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Toyota iQ im Autotest: Raumwunder auf drei Metern

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Toyota  

Toyota iQ ist ein Raumwunder auf drei Metern

26.11.2008, 12:21 Uhr | Peter Eck, mid, t-online.de

Toyota iQ im Autotest: Raumwunder auf drei Metern. Der neue Toyota iQ (Foto: Toyota)

Der neue Toyota iQ (Foto: Toyota)

Platz für drei Erwachsene und ein kleineres Kind oder etwas Gepäck in einem Fahrzeug mit weniger als drei Metern Gesamtlänge - diese beinahe unmöglich erscheinende Aufgabe hat der Toyota iQ nun erfolgreich bewältigt. Der neue Kleinstwagen der Japaner wurde dazu mit technischen Innovationen geradezu vollgestopft, die alle dem Ziel dienten, Platz zu schaffen und den Raum optimal auszunutzen.

Toyota iQ ist nicht viel größer als ein Smart

Der iQ ist exakt 2,985 Meter lang und damit nur eine Blattlänge länger als ein Smart. Im Gegensatz zum zweisitzigen Smart bietet der iQ aber nicht nur mehr Plätze, er wirkt auch viel erwachsener. Das liegt zum einen an seiner satten Breite von 1,68 Metern und dem sehr dynamischen Styling, zum anderen aber auch an den Fahreigenschaften. Der City-Flitzer fährt sich fast so komfortabel wie ein Fahrzeug der Kompaktklasse, ist leise, verfügt über einen unbeirrbaren Geradeauslauf und ein angenehmes Kurvenverhalten. Zudem erinnert der Innenraum in Qualität und Verarbeitung ebenfalls eher an ein Fahrzeug der Golf-Klasse.

Technische Daten Toyota iQ

Motor

Leistung

0 - 100

V-Max

Verbrauch

CO2

Preis ab

1,0-Liter-Benziner

68 PS

14,1 s

150 km/h

4,3 Liter

99 g

12.700 Euro

1,4-Liter-Diesel

90 PS

10,7 s

170 km/h

4,0 Liter

104 g

14.900 Euro

Sehr kleines Kofferräumchen im Toyota iQ

Ein kleines Wunder auf drei Metern ist Toyota jedoch mit der Raumausnutzung gelungen. Der iQ ist zwar kein Viersitzer, wie die Japaner meinen, aber doch ein Fahrzeug, in dem zwei Erwachsene sehr bequem fahren können. Auf kurzen, aber auch auf mittellangen Strecken sitzt ein dritter Erwachsener hinter dem Beifahrer ebenfalls noch leidlich kommod. Der Platz hinter dem Fahrer ist allerdings nur für kleinere Kinder, besser jedoch für leichtes Gepäck zu gebrauchen. Denn sind alle vier Plätze belegt, bereitet selbst die Unterbringung eines größeren Rucksacks Probleme. Der Kofferraum fasst dann nämlich nur winzige 32 Liter. Richtig große (Raum-)Wunder lassen sich eben auf drei Metern doch nicht vollbringen. Wer die Rücksitze umklappt und sich mit zwei Plätzen begnügt, hat immerhin 238 Liter Stauraum zur Verfügung.

Das Raumspar-Paket schafft Platz

Die außergewöhnliche Raumausnutzung des Kleinstwagens basiert auf gleich sechs Innovationen: Ein neues Differential an der Vorderachse und das kompakte Lenkgetriebe schaffen im Motorraum Platz, wodurch der Vorderbau extrem kurz ausfällt. Eine extrem kompakt gehaltene Klimaanlage, schmale Sitzlehnen und ein nur zwölf Zentimeter hoher, unter dem Fahrzeugboden angebrachter Tank mit 32 Litern Inhalt tun das ihre dazu. Optisch fällt vor allem die sechste Neuerung auf - die so genannte asymmetrische Armaturentafel. Auf der Beifahrerseite wurde die Tafel deutlich weiter vorn platziert als auf der Fahrerseite. Den so gewonnenen Platz kann man nutzen, um den Beifahrersitz ohne allzu große Komforteinbußen relativ weit nach vorn zu stellen, was wiederum Raum für den dahinter sitzenden Passagier schafft. Alles in allem hat Toyota hier ein fast revolutionäres Raumspar-Paket verwirklicht.

Neun Airbags sorgen für Sicherheit

Hinzu kommt ein in dieser Klasse außergewöhnliches serienmäßiges Sicherheitsniveau, unter anderem mit elektronischer Stabilitätskontrolle sowie neun Airbags. Neben den gängigen Luftbeuteln an der Front, an der Seite und als Vorhangairbags oberhalb der Seitenfenster verfügt der iQ über einen Knieairbag für den Fahrer und erstmals bei Toyota über einen abschaltbaren Sitzpolster-Airbag für den Beifahrer, der sich im Crash-Fall unter den Oberschenkeln entfaltet, und so die Hüfte stabilisiert. Eine Weltpremiere ist der Heck-Airbag, der im Dach in der Nähe der Heckklappe eingebaut wird und sich zwischen Dachhimmel und Heckscheibe entfaltet, um die Köpfe der Fondpassagiere zu schützen.

Ziemlich teurer Preis für den Kleinstwagen

Dies alles und die sehr umfangreiche Serienausstattung unter anderem mit Klimaanlage, Lederlenkrad, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrischer Servolenkung, Leichtmetallrädern in 15 Zoll und einem CD-Radio hat natürlich einen Preis. Mit 12.700 Euro ist der iQ kein Billigangebot. Er ist deutlich teurer als ein Aygo (ab 9350 Euro) und sogar als der deutlich geräumigere Yaris (ab 11.500 Euro).

Zwei Motorisierungen zum Marktstart

Für den iQ gibt es vom Start weg den aus dem Aygo bekannten 1,0-Liter-Benziner mit 68 PS sowie den 1,4-Liter-Diesel mit 90 PS, mit dem der iQ aber fast übermotorisiert wirkt und der mit einem Grundpreis von 14 900 Euro schon in die Kompaktklasse hineinreicht. Im Mai folgt mit dem neuen 1,3-Liter Benziner die vielleicht interessanteste Variante, denn diese Version wird serienmäßig mit einer Start-Stopp-Automatik versehen sein.

Revolution bei Raum und Preis

Alles in allem hat Toyota mit dem iQ eine kleine Revolution angezettelt: So viel Platz, so viel Sicherheit, so viel Fahrspaß gab es in der Mikro-Klasse noch nie. Einziger Wermutstropfen ist der Preis, denn mit allen Ausstattungen kann ein iQ-Diesel bis zu 18.000 Euro kosten. Unter normalen Umständen würden die von Toyota anvisierten jährlichen 80.000 Einheiten für Europa, davon 10.000 für Deutschland, trotzdem kein Problem sein, denn der kleine Japaner ist mit seinen sparsamen Motoren eigentlich das richtige Auto zur richtigen Zeit. Aber das Geld sitzt zur Zeit nicht allzu locker und so bleibt zu hoffen, dass das richtige Auto zur eigentlich richtigen Zeit, nicht doch zur falschen Zeit auf den Markt kommt.

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