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Nissan: Luxusmodell Infiniti EX 37 kommt nach Europa

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Infiniti  

Mühsamer Start in der Alten Welt mit dem EX 37

17.10.2008, 14:06 Uhr | Tom Grünweg, Spiegel-Online

Luxus-Ableger von Nissan: Infiniti EX 37 (Foto: Infiniti)Luxus-Ableger von Nissan: Infiniti EX 37 (Foto: Infiniti) Keine Spritspartechnik, keine Diesel, keine Bekanntheit - aber Preise wie BMW und Audi: Marktbeobachter glauben, dass der Europa-Start der Nissan-Luxusmarke Infiniti ziemlich unrühmlich werden könnte. Immerhin fährt der Hoffnungsträger EX 37 so flott wie er aussieht.#

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Foto-Show Das bringt Infiniti nach Europa

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Infiniti kommt jetzt nach Europa

Zwei Jahre nach der lautstarken Ankündigung auf dem Autosalon in Genf kommt die noble Nissan-Schwester Infiniti nach Europa. Ähnlich wie der Toyota-Ableger Lexus soll sich die vor rund 20 Jahren für den US-Markt gegründete Luxussparte jetzt auch diesseits des Atlantiks etablieren. Zittern wird deswegen bei BMW, Mercedes oder Audi wohl niemand. Zu unbekannt ist die neue Premium-Marke auf Fernost, zu kläglich ihr Vertriebsnetz.

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Schwere Start für Nissans Luxus-Tochter

In der Schweiz, Frankreich und Spanien startet der Infiniti-Verkauf dieser Tage; in Deutschland müssen sich Interessenten bis Herbst 2009 gedulden. Dann sollen voraussichtlich sechs Infiniti-Center in Hamburg, Berlin, Stuttgart, Frankfurt, München und dem Ruhrgebiet öffnen. Deutschlandchef Jürgen Schmitz scheint über diese Verzögerung nicht unglücklich. "Es gibt sicher bessere Zeiten, um eine Marke zu etablieren", sagt er mit Blick auf Finanzkrise und CO2-Diskussion. "Da kommen uns die zwölf Monate ganz recht, bis dahin sieht die Welt vielleicht schon wieder ganz anders aus."

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Fünf Modelle hat Infiniti im Angebot

Infiniti wird fünf Modelle im Angebot haben: G 37 Limousine, Coupé und Cabrio sowie die Geländewagen EX und FX. Schmitz: "Natürlich ist der große FX die Ikone unserer Marke und auch in Deutschland das bekannteste Modell. Aber die größten Chancen rechnen wir uns mit dem EX aus." Denn mit sportlichem Design, schlanker Silhouette und einem halbwegs kompakten Format von 4,64 Metern Länge gehört die japanische Antwort auf den Audi Q5 in ein Segment, das nach Ansicht vieler Marktbeobachter weiter wachsen wird.



EX 37 mit schlanker Karosse

Wie alle Infinitis will auch der rund 46.000 Euro teure EX 37 mit dem Design punkten: fließenden Formen, lange Motorhaube und flaches Dach. Trotz der vier Türen wirkt das Auto beinahe wie ein Coupé. Die Zeche für die elegant-schlanke Form zahlen allerdings die Passagiere: Vorne kann man die leicht gedrungene Sitzposition noch als sportlich bezeichnen, auf der Rückbank wird es eng. Auch das Gepäckabteil ist mit 340 Litern kein Raumwunder – zumal die Ladekante hoch ist und die Luke schmal.

SUV fährt wie ein Sportwagen

In Fahrt bringt den EX 37 ein V6-Motor mit – der Name deutet es an – 3,7 Litern Hubraum, der es auf 320 PS und 360 Nm bringt. Das Aggregat ist angenehm kultiviert und wird von Infiniti mit einer siebenstufigen Automatik kombiniert. Die Kraft reicht, um den 1,9 Tonnen schweren Allradler unter kehligem Fauchen binnen 6,4 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen und ihn weiter bis auf 240 km/h zu treiben. Das Auto fährt überraschend sportlich, denn anders als die US-Modelle erhalten die für Europa gedachten Infiniti-Exemplare eine strammere Fahrwerksabstimmung, stärkere Bremsen und eine direkter ausgelegte Lenkung. Deren Zusammenspiel wurde bei Autobahn-Tests und auf der Nordschleife des Nürburgrings perfektioniert.

Kein Diesel, keine Spritspartechnik

Trotzdem ist der Wagen noch nicht so ganz in Europa angekommen. Spritspartechnik, wie sie BMW einbaut, können die Japaner ebenso wenig bieten wie einen Dieselmotor, der in diesem Segment mindestens zwei Drittel der Zulassungen ausmacht. Stattdessen weist das Datenblatt einen Verbrauch von 11,2 Litern aus, und der Bordcomputer packt locker zehn Prozent drauf – zeitgemäß ist das nicht. Deshalb hofft Infiniti-Manager Schmitz auf den 240-PS-Dieselmotor aus dem Renault Laguna, der 2010 im EX erhältlich sein soll. Auch eine Hybridversion ist geplant – auch da wird man wohl erst 2010 mehr wissen.

Infiniti will Super-Service bieten

Beim Preis orientiert sich Infiniti am Vorbild BMW. Produktmanager Mathieu Lenglin sagt: "Auf dem Papier liegen wir auf BMW-Niveau oder sogar ein wenig darüber. Doch in unseren Autos steckt mehr drin." In der Tat ist die Liste der Serienausstattung lang und die der Extras kurz. Im Rennen um die Gunst der Kunden setzt Infiniti auf Dienstleistungen. "Wir wollen auch einen einzigartigen Service bieten", sagt Schmitz. Die Händler erinnern eher an Boutiquehotels als an ein Autohaus, konfiguriert werden die Wagen nicht per Prospekt, sondern mit einem Monitor im XXL-Format. Und bei Reparaturen wird das Fahrzeug in einem Umkreis von 250 Kilometern abgeholt und danach wieder nach Hause gebracht. "Bei uns ist jeder Kunde ein VIP und wird auch so behandelt", verspricht Schmitz.

Experte sieht Infinitis Europa-Start skeptisch

Wie viele Autos Infiniti in Deutschland verkaufen will? "Wir wollen uns nicht unter Volumendruck setzen", wiegelt Schmitz die Frage ab. Glaubt man Experten wie Marktforscher Ferdinand Dudenhöffer, sind die Chancen eher gering. "Nach der Markenstärke liegt Infiniti irgendwo zwischen Cadillac und Acura", sagt er. Acura habe auf das Europa-Experiment mit Recht verzichtet, obwohl die Marke mehr zu bieten hätte als Infiniti. "Und was ist aus dem Cadillac-Relaunch in Europa geworden?" fragt Dudenhöffer. "Die großen Worte beim Europa-Start von Cadillac und die jämmerlichen Verkäufszahlen zeigen ja, wie schwer es ist, im Premium-Segment Fuß zu fassen."

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