter

Denn der kann über eine Taste im Cockpit zwischen reinem Elektro- und Hybridantrieb wählen. Und er kann zudem via Navigationssystem einstellen, nach welcher Strecke der Wagen das nächste Mal an eine Steckdose angeschlossen wird. Dann nämlich kümmert sich das Hybrid-Hirn darum, dass die vorhandene elektrische Energie in der Batterie bis zu diesem Punkt optimal eingesetzt und aufgebraucht wird. "So erreichen wir bei diesem Auto Verbrauchswerte von null bis 4,5 Liter je 100 Kilometer, abhängig von der Nutzung", sagt Hofmann.

Zukunftsauto schon ganz alltagstauglich

Der Golf TwinDrive fährt im Elektrobetrieb typischerweise sehr ruhig, wenn der Dieselmotor dazugeschaltet wird, ist kein Rucken zu spüren, und überhaupt funktioniert die Technik im Prototypen fast schon wie selbstverständlich. Gäbe es die vielen abrufbaren Grafiken und Anzeigen im Bordcomputer nicht - und nicht anstelle des Drehzahlmessers eine kW-Anzeige, die deutlich macht, wie viel elektrische Energie gerade eingesetzt oder beim Bremsen wieder zurückgewonnen wird -, man vergäße glatt, dass man in einem Zukunftsauto sitzt.

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Künftig mit TSI-Benzinmotor

Derzeit baut das Team um Lars Hofmann an den nächsten Prototypen, im Laufe des kommenden Jahres dann wird die Entwicklung der rund 20 Fahrzeuge beginnen, die dann im Flottenversuch eingesetzt werden. Dabei wird es sich um Kombi-Modelle des neuen Golf VI handeln, die dann nur noch einen 85 kW starken Elektromotor erhalten werden und keinen Diesel, sondern einen TSI-Benzinmotor. Zwei Jahre lang sollen Betriebe, Behörden und Privatleute in Berlin mit diesen Autos Alltagserfahrungen sammeln, als Partner sind beim "Flottenversuch Elektromobilität" unter anderem die Bundesregierung, der Stromkonzern E.on sowie weiter Firmen und Forschungsinstitute an Bord. Und dann?

2015 spätestens geht der TwinDrive in Serie

"Danach, also etwa 2014 oder 2015, wird die Twin-Drive-Technik wohl in Serie gehen", prophezeit Hofmann. Das klingt nach einer klaren Strategie, doch VW weiß, dass andere Autohersteller schon viel weiter sind mit der Entwicklung sogenannter Plug-in-Hybride. Toyota zum Beispiel hat angekündigt, in zwei Jahren das Hybridmodell Prius mit Steckdosenanschluss auf den Markt zu bringen.

VW will ein Universalkonzept

Woran liegt es, dass VW erst jetzt so richtig elektrifiziert ist? "Es ist schon so, dass in den vergangenen Jahren die Batterieentwicklung zugunsten der Brennstoffzellentechnik etwas vernachlässigt wurde", räumt Hofmann ein. Zudem sei ein wirklich brauchbares und dann auch verkaufbares Hybridauto nicht von heute auf morgen zu entwickeln. Hofmann: "Die Kunst besteht darin, ein Universalkonzept zu entwickeln. Kein Mensch würde einen VW akzeptieren, der nach 150 Kilometern rein elektrischer Fahrt erst einmal wieder aufgeladen werden muss." Mit dem TwinDrive aber könne die Elektrifizierung des Antriebs ein gutes Stück weiter vorangetrieben werden, glaubt der Chefentwickler. Jetzt hat es also auch bei VW gefunkt.


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