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Gebrauchtwagentest BMW 5er  

Der Klassenprimus

28.04.2009, 11:36 Uhr | Oliver Lauter, AutoScout24

5er BMW der vierten Generation (Foto: BMW)5er BMW der vierten Generation (Foto: BMW) Die Qualitäten des 5er BMW sind bestechend: Die vierte Generation, die zwischen 1995 und 2003 produziert wurde, schaffte dieses Jahr im renommierten J. D. Power-Report (Kundenzufriedenheits-Studie) Platz eins in der Oberklasse. Qualität und Zuverlässigkeit überzeugen. Damit nicht genug. Auch bei den Hauptuntersuchungen belegt der 5er einen Spitzenplatz. 73 Prozent der fünf Jahre alten Exemplare weisen keine Mängel auf. Als Gebrauchter ist der 5er also erste Wahl.

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Präzises Sechsgang-Getriebe

Der E39, wie er werksintern genannt wird, erschien 1995 mit drei Motoren: als 520i mit 150 PS, als 523i mit 170 PS und als 528i mit 193 PS. Allesamt Reihensechszylinder – inzwischen nahezu ein Alleinstellungsmerkmal von BMW. Die Aggregate glänzen mit einem sonoren Klang und einer fast unerreichten Laufkultur. In Kombination mit den ebenso präzise wie knackig zu schaltenden Sechsgang-Getrieben macht das die sprichwörtliche „Freude am Fahren“ aus.

Perfekter Kompromiss aus Laufkultur, Leistung und Kosten

Alle drei Reihensechser gefallen überdies mit ihrer Leistungsentfaltung. Mit Drehmomentwerten zwischen 190 und 280 Newtonmeter standen die 5er gut im Futter. Vor allem der 528i gehört diesbezüglich zum Besten, was man kaufen kann. In 7,5 Sekunden erreicht der Bayer die 100 km/h, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 240 km/h. Doch selbst der 520i muss sich nicht verstecken. Mit weniger Durchzugsvermögen gesegnet, aber immer noch mit genügend Power ausgestattet. 220 km/h und 10,5 Sekunden von null auf 100 km/h können sich bei 1.545 Kilo Leergewicht durchaus sehen lassen – ein perfekter Kompromiss aus Laufkultur, Leistung und Kosten. 9,0 Liter reichen dem 520i auf 100 Kilometern.

Reiselimousinen für Vielfahrer

Die größeren Motoren verbrauchen in der Regel einen halben Liter mehr. Ein Jahr nach dem Debüt ergänzen die Münchner die Reihe durch einen 2,5-Liter-Turbodiesel (143 PS) sowie zwei Achtzylinder, den 535i (245 PS) und den 540i (286 PS). Gerade die V8-5er sind nahezu perfekte Reiselimousinen für Vielfahrer. Im Handling sind sie allerdings nicht ganz so agil wie die kleinen 5er, da sie aus Platzgründen mit einer nicht ganz so präzisen Kugelumlauflenkung auskommen müssen – anstatt eines Systems mit Zahnstange reichen die Bayern einen Power-Diesel nach.

Typisches

Klappergeräusche an den Sitzen, Türen

Leere Batterien

Rupfende Kupplungen

Defekte an der Klimaanlage

Primus unter Selbstzündern

Der 530d bringt es auf 184 PS – in der Laufkultur ein Primus unter den Selbstzündern. Seine 390 Nm liegen nicht nur rund 100 Nm über dem schwächeren Aggregat, seine Kraft rangiert auf dem Niveau der beiden Achtzylinder, die mit satten 345 und 440 Nm auftrumpfen. Entsprechend setzt sich der Diesel, der im Schnitt 8,5 Liter konsumiert, in Szene. Da sein Verbrauch nur einen knappen halben Liter über dem 525tds liegt, ist der 530d auf jeden Fall die bessere Wahl.

Topmodell M5 teuer im Unterhalt

Das Topmodell: der M5, ein Sportwagen mit vier Türen. 400 PS versprechen reichlich Bums an der Antriebsachse. In 5,3 Sekunden erledigt er den Standardsprint. Bei 250 km/h wird der 5,0-Liter-V8 elektronisch eingebremst. Bei normaler Fahrweise – bei dem Auto nicht einfach – fließen mindestens 14 Liter Superplus durch die Einspritzdüsen; bei schneller Gangart können es leicht 18 Liter und mehr werden. Von den Unterhaltskosten gar nicht zu reden. Während für die zivilen Ausführungen zwischen 300 und 500 Euro im Monat kalkuliert werden müssen, verschlingt der M5 schon deutlich mehr als 500 Euro.

Neue Motoren ab Herbst 2000

Mit der umfangreichen Modellpflege im Herbst 2000 kamen auch überarbeitete Motoren zum Einsatz. Der 520i verfügt nach dem Facelift über 170 PS, ein 525i mit 193 PS hält Einzug in die Modellpalette und der 528i wird durch einen 530i mit 231 PS ersetzt. Der 2,5-Liter-Diesel wiederum bringt es nun auf 163 PS. In der Summe bleibt anzumerken: Den 5er zeichnen neben den Motoren die gute Handlichkeit, das sichere Fahrverhalten und der ausgeprägte Komfort aus.

Einfache Bedienung

Der 5er ist traditionell in zwei Varianten erhältlich: als Limousine und als Touring. Nicht anders beim E39. Die Kombivariante erschien 1997. Zwar ist das Raumangebot im Klassenvergleich etwas knapper, dies gilt für Limousine wie für den Kombi, doch eng geht es dennoch nicht zu. Sehr gute Sitze – vor allem die Sportsitze sowie die Komfortsitze sind zu empfehlen –, ein auf den Fahrer zugeschnittenes Armaturenbrett sowie die einfache Bedienung gehören zu den Vorzügen des 5er. Nur im Fond dürften die Sitze ruhig etwas mehr Komfort bieten. Das Fassungsvermögen des Kofferraums beträgt bei der Version mit Stufenheck 460 Liter, beim Touring sind es zwischen 410 und 1.525 Liter. Dem Kombi fehlt allerdings eine Niveauregulierung, ein wichtiges Utensil für den Transport schwerer Gegenstände.

Manche Modelle mit Klappergeräuschen an den Türen und Sitzen

Zu den Stärken der Modellreihe gehört zweifellos der hohe Reifegrad, der sich in Topergebnissen bei Markt- und Hauptuntersuchungen niederschlägt. Einzig die Versionen, die bis 2000 vom Band liefen, mussten noch mit Klappergeräuschen an den Türen und Sitzen leben. Defekte an der Klimaanlage gehören ebenfalls zu den typischen Schwächen des E39. Das Facelfit im Jahr 2000 ist sofort erkennbar: Die Scheinwerfer tragen einen für damalige Verhältnisse ungewöhnlichen Lichtkranz, die Rückleuchten erhielten ein neues Layout.

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Fazit: Überzeugendes Angebot mit kleinen Wermutstropfen

Mit dem 5er kann man nichts falsch machen. Sowohl die Limousine als auch der Touring sind ein überzeugendes Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Der Münchner verbindet Komfort mit Eleganz. Einzig die bei BMW in der Regel hohen Werkstattkosten sind ein Wermutstropfen. Unser Kauf-Tipp: den 520i für Rechner, den 530d für Vielfahrer – beide als Kombi.

Markt ist gut bestückt

Der Markt ist gut bestückt. Der 5er war ein beliebtes Oberklassauto sowohl für Privatkunden als auch für Firmen und Vermieter. Diesel-Versionen sind in der Regel etwas teurer.

Gutes und Schlechtes

Plus

Minus

Hohe Verarbeitungsqualität

Sitzposition im Fond nicht befriedigend

Laufruhige Sechszylinder-Benziner und -Diesel


Komfortable Fahrwerksabstimmung

Agiles Handling

Hohe Sicherheitsstandards


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