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Sparsame Auffrischung für den Audi Q7

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Sparsame Auffrischung für den Audi Q7

05.05.2009, 12:21 Uhr | Stefan Voswinkel / mid

Audi Q7 3,0 TDI Clean Diesel (Foto: Audi)Audi Q7 3,0 TDI Clean Diesel (Foto: Audi) Mit Autos ist es wie mit Hollywood-Stars. Wenn der Glanz ein wenig verblasst ist, muss es ein Facelift richten. Bei Audi ist der Geländewagen Q7 drei Jahre nach seinem Debüt an der Reihe, sich die Falten aus dem Blech bügeln zu lassen. Doch das reicht nicht aus, denn mittlerweile hat sich der Wind für die Allradler gedreht: Sparsamkeit und Umweltfreundlichkeit ist gefragt. Und so war es für Audi notwendig, den Verbrauch des Dickschiffs mit permanentem Allradantrieb zum Teil deutlich zu senken. Möglich macht das ein System zur Bremsenergierückgewinnung - serienmäßig bei allen Motoren. Mit dem 3,0 TDI Clean Diesel bietet man nach eigenen Angaben jetzt sogar den saubersten Geländewagen der Welt an - ungeachtet dessen, dass Daimler mit dem ML 300 BlueTec eine ähnliche Technik im Angebot hat.

Foto-Show Audi Q7 Facelift
Foto-Show Audi Q7 V12 TDI
Foto-Show Audi Q5

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Front mit LED noch aggressiver

Optisch hat sich Audi bei der Überarbeitung des Q7 zurückgehalten. Vorn und hinten gibt es die mittlerweile obligatorischen LED-Leuchten - auf der Autobahn funkelt der Q7 den Vordermann böse aus U-förmigen Tagfahrlichtern an. Dazu noch neue Querstreben am Kühlergrill und neue Felgen - das war es schon. Das ist gut für die Fahrer des bisherigen Modells, denn das gehört so noch nicht zum alten Eisen.

Neue Materialien im Innenraum

Auch im Innenraum hat sich nicht viel getan: neue Stoffe und Farben, dazu neu gezeichnete Instrumente. Zudem lässt sich nun auch das Bediensystem MMI einfacher bedienen. Mehr Veränderung war aber auch nicht nötig. Das Cockpit präsentiert sich mit feinen Materialien und bester Verarbeitung wie aus dem Vollen geschnitzt. Hier setzten die Ingolstädter zu Recht den Maßstab - man wähnt sich eher in einer Luxuslimousine als in einem Geländewagen. Platz gibt es wie bisher in Hülle und Fülle - kein Wunder bei einer Außenlänge von mehr als fünf Metern.

Preise und Daten Audi Q7 Facelift

Motor

Zylinder

Leistung

0-100 km/h

V-Max

Verbrauch

CO2

Preis ab

3,6 FSI

6

280 PS

8,5 s

230 km/h

12,1 Liter

289 g

51.7500 €

4,2 FSI

8

350 PS

7,4 s

248 km/h

12,7 Liter

304 g

69.200 €

3,0 TDI

6

240 PS

8,5 s

216 km/h

9,1 Liter

239 g

52.700 €

3,0 TDI
Clean Diesel

6

240 PS

8,5 s

216 km/h

8,9 Liter

234 g

54.700 €

4,2 TDI

8

340 PS

6,4 s

240 km/h

9,9 Liter

262 g

72.700 €

6,0 TDI

12

500 PS

5,5 s

250 km/h

11,3 Liter

298 g

132.400 €


Verbräuche gesenkt

Unterm Blech hat sich beim neuen Q7 dafür um so mehr getan. Alle Motoren wurden überarbeitet und verbrauchen nun zum Teil deutlich weniger Kraftstoff. Der 240 PS starke Audi Q7 3,0 TDI verbraucht jetzt nur noch 9,1 Liter im Schnitt. Und es geht noch sparsamer: Gegen 2000 Euro Aufpreis bekommt man den Dreiliter auch als Clean Diesel. Eine weiterentwickelte Common-Rail-Einspritzanlage mit 2000 bar Druck sorgt für eine verbesserte Verbrennung, ein neuer Katalysator spaltet gemeinsam mit dem Additiv AdBlue Stickoxide im Abgas in harmlosen Stickstoff und Wasser auf. So erreicht der Clean Diesel bereits die ab 2014 geltende Euro-VI-Abgasnorm und verbraucht nur noch 8,9 Liter Diesel auf 100 Kilometer.

Feiner 3,0-Liter-Diesel

Bei unseren Testfahrten hat der Motor mit feinen Manieren überzeugt. Eine Extraportion Dämmmaterial lässt den Selbstzünder kaum noch als solchen erkennen. Nur in ganz aufgeregten und angestrengten Betriebszuständen schleicht sich ein leises Knurren ins geneigte Fahrerohr. Das ist aber auch kein Wunder, schließlich hat Porsche den Motor kürzlich geadelt und verbaut ihn nahezu unverändert im Q7-Schwestermodell Cayenne.

Bewertung Audi Q7 Facelift

Pluspunkte

Minuspunkte

Tolle Verarbeitung

für die Stadt überdimensioniert

üppiges Platzangebot

Motoren erreichen nur Euro-4-Norm

Clean Diesel mit Euro-6-Norm

hohes Preisniveau

Sportliche Abstimmung

Dazu passt die sportliche Abstimmung des Fahrwerks. Mit der für 2575 Euro erhältlichen Luftfederung ausgestattet, ist der Ingolstädter selbst in der Soft-Position straff abgestimmt, ohne mit übertriebener Härte zu nerven. In der Sport-Position traut man dem Q7 dann sogar schnelle Runden auf dem Nürburgring zu - Komfort ist dann aber Mangelware. Lobenswert ist die direkte Lenkung. Sie lässt Größe und Gewicht des Q7 leicht vergessen. Aber auch abseits befestigter Pisten taugt der große Audi. Dank der Luftfederung verfügt er über bis zu 24 Zentimeter Bodenfreiheit. Auch wenn eine Geländeuntersetzung fehlt, verschaffen das selbstsperrende Mitteldifferenzial des quattro-Antriebs und der elektronische Bremseingriff an allen vier Rädern mehr als ausreichendes Kletterkönnen.

Saftige Preise

Der überarbeitete Q7 bietet in der Summe viele Vorzüge. Das lässt sich Audi bezahlen: Mindestens 51.750 Euro kostet das Fahrzeug, für den 3,0 TDI Clean Diesel stehen dann schon 54.700 Euro in der Preisliste. Die ist mittlerweile 28 Seiten stark und lässt von 21-Zoll-Alufelgen über das fantastische Bang und Olufsen-Soundsystem bis hin zu Keramikbremsen so gut wie keine Wünsche offen. So kostet ein vernünftig ausgestatteter Q7 schnell 65.000 Euro und mehr. Traditionell heißt es hier bei Audi: Darf's ein bisschen mehr sein?

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