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Autotest: Renault Kangoo Be Bop - pfiffiger Kastenwagen

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Autotest  

Renault Kangoo Be Bop: Kurz und klar

16.03.2009, 09:34 Uhr | Silke Koppers / mid

Renault Kangoo Bebop (Foto: Renault)Renault Kangoo Bebop (Foto: Renault) Mit einer ab dem 6. April erhältlichen Kurzversion des Kangoo will Renault neue Kunden gewinnen. Der viersitzige Kangoo Be Bop kombiniert den Nutzwert des großen Bruders mit Lifestyle-Elementen wie einem gläsernen Heck, das ferngesteuert geöffnet werden kann. Zu Preisen ab 16.950 Euro soll der Franzose vor allem junge Käufer begeistern.#

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Zweifarbiger Kastenwagen mit viel Glas und Frischluft

Optisch fällt das stets zweifarbige Design auf: Motorhaube, Rückseiten der Außenspiegel und ein Teil der Heckklappe sind unabhängig von der selbst gewählten Farbe immer in Silber gehalten. Zudem stechen die vielen Glasflächen ins Auge, die sich auf insgesamt 3,9 Quadratmeter summieren. Das hintere Dachdrittel besteht serienmäßig aus einer gläsernen Dachklappe, die manuell über das feststehende verglaste Mittelteil geschoben werden kann. Zudem ist die Heckscheibe komplett versenkbar, was den Fondinsassen ein luftiges Cabrio-Erlebnis ohne viel Zugluft beschert.

Kurzversion des Kangoo mit Platz für vier

Der Be Bop ist eine Kurzversion des Kangoo mit seiner unverkennbaren Front. Deutlichster Unterschied gegenüber der "Langversion" sind lediglich die schwarz umrandeten Scheinwerfereinheiten. Rund 33 Zentimeter kürzer ist der Neuling im Vergleich zum großen Bruder und besitzt 38 Zentimeter weniger Radstand. Dennoch bietet er genug Raum für vier Personen und hinter der seitlich angeschlagenen Hecktür einen Laderaum mit einem Volumen von 214 Litern.

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Praktischer Lademeister

Sind nur zwei Personen unterwegs, lässt sich das Kofferraumvolumen durch Umklappen oder einfaches Herausnehmen der Fondsitze auf bis zu 1462 Liter erweitern. Dank der Höhe des Laderaumes von gut einem Meter lassen sich selbst sperrige Güter einfach über die niedrige Ladekante ins Innere hieven und transportieren. Auch die Hecktür ist dabei nicht im Weg: Sie schwingt bis zu 85 Grad zur Seite. Steht nur wenig Platz zur Verfügung, wie beispielsweise in einer Parklücke, stoppt sie zunächst bei 32 Grad. Alternativ kann durch die geöffnete Heckscheibe der Einkauf in den Kofferraum geladen werden.

Viele Ablagen im Innenraum

Im Inneren überzeugen, wie beim Kangoo üblich, pfiffige Detaillösungen wie etwa kleine Staufächer unter den Sitzen, zahlreiche Ablagen und Becherhalter. Die Panorama-Windschutzscheibe bietet in Kombination mit der erhöhten Sitzposition aufgrund der um zwei Zentimeter gestiegenen Bodenfreiheit einen souveränen Überblick über das Verkehrsgeschehen. Ansonsten ist alles recht schlicht gehalten. Renault bietet nur eine, dafür aber umfangreiche Ausstattungslinie inklusive Klimaanlage, Nebelscheinwerfern, Bordcomputer, Regensensor und MP3-Anschluss.

Auch hinten genug Platz

Und obwohl das Lenkrad sich nur in der Höhe verstellen lässt, sich die Sitze lediglich nach vorn oder hinten schieben lassen und ansonsten nur die Rückenlehne stufenlos einstellbar ist, können sowohl kleine als auch großgewachsene Fahrer eine gute Sitzposition finden. Sportliche Fondinsassen können über den Kofferraum statt über die Vordertüren und umgeklappten Vordersitze auf die Rücksitze gelangen. Die zwei Einzelrücksitze haben tatsächlich genug Platz zwischen sich, dass schlanke Menschen und Kinder ohne große Verrenkungen hindurch schlüpfen und Platz nehmen können. Und wendig gibt sich auch der Be Bop selbst: Mit seinem Wendekreis von 9,60 Metern unterbietet er sogar den Kleinstwagen Twingo um 25 Zentimeter.

Bewertung Renault Kangoo Be Bop

Plus:

Minus:

wendig

vergleichsweise teuer

niedrige Ladekante

hakelige Gangschaltung

flexibel durch einfach herausnehmbare Rücksitze

Guter Diesel, aber hakelige Schaltung

Motorseitig stehen zwei Antriebe zur Wahl. Neben dem 106 PS starken 1,6-Liter-Benziner, der den Be Bop gut vorantreibt, dürfte auf dem deutschen Markt vor allem der 103 PS starke 1,5-Liter-Dieselmotor seine Käufer finden. Der Selbstzünder empfiehlt sich für den knapp 1,5 Tonnen schweren Franzosen schon aufgrund seines maximalen Drehmomentes von 240 Newtonmetern, das bei 2000 Umdrehungen pro Minute bereitsteht. Ohne Anfahrtschwäche können Lasten mühelos transportiert werden. Zudem liefert der Diesel in allen Geschwindigkeitsbereichen immer genug Spritzigkeit, um jeder Verkehrssituation gerecht zu werden. Lediglich die hakelige Sechsgangschaltung bedarf einer Gewöhnungszeit.

Serienmäßig ESP im Kastenwagen

Zwar sind Werte wie der Sprint von null auf 100 km/h in 12,6 Sekunden und eine Spitzengeschwindigkeit von 168 km/h nicht gerade sportlich, dennoch leistet der Be Bop solide Arbeit. Darauf ist auch alles gut abgestimmt: Die Sitze sind bequem genug für längere Fahrten, bieten aber auch bei zackig gefahrenen Kurven noch guten Halt. Die Federung ist straff, aber nicht hart. Bei brenzligen Ausweichmanövern steht das serienmäßige ESP hilfreich zur Seite.

Renault Be Bop ist pfiffig, aber zu teuer

Wer allerdings knapp 17.000 Euro für einen solchen Klein-Van ausgeben soll, ist fraglich. Familien mit zwei Kindern wird es stets an Laderaum mangeln, als Zweitwagen wird er den meisten zu teuer sein und solvente Singles oder Paare werden den Be Bop nicht stylisch genug finden, obwohl er für den Transport von sperrigen Sportgeräten ideal ist. Renault gibt wie immer keine Verkaufsprognose ab. Die Produktion sei kein Problem, weil der Van in den Kangoo-Werken quasi nebenbei montiert werden kann. Mit einer solchen Nachfrage, die ein eigenes Werk auslasten würde, rechnet aber selbst der Hersteller nicht.

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