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Autotest VW Golf VI: So gut fährt der neue Golf wirklich

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Volkswagen  

Per Golf zu den Geysiren

12.09.2008, 10:26 Uhr

Neuer Golf in Fahrt (Foto: Volkswagen)Neuer Golf in Fahrt (Foto: Volkswagen) Bei der Ortswahl für Autopräsentationen beweisen die Hersteller bisweilen Phantasie. Mal werden ganze Dörfer in Südfrankreich gemietet, mal antike Prunkvillen in Italien zu Konferenzzentren umgebaut oder spanische Strände planiert, um dort ein neues Modell vorzuführen. All das ist ein Klacks gegen das Spektakel, das jetzt VW veranstaltet: Ausgerechnet auf Island haben die Niedersachsen für die Premiere des Golf VI eine imposante Bühne gebaut. Handwerkerkolonnen zimmerten dort in den vergangenen Wochen eine Miniaturausgabe der Wolfsburger Autostadt in die Lavaberge zwischen Blauer Lagune und Geysir.

Foto-Show VW Golf VI auf Testfahrt
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Viel Aufwand für den neuen Golf

80 Testwagen und mindestens die gleiche Anzahl Begleit- und Shuttlefahrzeuge wurden auf die Vulkaninsel im Nordatlantik geschafft. Vier Wochen lang wird nun auf dem kargen Eiland Premiere gefeiert, Journalisten aus rund 50 Ländern werden kommen. Der Aufwand ist immens - doch VW erscheint das Brimborium absolut gerechtfertigt. Schließlich geht es in der neuerrichteten VW-Villa von der Größe einer Grundschule nicht um irgendein Auto - sondern in der hauseigenen Lesart um das Auto schlechthin: den neuen Golf.

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"Das ist der beste Golf aller Zeiten"

Nach mehr als 30 Jahren und mehr als 26 Millionen verkauften Exemplaren rollt in diesen Tagen die sechste Generation des Bestsellers in den Handel und will alles noch besser machen als die fünf Vorgänger. "Das ist der beste Golf aller Zeiten", tönt Vorstandschef Martin Winterkorn. Das erkenne man im geschärften Design und dem edleren Innenraum ebenso wie an den sparsameren Motoren und den vielen neuen Ausstattungsdetails, die den Preis des Königs der Kompaktklasse freilich schnell in andere Sphären katapultieren.

Maßvoller Preisanstieg

Immerhin hat VW an der Basis Maß gehalten und beim Einstiegstarif von 16.500 Euro im Vergleich zum bisherigen Modell lediglich 200 Euro aufgeschlagen. Dafür sind jetzt zum Beispiel sieben Airbags und ein weiterentwickeltes ABS an Bord. Doch mit einem stärkeren Motor und ein paar Kreuzchen in der langen Liste mit den Extras wird gegen den neuen Golf selbst manche Passat-Variante zu einem Schnäppchen.

Zurückhaltendes Design

Das Design wiederum zeugt von der Rückbesinnung auf die Wertigkeit. Anders als der erste Entwurf für Generation sechs, der noch unter der Regie des mittlerweile geschassten Markenchefs Wolfgang Bernhard gezeichnet und mit dem Führungswechsel in Wolfsburg als zu vorlaut und zu überzeichnet verworfen wurde, wirkt der jetzt in Rekordzeit neu entstandene Golf VI zurückhaltend. Dass der Neue kein Hingucker-Auto geworden ist, stört Designchef Klaus Bischoff nicht. "Vielleicht drehen sich heute nicht ganz so viele Leute fasziniert danach um. Aber dafür wenden sich später auch nicht so viele gelangweilt ab", sagt er.

Im Innenraum spürt man die Liebe zum Detail

Im Innenraum finden sich viel dunkler Lack, warme Oberflächen und kühles Metall, wodurch der Golf beinahe zum Passat CC aufschließt. Man erkennt viel Liebe zum Detail: So trägt der Lichtschalter just in der Griffmulde eine Chromplakette, der Flaschenöffner in der Mittelkonsole ist jetzt gummiert. Nur an den Platzverhältnissen ändert sich beim Generationswechsel nichts. Weil der neue Golf unterm Blech ganz der alte ist, bleibt es bei 2,58 Metern Radstand, 4,20 Meter Länge und dem gewohnten Bewegungsraum in beiden Sitzreihen. Auch der Kofferraum fasst unverändert 350 Liter.

Extrem gute Figur

"Die Qualitäten des Golf soll man vor allem beim Fahren spüren", sagt Winterkorn. Das kann man auf Island in der Tat gut testen. Auf den oft ruppigen Straßen der Insel macht der Wagen eine extrem gute Figur. Obwohl der Asphalt rau ist und der Wind pfeift, herrscht im Innenraum Stille. Das ist ein Resultat neuer Scheiben mit einer zusätzlichen Dämmschicht, im Windkanal optimierter Spiegel, zusätzlicher Schallschutzmatten und neuer Flüsterreifen.

Abschied von Pumpe-Düse-Technik

Und es ist auch ein Verdienst der neuen Dieselmotoren, die jetzt zum Einsatz kommen. Denn auch der Golf verabschiedet sich von den Pumpe-Düse-Naglern. Jetzt gibt es neben den vier Benzinern mit 80 bis 160 PS zwei kultivierte Commonrail-Diesel, die kaum mehr zu hören sind. Beide verfügen über zwei Liter Hubraum und kommen auf 110 oder 140 PS. Später sollen eine sportliche 170-PS-Version und eine sparsame 90-PS-Variante folgen.

Altes Fahrwerk - auf Wunsch elektronisch aufgepeppt

Obwohl der Golf auf der alten Plattform steht und die Achsen des Vorgängers nutzt, fährt er jetzt besser - zumindest wenn man für Preise ab 925 Euro das DCC-Fahrwerk bestellt. Dann passen die Dämpfer ihre Härte in wenigen Sekundenbruchteilen den Straßenverhältnissen an, und es lässt sich per Knopfdruck der Charakter des Fahrwerks verändern. Mal federt der Wagen weich und komfortabel, mal gibt er mit mehr Härte den Kompaktsportler.

Golf VI ist sparsamer geworden

Auch sparsamer ist der Golf geworden, um bis zu 28 Prozent wurde der Verbrauch gedrückt. Besonders stolz ist VW-Chef Winterkorn auf den Basis-Diesel, der mit 4,5 Litern Durchschnittsverbrauch punktet. "Dieser Motor zeigt, dass sich Fahrspaß und Effizienz nicht ausschließen."

BlueMotion-Modell wird kommen

Trotzdem ist das den Entwicklern nicht genug. Neben dem Golf TwinDrive mit Hybridantrieb zeigen sie auf Island bereits das neue Blue-Motion-Modell, das binnen Jahresfrist antreten soll. Mit Start-Stopp-Automatik, Bremsenergie-Rückgewinnung, reduziertem Luft- und Rollwiderstand und einem sparsamen Dieselmotor knackt er die Vier-Liter-Marke. "Wir planen 3,8 Liter und einen CO2-Ausstoß von 99 Gramm pro Kilometer", sagt Entwicklungs-Vorstand Ulrich Hackenberg. Zugleich dreht VW die Leistungsschraube munter weiter: Auf dem Autosalon in Paris Anfang Oktober wird schon der neue Golf GTI gezeigt.

Manchmal nerven die Wolfsburger mit ihrem Golf-Hype

Der demonstrative Stolz und das beinahe arrogante Selbstvertrauen der Wolfsburger Führungsriege gehen dem Gast der Golf-Präsentation zwar schnell auf die Nerven. Doch die Herren Winterkorn, Hackenberg und Co. haben nicht ganz zu Unrecht Oberwasser. Man kann es drehen und wenden wie man will, am neuen Golf gibt es kaum etwas aus zusetzen.

Warum Island?

Ob es für diese Erkenntnis einer Reise bis beinahe ans Ende der Welt bedurft hätte, muss jedoch bezweifelt werden. Warum Island, wo schlechter Asphalt, Schotterstraßen und ein Tempolimit von 90 km/h den Fahrspaß drastisch bremsen? Konzern-Designchef Walter de Silva nennt das reine Licht auf Island als Grund, das die klaren Formen des Golf zu gut zur Geltung bringe. Für die Öffentlichkeitsarbeiter war es offenbar vor allem die tolle Szenerie, durch die der Golf auf allen Filmen und Fotos rollt. Und die Logistiker führen an, dass es bei 50 teilnehmenden Ländern fast schon egal sei, ab man die Italiener nach Reykjavik oder die Isländer nach Rom fliege.

Isländer fahren auf Toyota ab

Vielleicht hat die Wahl des Ortes aber auch einen ganz anderen Grund: Anders als in Remscheid oder Regensburg ist ein Golf in Reykjavik tatsächlich etwas Besonderes. Schließlich ist die Golf-Dichte auf Island etwa so groß wie hierzulande die Dichte an Vulkanen oder Gletschern. Auf Island verkauft sich der Toyota Land Cruiser besser als der Golf - in welchem Land gibt es das sonst noch?

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