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VW Passat R36: Powerplay für Papi

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VW Passat R36  

Powerplay für Papi

26.09.2008, 10:36 Uhr | Tom Grünweg

300 PS bringen den VW Passat mächtig in Fahrt (Foto: Volkswagen)300 PS bringen den VW Passat mächtig in Fahrt (Foto: Volkswagen) Es hat zwar ein bisschen länger gedauert - doch jetzt ist es so weit: Gut anderthalb Jahre nach der Premiere auf der Motorshow in Essen steht der Passat R 36 seit wenigen Wochen tatsächlich bei den Händlern. Als "stärkster Passat aller Zeiten" passt er zwar nicht zur aktuellen Stimmungslage, doch wer die Klimasorgen für ein paar Stunden auszublenden vermag, wird Zeuge einer faszinierenden Verwandlung. Denn aus der ebenso verlässlichen wie langweiligen Familienkutsche wird unter den kundigen Händen der Individualsparte der Niedersachsen ein Sportwagen, mit dem Papi das Powerplay üben kann.

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Fixer Sprinter

Ganz so weit wie die Audi Quattro GmbH, die M-Abteilung von BMW oder Mercedes-AMG gehen die Wolfsburger Krafttrainer zwar nicht. Doch immerhin steckt unter der Haube jetzt ein 3,6 Liter großer V6-Motor, dem eine Benzindirekteinspritzung 300 PS entlockt. Damit beschleunigt die Limousine in 5,6 Sekunden auf Tempo 100 und wird so zum schnellsten Sprinter im VW-Programm. Golf GTI, Scirocco oder Phaeton - sie alle brauchen etwas länger für den Standardspurt. Allerdings läuft auf der Überholspur am Ende wieder alles zusammen. Denn vernünftigerweise werden alle flotten VW bei 250 km/h abgeriegelt.

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Passat bleibt harmonisches Auto

Eindrucksvoller als der kräftige Anzug und die hohe Endgeschwindigkeit der Limousine ist allerdings, dass die Leistung nicht aufgesetzt und pubertär wirkt. Der Passat R 36 bleibt ein harmonisches Auto, das jetzt eben ein wenig kehliger klingt, ein bisschen härter gefedert ist – und die Kurven etwas schneller nimmt.

Für die Landstraße gemacht

Für Handlungsreisende auf Langstrecken gibt es sicher komfortablere Autos. Doch auf der Landstraße hat noch kein Passat so viel Spaß gemacht wie der R 36. Dafür sorgt vor allem der Allradantrieb, der den Wagen nicht nur sicher auf Spur hält, sondern die üppige Kraft zielsicher auf den Asphalt bringt. Dafür sorgt auch das sechsstufige Doppelkupplungs-getriebe (DSG), das die Gänge wunderbar feinfühlig wechselt und die Passagiere nicht mit lästigem Schaltrucken behelligt.

Der Blick auf die Tankuhr kann weh tun

Natürlich folgt nach jeder Kehre, aus der man im Passat R 36 sahnig heraus beschleunigen kann, ein Stich ins Gewissen. Denn dann schnellt der Momentanverbrauch rasch auf mehr als 20 oder 30 Liter hoch; als Mittelwert zeigt der Bordcomputer horrende 16 oder 17 Liter an. Immerhin spendet der Blick ins Datenblatt bescheidenen Trost: Wer halbwegs vernünftig fährt und sich weitgehend zügeln kann, der kommt im Normzyklus mit 10,5 Liter klar

Optik optimierungsfähig

Neben dem stolzen Preis von 45.100 Euro für die Limousine und 46.400 Euro für den Kombi - ist das Aussehen einer der wenigen Schwachpunkte des Passat R 36. Denn von außen wirkt der Bolide mit dem mattierten Kühlergrill, den etwas weiter geöffneten Lüftungsschlitzen und dem kleinen Flügelchen auf dem Heckdeckel fast schon bieder. Gut, dass es wenigsten serienmäßig Bi-Xenon-Leuchten, abgedunkelte LED-Bremslichter und die blauen Bremssättel gibt. Sonst würde man den Über-Passat womöglich mit einem billig getunten Dieselmodell verwechseln.

Poliertes Aluminium im Inneren

Innen wiederum haben es die Individualdesigner beinahe übertrieben. Denn überall auf der Instrumententafel funkelt jetzt poliertes Aluminium im Muster "engine spin", das an alte Eisenbahnwagen aus dem Nahverkehr, die sogenannten Silberlinge, erinnert. Während die weiße Instrumentenbeleuchtung, das Sportlenkrad, die Alu-Pedalerie und vor allem die engen bequemen Sportsitze gefallen, stören diese Zierleisten eher als dass sie schmücken.

Ein Verkaufsschlager wird der Passat R36 wohl nicht

Politisch korrekt ist ein Auto wie der Passat R 36 natürlich nicht. Doch immerhin baut VW gleichzeitig den Passat Blue Motion und drückt den Verbrauch bei diesem Modell um mehr als die Hälfte. Da wirken dann auch Extravaganzen wie der R 36 nicht deplaziert - zumal die Stückzahlen bei dem Preisniveau kaum in den Himmel wachsen werden.

Schnellcheck VW Passat R 36

Einsteigen: ... weil mit 300 PS selbst die langweiligste Familienkutsche zum Freudenspender wird. Aussteigen: ... weil kein Mensch so viel Leistung in einer Limousine braucht. Und wenn schon, dann sollte man es dem Auto auch ansehen. Umsteigen: ... aus Opel Vectra OPC oder einem gebrauchten Modell von Mercedes- AMG, Audi Quattro oder der BMW M GmbH.

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