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Audi R8 V10 im Autotest: Passt der Supersportwagen in unsere Zeit?

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Audi  

Audi R8 V10 - schöner Gruß nach Zuffenhausen

04.02.2009, 12:19 Uhr | mid

Audi R8 5,2 FSI quattro in Fahrt (Foto: Audi)Audi R8 5,2 FSI quattro in Fahrt (Foto: Audi) Mitten in die Absatzkrise der Automobilindustrie präsentiert Audi den neuen R8 V10. Der Zehnzylinder-Supersportwagen bestätigt alle jene, die die deutschen Autobauer für unbelehrbare Leistungsfetischisten halten - und zugleich die, für die der R8 eine der faszinierendsten Fahrmaschinen ist, die derzeit aus deutscher Produktion zu haben sind. 525 PS Leistung, 316 km/h Höchstgeschwindigkeit und 142.400 Euro Grundpreis sind die wichtigsten Kennzahlen zum neuen Audi-Topmodell, das im zweiten Quartal 2009 zu ausgewählten deutschen Händlern rollt.

Foto-Show Audi R8 5,2 FSI quattro
Foto-Show Audi R8 GT3
Foto-Show Erlkönig Audi R8 Cabrio
Foto-Show Audi R8

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"Immer schneller, immer stärker"

Es gab schon günstigere Momente, um ein neues Auto präsentieren, das in der Praxis kaum weniger als 20 Liter Sprit je 100 Kilometer verbrennen wird. In Zeiten der CO2-Debatten und der angeschlagenen Autokonjunktur fährt Audi unbeirrbar in der Spur des "Immer schneller, immer stärker" - als wollte man einen schönen Gruß an alle Umweltverbände und Europapolitiker schicken, die die Modellpolitik der Autoindustrie mit CO2-Grenzwerten und Strafzahlungen reglementieren wollen.

Porsche im Visier

Als Adressat der Grußbotschaft darf sich auch Großaktionär Porsche fühlen, denn dessen Supersportwagen - den 911 Turbo oder den 911 GT3 RS - nimmt Audi mit der neuen Top-Version ins Visier. Schon in der seit rund zwei Jahren erhältlichen V8-Variante verbreitet der R8 ein ungeheures optisches Spektakel, gegen das der Klassiker aus Zuffenhausen fast ein wenig blass aussieht. Mit dem neuen V10-Motor, den Audi bereits in leicht abgewandelter Form bei der italienischen Tochter Lamborghini einsetzt, liegen die beiden Konkurrenten nun auch bei Fahrleistungen und Fahrdynamik enger denn je beieinander. Weitere Wettbewerber sind etwa der Mercedes SL 63 AMG oder der Ferrari F430.

Auto-Video Audi R8 V12 TDI
Auto-Video Audi RS6 Limousine

Martialisch - aber schön?

Die serienmäßigen LED-Scheinwerfer des R8 untermauern das unübersehbare Selbstbewusstsein der Ingolstädter, die sich längst schon als Premiumhersteller Nummer eins fühlen, wenn auch Mercedes und BMW bei den Verkaufszahlen noch vorausfahren; 2015, so hofft Audi-Chef Rupert Stadler, soll die Führungsrolle dann auch in den Statistiken abzulesen sein. Mit jeder Karosseriefaser und dem effektvoll unter Glas gelagerten Mittelmotor drückt der R8 den Stolz des Emporkömmlings aus, der es den Etablierten mal so richtig zeigen will. Das muss man nicht sympathisch finden, aber es wirkt: Es gibt momentan kaum ein Serienfahrzeug, das die Blicke der Passanten dermaßen auf sich zieht.

Kraft im Überfluss

Ob der in Neckarsulm weitgehend per Hand gefertigte R8 nun in die Zeit passt oder nicht: Auf dem Platz hinter dem Steuer sind solche Überlegungen zumindest vorübergehend vergessen. Denn der Audi hält, was die Optik verspricht. Der fauchende Zehnzylinder mit FSI-Benzindirekteinspritzung beschleunigt den Zweisitzer in 3,9 Sekunden von null auf 100 km/h, treibt ihn auf maximal 316 km/h und begeistert vor allem durch die in allen Situationen im Überfluss zur Verfügung stehende Kraft. Bei 6 500 U/min ist das Drehmomentmaximum von 530 Newtonmeter erreicht, 80 Prozent davon stehen praktisch ab sofort zur Verfügung.

Neutrales Fahrverhalten

Doch jenseits all dieser Werte ist es vor allem die Souveränität und Kontrollierbarkeit des Handlings, die den Reiz dieses Supersportwagens ausmachen. Trotz der schieren Kraft gibt sich der R8 im Gegensatz zu manchem Wettbewerber bemerkenswert ungiftig. Der tiefliegende Mittelmotor, die Achslastverteilung von 44 zu 56 Prozent und der hecklastig ausgelegte Quattro-Allradantrieb erlauben eine hochpräzise Kurvenfahrt mit weitgehend neutralem Fahrverhalten.

Ein bisschen alttagstauglich

Hinzu kommt der überraschend hohe Fahrkomfort, der auch auf Autobahnetappen den Rücken der Passagiere schont. Extreme Dynamik wird hier nicht mit übertriebener Härte erkauft. Dazu passt das großzügige Platzangebot für Fahrer und Beifahrer mit reichlich Bewegungsfreiheit für Beine, Arme und Kopf und einer zugleich sportlich tiefen Sitzposition. Hinter den Sitzen und unter der Fronthaube ist insgesamt Platz für 190 Liter Gepäck; Grund genug für Audi, die Alltagstauglichkeit des R8 hervorzuheben, doch die meisten Kunden werden neben dem Zweisitzer noch mindestens ein weiteres Auto in der Garage stehen haben.

Automatik etwas zu träge

Die Gangwechsel kann der Fahrer entweder über das manuelle Sechsgang-Getriebe selbst vornehmen oder der optionalen "R tronic"-Automatik überlassen. Zum Charakter des R8 als souveränem Hochleistungs-Allrounder mag die Automatik besser passen. Im Normal-Modus denkt sie allerdings manchmal eine gefühlte Zehntelsekunde zu lange über den passenden Gang nach, während sie im Sport-Modus die Gänge reichlich ruppig wechselt.

Kurze Aufpreisliste

Jenseits der Frage nach der passenden Art der Kraftübertragung muss sich der R8-Kunde nur wenig Gedanken über die Ausstattungsextras machen. Die Liste ist vergleichsweise kurz geraten und beinhaltet etwa eine Rückfahrkamera, Schalensitze, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Keramikbremsen. Serienmäßig an Bord sind unter anderem ein Navigationssystem, Nappaledersitze, Klimaautomatik und ein feines Soundsystem.

Ein halbes Jahr Wartezeit

Auch für Supersportwagen sind die Zeiten schlechter geworden, selbst bei den reichen Russen sitzt das Geld nicht mehr so locker, und Audi wird an der Jahreskapazität in der R8-Manufaktur von 4500 Einheiten trotz der neuen Motorvariante erst einmal nichts ändern. Stattdessen bietet sich die Gelegenheit, die langen Lieferfristen abzubauen: Während man zwischenzeitlich rund ein Jahr lang auf das Auto warten musste, steht er jetzt schon nach weniger als sechs Monaten vor der Haustür.

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