Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Fahrberichte >

BMW: BMW 7er überzeugt mit Laufruhe und Sparsamkeit im Autotest

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

BMW  

Ein Statement aus München

22.09.2008, 10:19 Uhr | Tom Grünweg

Der neue 7er BMW (Foto: auto-reporter.net)Der neue 7er BMW (Foto: auto-reporter.net) BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger lässt keine Zweifel aufkommen. "Ein 7er muss ein Statement sein." Wenn BMW ein neues Flaggschiff ins Rennen schickt, soll sich das Auto nicht verstecken. Schlank, unauffällig, dezent – das sind Adjektive, die nicht zur Oberklasse passen. Stattdessen schwärmt Designchef Chris Bangle von der skulpturalen Statur, den ausgeprägten Muskeln und dem breiten Stand, wenn er über die fünfte Auflage des Oberklasse-Modells spricht, die nach der Publikumspremiere auf dem Pariser Autosalon zu Preisen ab 69.500 Euro in den Handel geht.

Foto-Show Das ist der neue BMW 7er
Foto-Show Alle Neuheiten auf dem Pariser Autosalon
Auto-Video Neuer BMW 7er
Gebrauchtwagen-Tipp BMW 7er
Foto-Show Die Baureihen von BMW
Alle BMW-News

Sagen Sie Ihre Meinung zum neuen BMW 7er! Am Textende finden Sie ein Kommentar-Feld. Einfach einen (Spitz-)Namen eintragen, Text eingeben - und absenden.

Deutlich harmonischer

An Selbstbewusstsein also mangelt es nicht. Das Design des Autos ist zwar nicht sonderlich einfallsreich. Aber es ist deutlich harmonischer und weniger provokant als das des vorherigen 7er Modells, dass viele BMW-Fans verschmähten. Und die Technik ist auf der Höhe der Zeit – oder ihr vielleicht sogar ein bisschen voraus.

Aktuelle Meldungen Autogramm

Kein Öko-Auto, aber leichter

Das zwei Tonnen schwere Dickschiff ist natürlich kein Öko-Auto. Dennoch ist der Wagen die momentan wohl sparsamste und intelligenteste deutsche Luxuslimousine. So haben die Ingenieure das Gewicht mit Hilfe von Aluminium in Türen und Dach um mehr als einen Zentner gedrückt, und sie haben in den Effizienzbaukasten gegriffen und Lösungen für eine aktive Aerodynamik, die bedarfsgerechte Steuerung von Nebenaggregaten und die Rückgewinnung von Bremsenergie (Rekuperation) eingebaut.

Foto-Show Mercedes-Benz S400 BlueHybrid
Foto-Show Lexus LS 600h

Motoren sind sparsamer geworden

Leistung rauf, Verbrauch runter war die Devise; bei einzelnen Motorvarianten wurde der Spritdurst um immerhin zwölf Prozent reduziert. Der 730d ist mit 7,2 Litern je 100 Kilometer zufrieden, der 740i als sparsamster Benziner kommt auf 9,9 Liter. "Sparsamer kann man in diesem Segment nicht fahren", sagt Projektleiter Johann Kistle. Sobald die 7er-Hybrid-Modelle kommen, dürften die Verbrauchswerte nochmals sinken.

Technische Daten BMW 7er

Modell

740i

750i

730d

Motor

6-Zylinder
Twin Turbo

V8 Twin Turbo

6-Zylinder
Twin Turbo

Leistung

326 PS

407 PS

245 PS

Hubraum

3,0 Liter

4,4 Liter

3,0 Liter

0-100 km/h

5,9 s

5,2 s

7,2 s

V-Max

250 km/h

250 km/h

250 km/h

Verbrauch

9,9 l Super

11,4 l Super

7,2 l Diesel

CO2

232 g

266 g

192 g

Preis ab

75.500 Euro

90.000 Euro

69.500 Euro

Kultivierter Diesel im BMW 730d

Dass der 7er sparsam ist, kann man am Bordcomputer ablesen oder an der Zapfsäule. Wie dynamisch er fährt, merkt man schon nach ein paar Kilometern. Selbst der Diesel, trotz 245 PS deutlich schwächer als der Benziner im 740i (326 PS) und der 407 PS starke V8 im 750i, hat genügend Dampf, um dem Auto ordentlich Beine zu machen: Wunderbar leise und kultiviert schiebt er die Fuhre mit 540 Newtonmeter maximalem Drehmoment vehement nach vorn und lässt mit einem Sprintwert von 7,2 Sekunden manch sportliches Mittelklassemodell stehen. Nicht schlecht für das preisliche Einstiegsmodell dieser Baureihe.

Neues Fahrwerk mit elektronischer Dämpferverstellung

Wichtiger als der Motor ist für das dynamische Fahrgefühl das neue Fahrwerk mit elektronischer Dämpferverstellung, die auch mit der Lenkung, der Getriebesteuerung und den Assistenzsystemen verknüpft ist und in vier Stufen geschaltet werden kann. Neben einer neutralen Standardstellung gibt es auch den betont komfortablen Modus sowie zwei ungewöhnlich harte und bestimmte Sporteinstellungen mit zum Teil deutlich erweitertem Toleranzbereich der elektronischen Schutzengel.

Handlich und agil

Solche Lösungen gibt es zwar - weniger fein und umfangreich - auch schon in Autos wie dem neuen VW Golf. Doch was den 7er aus der Masse heraus hebt, ist die Option auf eine weiterentwickelte Aktivlenkung. Weil dabei nun auch die Hinterräder minimal eingeschlagen werden, wirkt der Wagen beim Rangieren und auf kurvigen Landstraßen so handlich und agil wie ein 5er BMW. Auf der Autobahn dagegen fährt die Limousine nun noch gelassener und lässt sich kaum mehr beunruhigen.

Viele elektronische Helfer

Zur Seite steht dem 7er-Fahrer ein Bataillon elektronischer Helfer: Kameras helfen beim Rangieren und beim Einbiegen in den fließenden Verkehr, Sensoren überwachen den toten Winkel und führen unaufmerksame Lenker durch eine dezentes Zittern im Lenkrad zurück auf die Ideallinie, und das Nachtsichtsystem warnt nun erstmals vor Fußgängern, die bei Dunkelheit den Weg kreuzen.

Ein Heer von Schaltern und Knöpfen

An Bord genießt man eine ausgesprochen ruhige und gelassene Atmosphäre. Wo Mercedes in der S-Klasse die Noblesse eines Clubsalons anklingen lässt und Audi im A8 auf die kühle Klarheit einer Lounge setzt, bleibt der Fahrer im 7er in der Kommandoposition und blickt – iDrive hin, Sprachbedienung her – auf ein Heer von Schaltern, Knöpfen und Monitoren.

iDrive ist flinker geworden

Gaben die allerdings beim Vorgänger bisweilen noch Rätsel auf, klappt jetzt alles wie selbstverständlich. Auch der Schalthebel sitzt jetzt wieder auf dem Mitteltunnel, die Sitzverstellung findet man wieder auf Anhieb, und per Direktwahltasten des iDrive-Bediensystems geht es so flink durch das aufgeräumte Menü, das man jetzt sogar beim Ampelstopp ins Internet findet.

Ein wenig der Welt entrückt

Ob hinter dem Lenkrad oder im geräumigen Fond – schon nach wenigen Kilometern fühlt man sich im 7er ein wenig der Welt entrückt. Ein gutes Gefühl für die Fahrbahn bleibt zwar. Doch wie in Watte gepackt und auf Federn gebettet, geht der Kontakt zur Außenwelt alsbald verloren. Selbst das Gefühl für die Geschwindigkeit bleibt auf der Strecke: Gut, dass es dafür ein Assistenzsystem gibt, das Geschwindigkeitsbegrenzungen lesen und den Fahrer regelmäßig ans Tempolimit erinnern kann. Ansonsten wäre das Vergnügen womöglich schnell vorbei.

Fazit BMW 730d

Einsteigen: ...weil der 7er ein souveräner Gleiter ist, den man als Diesel sogar mit einem halbwegs guten Gewissen bewegen kann. Aussteigen: ...weil das Design nur geglättet, nicht erneuert wurde, und weil Hybrid oder Achtgangautomatik noch auf sich warten lassen Umsteigen: ... aus Mercedes S- Klasse und Audi A8. Aber auch für Fahrer des Lexus LS oder VW Phaeton ist der 7er interessant.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 


Anzeige
shopping-portal