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Helm oder Haube

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BMW Z4 vs Audi TT  

Helm oder Haube

24.07.2009, 10:50 Uhr | Tom Grünweg

Welchen hätten's denn gerne? Audi TT oder BMW Z4 (Foto: Hersteller)Welchen hätten's denn gerne? Audi TT oder BMW Z4 (Foto: Hersteller)Unterschiedlicher als der Audi TT und der BMW Z4 können zwei Roadster kaum sein: Seit die Münchner ihrem Zweisitzer ein versenkbares Hardtop aufgesetzt haben, scheiden sich die Geister an den offenherzigen Bayern. Spiegel Online klärt, was besser ist: Helm oder Haube?#

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Stoffverdeck oder Hardtop?

Die Grundsatzdiskussion läuft schon seit Jahren: Was schützt Cabrio- und Roadster-Insassen besser vor Wind und Wetter? Traditionalisten halten dem Stoffverdeck die Treue, weil es nicht nur urtümlicher wirkt und ein bisschen Verwegenheit ins Spiel bringt, sondern obendrein leichter ist und weniger Platz benötigt. Fortschrittsgläubige dagegen schwören auf das versenkbare Hardtop, weil es ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittelt und seit dem Debüt im ersten Mercedes SLK einfach gefragter ist.

BMW jetzt mit Aluhelm

Die Rollen waren bislang klar verteilt. Doch mit der zweiten Auflage des Z4 in diesem Frühjahr hat BMW die Lager gewechselt, die Stoffmütze gegen einen Aluhelm getauscht und so ein spannendes Duell der Bayern-Roadster heraufbeschworen. Denn im Vergleich von SPIEGEL ONLINE trifft der nagelneue Münchner als Z4 35i auf den schon etwas gereiften Audi TT Roadster 3.2 Quattro, der seine Blöße mit dem kleinen Schwarzen bedeckt. Schon auf den ersten Kilometer wird deutlich, dass die neuere Technik nicht immer die bessere ist.

Anfangs nur ein laues Lüftchen

Bei Sonnenschein und offenem Verdeck nehmen sich die beiden Bayern wenig: Egal ob TT oder Z4, immer hat man einen ebenso schönen wie schnellen Platz an der Sonne und trotzdem seine Ruhe. Denn solange die Scheiben geschlossen und die Windschotts aufgestellt sind, streicht allenfalls ein laues Lüftchen über den Scheitel. Erst wenn man mit einem Knopfdruck alle Fenster versenkt und das Tempo erhöht, bricht in beiden Autos ein kleiner Orkan los.

Kaum Unterschiede

Auch bei schlechtem Wetter sind die Unterschiede überraschend klein. Zwar rechtfertigt BMW die Entscheidung für das Hardtop mit dem besseren Geräusch- und Klimakomfort. Doch mit einer zusätzlichen Dämmschicht kann der Audi in dieser Disziplin locker mithalten. Der Rest hängt von persönlichen Vorlieben ab. Das feste Dach bietet jedenfalls das großzügigere Raumgefühl sowie die bessere Sicht zur Seite und nach hinten.

Bei Audi geht es schneller

Wirklich spannend wird es beim schnellen Wechsel der Witterung. Dort geht der TT ganz klar in Führung: Während der BMW für sein Blechballet über dem Heckdeckel gute 20 Sekunden braucht, ist der Striptease bei Audi schon nach zwölf Sekunden zu Ende. Außerdem lässt sich die Stoffmütze des TT bis Tempo 50 auch während der Fahrt falten. So rollt der Audi-Fahrer bereits gelassen der Sonne entgegen, während der Pilot des BMW an der Ampel den ungeduldigen Blick des Hintermanns im Nacken spürt und auf den erlösenden Signalton der Markisenmechanik wartet.

Kein dicker Hintern

Gut gelungen ist BMW dagegen das Design, denn der Roadster kommt ohne den sonst bei Klappdach-Modellen oft überbreiten Hintern aus. Dennoch bleibt die Entscheidung zwischen TT und Z4 eine Frage des Geschmacks: Hier das kühle Designerstück mit klaren Rundungen und der Kühle eines Bauhaus-Klassikers, dort der leidenschaftliche Muskelprotz mit frecher Nase, langer Haube, kräftigen Flanken und knackigem Heck.

Ähnliches Platzangebot

Der Blick auf die Maße hilft bei der Wahl kaum: Zwar ist der Z4 mit 4,24 Metern sechs Zentimeter länger und hat auch drei Zentimeter mehr Radstand. Doch das Platzangebot ist bei beiden Autos ähnlich: Sitzt, wackelt - und hat nur wenig Luft, eben genau so, wie es bei einem Sportwagen sein soll. Dazu gibt es in beiden Modellen einen sehr liebevoll gestalteten Innenraum mit einer Reihe pfiffiger Details. So kann man beim Audi auf Knopfdruck das Windschott ausfahren und im Infotainment-Center des BMW sogar eine Cabriowetter-Vorhersage abrufen.

Fahren auch an kalten Tagen

Bei beiden Modellen wurde nicht an der Heizleistung gespart. Wenn die Drähte im Sitz glühen und die Klimaanlage warme Luft pustet, fahren sonnige Gemüter in Z4 und TT auch an kalten Tagen mit offenem Verdeck.

Mehr Platz im BMW-Kofferraum

So bleibt bei Zuschnitt und Alltagskomfort als nennenswerter Unterschied nur der Kofferraum: Dort bietet der BMW offen 310 Liter Platz und fasst eine Reisetasche mehr als der Audi. Allerdings bleiben dessen 250 Liter auch dann voll erhalten, wenn das Dach zusammengeklappt ist, während das Gepäckabteil des Z4 in dem Fall auf 180 Liter und die Ladeluke auf einen Briefkastenschlitz schrumpfen.

V6 gegen Reihensechszylinder

Noch größer als beim Karosseriekonzept jedoch sind die Unterschiede beim Fahren, vor allem mit den beiden hier ausgewählten Sechszylinder-Modellen. Unter der Motorhaube des Z4 steckt der drei Liter große Reihensechszylinder mit Direkteinspritzung und Doppelturbo, der es auf 306 PS und 400 Nm bringt, der TT fährt mit einem V6 von 3,2 Litern Hubraum, 250 PS und 320 Nm.

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Fast zahnloser Audi

Beide Motoren liegen in der Praxis noch viel weiter auseinander als das Datenblatt vermuten lässt. Natürlich ist auch der TT ausgesprochen flott unterwegs, schafft den Spurt auf Tempo 100 in 6,1 Sekunden und erreicht mühelos das elektronische Limit von 250 km/h. Doch im direkten Vergleich mit dem BMW erscheint der Audi beinahe zahm und zahnlos.

Souveräner Gleiter gegen aggressiven Fighter

Der Münchner klingt nicht nur kerniger, sondern wirkt auch um Längen kräftiger: In der Sprintwertung nimmt der Z4 dem TT fast eine Sekunde ab, glänzt mit dem spontaneren Antritt und dem größeren Biss. Wo der eine den souveränen Gleiter gibt, wird der andere deshalb zum aggressiven Fighter, der sich gerne auch mal im Heck eines Porsches festbeißt. Wer das mit dem Audi tun möchte, der muss schon auf die Sportmodelle TT S oder den neuen RS wechseln.

Strammer BMW Z4

Zu dieser Rollenverteilung passt auch die Abstimmung von Fahrwerk und Lenkung: Der BMW, als Hecktriebler bei der Kurvenhatz ohnehin klar im Vorteil, liegt spürbar strammer auf der Straße und lässt sich präzise durch die Kurven führen. Audi hat zwar mit Blick auf die Leistung beim V6-Modell von Front- auf Allradantrieb umgestellt und sich aller Traktionsprobleme entledigt, kann aber dem BMW in schnellen Schikanen allenfalls mit Mühe folgen. Auf dem Boulevard mag der TT das gemütlichere Fahrzeug sein, und auf der Autobahn sind die Unterschiede marginal, doch auf der Landstraße trennen die beiden Bayern Welten.

BMW deutlich sparsamer

Die größte Überraschung in diesem Vergleich offenbart allerdings der Blick auf die Tankuhr. Sparsam ist natürlich keiner der beiden Roadster. Doch obwohl der BMW das deutlich stärkere Auto ist und obendrein noch 100 Kilogramm mehr auf die Waage bringt, verbraucht er deutlich weniger als der Audi. Auf dem Papier geht der Münchner bei einem Normverbrauch von 9,4 Litern bereits einen Liter in Vorsprung. In der Praxis werden daraus aber gerne auch mal drei oder vier: Wo man den Z4 selbst mit schwerem Gasfuß nur mühsam über 14 Liter bringt, kratzt der TT bisweilen beinahe an der 20-Liter-Marke.

Welchen Motor nehmen?

Weil der Z4 das jüngere Auto ist, müssen sich die Kunden mit einer deutlich geringeren Motorenauswahl zufriedengeben: Zurzeit gibt es den Beau aus der Landeshauptstadt nur mit drei Sechszylindern mit 2,5 oder 3,0 Litern Hubraum und 204, 258 oder 306 PS. Audi dagegen hat den mittlerweile drei Jahre alten TT der zweiten Generation bereits schon weit aufgefächert: Schon das Grundmodell bietet Audi mit drei Benzinern von 160 bis 250 PS und außer Konkurrenz auch mit einem 170 PS-Diesel an. Außerdem gibt es seit vergangenem Jahr den TT S mit einem 272 PS starken Vierzylinder-Turbo und seit diesem Sommer den TT RS, in dem mit stolzen 340 PS der Fünfzylinder sein Comeback bei Audi feiert. Ach ja: Und das bei BMW mit dem Wechsel des Verdecks beerdigte Coupé gibt es bei Audi weiterhin.

Doppelkupplung für beide

Vergleichbar ist dagegen die Auswahl der Getriebe: Beide Sechszylinder in diesem Duell werden regulär von Hand geschaltet, können aber auch Wunsch auch mit einer Doppelkupplung aufgerüstet werden. Audi nutzt dafür eine Automatik mit sechs und BMW eine mit sieben Stufen.

Deutliche Preisunterschieden

Angesichts der größeren Spreizung in der Modellfamilie hat der TT in der Preisliste natürlich die Nase vorn. Während es den offenen Audi bereits für 31.050 Euro gibt, muss man für den Z4 bis zum späteren Debüt der Vierzylinder mindestens 35.900 Euro anlegen. Auch die beiden Vergleichsmodelle liegen bei ähnlicher Komfort- und Sicherheitsausstattung weit auseinander: Für den TT 3.2 Quattro verlangt Audi 44.450 Euro, wohingegen der BMW Z4 35i mit 47.450 Euro in der Liste steht. Aber dafür, so argumentieren die Bayern, gebe es nicht nur mehr Fahrspaß, sondern auch zwei Autos in einem.

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