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Ford Fiesta vs. Hyundai i20 vs. Opel Corsa: Kleinwagen im Vergleichstest

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Vergleichstest  

Ford Fiesta vs. Hyundai i20 vs. Opel Corsa

07.04.2009, 12:09 Uhr | Michael Blumenstein

Hyundai i20, Opel Corsa und Ford Fiesta im Test (Foto: Michael Blumenstein/AutoScout24)Hyundai i20, Opel Corsa und Ford Fiesta im Test (Foto: Michael Blumenstein/AutoScout24) 2500 Euro schenkt der Staat demjenigen zum Neuwagenkauf, wer mit seinem mindestens neun Jahre alten Gebrauchten beim Händler anklopft – Kleinwagen boomen. Grund genug, den Altmeister Opel Corsa gegen die neuen Sprösslinge Ford Fiesta und Hyundai i20 antreten zu lassen.#

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Ausreichend für vier Erwachsene

Kleinwagen: Ein Segment, das für viele Autokäufer Verzicht bedeutet. Klein will keiner haben. Klein ist bähhh. Das Klein aber nicht schlecht bedeuten muss, beweist unser Trio. Mit jeweils fast vier Metern Länge gehören Corsa, Fiesta und i20 zwar in diese Fahrzeugkategorie, doch reicht das Platzangebot im Inneren aus, um vier Erwachsene (keine Riesen) komfortabel von A nach B zu befördern.

Fiesta macht sportlichsten Eindruck

Verwechslungsgefahr besteht nicht. Zwar haben alle drei Kandidaten mandelförmige Scheinwerfer, die weit in die Kotflügel hineinragen, aber der jeweilige Gesichtsausdruck ist markant und einprägsam. Am modernsten wirkt der Fiesta, der optisch zugleich den sportivsten Eindruck hinterlässt. Der Corsa sieht im Rückspiegel fast schon wie ein Van aus und der i20 entspricht dem Begriff Kleinwagen wohl am ehesten. Da der Hyundai als einziger viertürig anreisen musste – was prinzipiell immer zu empfehlen ist – entert man seinen Fond logischerweise am einfachsten.

Welliger Sitzbezug

Im Fiesta Innenraum fällt nicht nur Kritikern der labbrige und Wellen schlagende Bezug des Fahrersitzes auf, der in der Grundversion zudem nicht einmal höhenverstellbar ist. Die Sitzbezüge des i20 sind auch nicht wirklich sauber auf das Gestühl gespannt. Einzig der Corsa wirkt in dieser Hinsicht hochwertig. Er besitzt zudem die komfortabelsten Sitzgelegenheiten, wenngleich die anderen nur marginal hinten anstehen. Straff, gut konturiert und langstreckentauglich sind alle. Volant und Sitz lassen sich im Corsa am weitesten verstellen, im i20 hockt man trotz aller Verstellmöglichkeiten zu hoch.

Gute Verarbeitung

Der schweifende Blick durch das Interieur verrät, das in diesem Trio keine eklatanten Differenzen bei der Verarbeitung existieren. Unterschiede gibt es lediglich im Design und der Materialanmutung. Top: der Fiesta. Er kann als einziger mit einem weichen Armaturenträger prahlen. Schön anzufassen ist das, mehr aber auch nicht. Opel und Hyundai vertrauen auf Hartplastik, im Koreaner wirkt das am wenigsten hochwertig. Dafür ist der Koreaner bei der Bedienung ganz vorne. Nachteil: Ihm fehlt eine Intervallschaltung des Heckwischers.

Kein USB-Anschluss im Corsa

Dafür werden sich Musik-Nerds im i20 die Hände reiben. Schon die Basisversion Classic verfügt über einen AUX-Ausgang und ein MP3-CD-Radio. Ab Comfort (Testwagen) besitzt er zudem einen USB-Anschluss. Im Fiesta heißt das Sound & Connect und kostet mindestens 1.325 Euro, da nur in Kombination mit einem höherwertigen Radio und der Bluetooth-Freisprecheinrichtung erhältlich. Einen USB-Adapter gibt es im Corsa gar nicht.

Fast vibrationsfrei

Alle Fahrzeuge besitzen laufruhige Euro-4-Vierzylinder. Wobei vor allem der Fiesta mit seiner Vibrationsarmut begeistert. Der Kölner schafft es aus 1,25 Liter Hubraum auf 82 PS, der Hyundai holt 78 PS aus 1,2 Litern und der Corsa 1.4 stemmt immerhin 90 PS. Den Corsa gibt es auch mit einem 650 Euro günstigeren 80 PS starken 1.2. Da dieser nach Norm jedoch exakt den selben Benzinverbrauch wie der 1.4 Twinport hat, entschieden wir uns für stärkeren Motor. Bei allen gilt: Wer flott unterwegs sein will, muss im Fünfgang-Getriebe rühren. Hier machen Fiesta und i20 mehr Spaß als der Corsa.

Normverbrauch = Märchenstunde

So kommt es auch, dass die Normverbrauchsangaben der Hersteller eher an Märchen erinnern. Laut Opel soll der Corsa mit 6,1 Litern 100 Kilometer weit kommen. Der Fiesta genehmigt sich offiziell 5,7 und der i20 gar nur 5,2 Liter. Dass an Märchen nur sehr wenig Wahres dran ist, können wir bestätigen: Corsa 7,4 Liter, Fiesta 7,2 und i20 7,1, so lauten unsere erfahrenen Werte. Rechnet man die rollwiderstandsreichen Winterreifen und die kalten Temperaturen des Februars 2009 ab, sollten alle Kandidaten knapp unter die Sieben-Liter-Marke rutschen.

Komfortsieger ist der Corsa

In Sachen Fahrdynamik differieren die Kontrahenten deutlich, der Grundtenor lautet dennoch einvernehmlich straff. Komfortsieger ist der Corsa. Er federt am sensibelsten und ist die Empfehlung für Bequemlichkeits-Fans. Das Gegenteil stellt der Fiesta dar. Mit einer bislang in dieser Fahrzeugklasse nicht gekannten Agilität und sicheren Straßenlage liegt er fahraktiven Autofahrern am besten. Hinzu kommt die äußerst präzise Lenkung. Die satte Straßenlage lässt ihn auch bei Tacho 180 wie am Schnürchen auf der Autobahn laufen. Der Hyundai mischt sich irgendwo mitten rein. Sein Fahrwerk ist ähnlich straff wie das des Ford, kann aber in Sachen Dynamik nicht ganz mithalten. Auch lässt die Lenkung Feinschliff vermissen.

ESP teils aufpreispflichtig

ESP kostet im Corsa 1.4 unverständlicherweise extra. Im Fiesta, der zudem sieben Airbags besitzt, ist der Schleuderschutz serienmäßig, im i20 ebenso. Der Koreaner bietet als einziger auch die Möglichkeit ESP und damit die Antriebsschlupfregelung auf Knopfdruck abzuschalten, was beispielsweise bei Bergpassagen im Schnee hilfreich sein kann.

Klimaanlage kostet extra

11.250 Euro werden für den 78 PS starken Hyundai i20 1.2 mindestens fällig. Sechs Airbags, ESP, eine hilfreiche Licht-aus-Automatik, die beim Schlüsselziehen automatisch das Fahrlicht deaktiviert, sind Serie. Eine Klimaanlage gibt es für 1.200 Euro, das Trend-Paket mit Bordcomputer, elektrischen Fensterhebern und etwa Funkfernbedienung kostet 550 Euro, macht 13.000 Euro. Als Comfort werden mindestens 13.480 Euro fällig. Relevante Mehrausstattung dann: USB-Anschluss und 15- statt 14-Zoll-Räder. Wem das 500 Euro Wert ist, der soll zum Comfort greifen. Zwei Extra-Türen kosten 750 Euro.

Teures Radio

Der Fiesta 1.25 mit 82 PS startet als Ambiente bei 12.250 Euro. Klima kostet 1.140 Euro, das günstigste Radio unverschämte 700 Euro. Für 500 Euro extra gibt es die Ausstattungslinie Trend mit 15- anstelle 14-Zoll-Stahlrädern, Funkfernbedienung, beheizbare Spiegel und lackierte Gehäuse sowie elektrische Fensterheber vorne und die wichtige Sitzhöhenverstellung. Macht zusammen 14.590 Euro. Auch beim Kölner beträgt der Aufpreis für die Fond-Türen 750 Euro.

Ab gut 12.000 Euro geht es los

Mit einem Einstandpreis von 12.430 Euro spielt der 90 PS-Corsa in der Fiesta-Liga. ESP kostet 400 Euro, Klima und Radio im Verbund 1.500 Euro und eine Funkfernbedienung im Paket mit elektrischen Fensterhebern 360 Euro. Somit beträgt der Gesamtpreis 14.690 Euro. Für 700 Euro bekommt man auch beim Corsa die zwei hinteren Türen und damit mehr Nutzwert und vor allem mehr Übersicht. Top: Wer möchte, kann den Corsa mit Lenkradheizung, Kurvenlicht, Reifendruckkontrolle und weiteren Extras individualisieren.

Die großen Kleinen

Die drei Kleinen sind dem Kleinwagensegment eigentlich schon entflohen. Vorne bieten sie ausreichend Platz, hinten drücken alle ein wenig. Nervig ist die schlechte Übersicht nach schräg hinten, die mit dem Kauf des Viertürers umgangen werden kann.

Flotter Motor bei Fiesta

Den feinsten Motor und die beste Fahrwerksabstimmung besitzt zweifelsohne der Fiesta, dicht gefolgt vom Corsa, der in diesem Trio den Komfortchef mimt und mit Ausstattungsdetails der Oberklasse aufwarten kann. Der Rüsselsheimer wirkt am erwachsensten.

Auch Hyundai überzeugt

Der Hyundai ist kein schlechtes Auto. Er überzeugt ebenfalls mit einer sauberen Verarbeitung, guter Serienausstattung, fairem Preis und einem störungsfreien Ambiente. Mit ihm werden alle glücklich, die etwas aus dem Rahmen fallen möchten und trotzdem auf einen Fehlgriff verzichten können.

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