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Gallardo LP 560-4: Der Lamborghini im Alltagstest

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Lambo im Alltagstest  

Sprudel shoppen mit dem Dröhn-Lamborghini

04.11.2008, 12:20 Uhr | Jürgen Pander

Wie schlägt sich der Gallardo im Alltag? (Foto: Lamborghini)Wie schlägt sich der Gallardo im Alltag? (Foto: Lamborghini) Der Motor kräftig, die Leistung absurd - selbst unter Supersportwagen ist der Lamborghini Gallardo LP 560-4 ein Extremist. Aber wie gut schlägt sich der Macho-Racer im Auto-Alltag, im Parkhaus, vor dem Supermarkt, mit Babysitz? Spiegel Online hat's ausprobiert. #

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Drei ungewöhnliche Schalter für wichtige Manöver

An diese drei Tasten im Lamborghini-Cockpit muss man sich erst gewöhnen: Links unterhalb des Lenkrads sitzt ein runder Knopf, mit dem der Rückwärtsgang eingelegt wird. In der Mitte der Armaturentafel befinden sich zwei weitere ungewöhnliche Schalter. Mit dem einen lässt sich die Frontpartie des Wagens um rund fünf Zentimeter anheben. Das ist sinnvoll, wenn man zum Beispiel eine Parkhausrampe hinauffahren möchte ohne den Frontspoiler abzuschmirgeln - davon später mehr. Die andere Taste dient eher der Unterhaltung: Mit ihr lässt sich die Rückfahrkamera aktivieren, auch wenn man gar nicht rückwärts fährt. Auf Autobahnen ohne Geschwindigkeitslimit lassen sich so erstaunliche Perspektiven einfangen. Aber darum ging es uns nur am Rande.

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Zwei Kisten Limo passen nicht in den Lambo

Denn die mögliche Höchstgeschwindigkeit (325 km/h) oder den katapultartigen Antritt (0-100 in 3,7 Sekunden) hat Spiegel Online nicht ausprobiert. Die Statistiken glauben wir einfach der Firma Lamborghini, denn für solche Exzesse werden Autos wie der Gallardo LP 560-4 ja gebaut. Für den profanen Autoalltag jedoch sind die Werte ohne Belang. Was nutzen 560 PS, wenn man nicht einmal zwei Kisten Limo transportieren kann; und wie lächerlich wird das verwegene Design, wenn man am Parkautomaten extra aussteigen muss, um ein Ticket zu ziehen, weil der Fensterschlitz zu klein ist.

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Alltagstest im Gallardo LP-560-4

Spiegel Online unterzog den Supersportwagen einem rigorosen Alltagstest. Und siehe da: Manches klappte ausgerechnet mit dem Lamborghini Gallardo überraschend gut. In Fachkreisen gilt der Wagen als durchaus alltagstauglich. "Für einen unserer Kunden ist das Auto der Wintersportwagen", sagt Karl Westendorff, Verkäufer bei Lamborghini Hamburg im Autohaus Tamsen. "Der fährt im Sommer Porsche und Ferrari, aber sobald es kalt wird, steigt er auf den Gallardo um." Warum? "Weil der Allradantrieb hat und weil es spezielle Pirelli-Winterreifen für die 19-Zoll-Räder gibt", erklärt Westendorff. Einen Ski-Dachträger gibt es allerdings nicht. Dafür aber ein maßgeschneidertes Gepäckset, mit dem sich der Kofferraumschacht unter der Vorderhaube optimal nutzen lässt. Wer allerdings beim Getränkemarkt einkaufen möchte, muss bescheiden bleiben: mehr als eine Kiste und ein paar lose Flaschen lassen sich im Lambo nicht transportieren.

Keine Ablageflächen im Innenraum

Keine Probleme dagegen gibt es mit konventionellen Waschstraßen. Gottseidank, denn ein Auto dieses Kalibers muss einfach immer picobello sauber sein - erst recht, wenn es im schillernden Farbton "bianco canopus" lackiert ist. Hilfreich ist bei der Waschstraßenfahrt, dass sich die zackig geformten Außenspiegel per Knopfdruck einklappen lassen, denn mit 1,90 Meter ist die Karosserie auch ohne die Spiegelausleger breit und unübersichtlich genug, um den ungeübten Fahrer ins Schwitzen zu bringen. Am Drive-in-Schalter einer Imbisskette wurde es abermals hitzig. Die Verständigung durch die Fensterscharte klappte noch gut, doch die große Cola ohne Eis aber mit Strohhalm passte nur knapp durch den komplett geöffneten Spalt. Danach wurde es richtig kompliziert, denn im Gallardo gibt es praktisch keine Ablagemöglichkeiten außer den eigenen Oberschenkeln. Der einzige Getränkehalter ist aufgrund der ergonomisch absurden Posititon (hinter dem rechten Fahrer-Ellenbogen auf dem Mitteltunnel) so gut wie unbrauchbar.

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Kindersitzeinbau klappt nach einigen Mühen

Essen auf Rädern ist also nichts, wodurch sich der Gallardo auszeichnet. Dafür klappt der Kindersitzeinbau gut. Wer tatsächlich den Nachwuchs mitnehmen möchte, sollte das Abschalten des Beifahrerairbags (Pflicht bei einer nach hinten gerichteten Babayschale) dort vornehmen, wo keiner zuguckt. Denn es muss von außen betrachtet ziemlich behämmert aussehen, wenn ein Erwachsener auf Knien in den Handschuhfach-Eingeweiden des Gallardo herumfingert, wo sich der Airbag-Knopf verbirgt.

Parkhaus - Aussteigen für das Ticket

Im Leben eines Lamborghini-Fahrers findet Parkplatzsuche vermutlich normalerweise nicht statt. Wer ein Auto zum Grundpreis von 173.740 Euro kauft, sollte sich Valet-Parking leisten können. Wir lotsten den Gallardo dennoch in ein Parkhaus. An der Schranke bleibt einem die Schmach nicht erspart, auszusteigen und das Ticket aus dem Automaten zu ziehen, während der Hintermann im Renault Twingo fröhlich feixt.

Niveauregulierung hebt den Lambo fürs Parkhaus an

Dann aber folgt die Lambo-Show, denn auf Knopfdruck lupft die Niveauregulierung an der Vorderachse (Aufpreis 2500 Euro) den Flachmann weit genug an, um die Rampe bis nach ganz oben kratzerfrei befahren zu können. So etwas bietet kein anderer Sportwagen, und es zeigt, dass bei Lamborghini Menschen arbeiten, die noch nicht vergessen haben, dass es so etwas wie Auffahrten, Gehwegkanten oder eben Parkhäuser gibt.

Lambo-Fachmann: Gallardo ein Allrounder

Für Lamborghini ist der Gallardo das bislang erfolgreichste Modell überhaupt. Seit der Premiere 2003 wurden schon mehr als 8000 Fahrzeuge verkauft. Lambo-Fachmann Westendorff sagt: "Die Kunden schätzen den Gallardo gerade wegen seiner Allround-Fähigkeiten. Ich kenne einen, der fährt mit dem Auto 40.000 Kilometer im Jahr." Dem Mann dürfte manche Situation, die wir erlebt haben, bekannt vorkommen.

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