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Autotest: Mazda 6 Kombi vs. Renault Laguna Grandtour

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Mazda 6 Kombi vs. Renault Laguna Grandtour  

Schicke Hülle, viel dahinter

11.08.2009, 13:25 Uhr | Michael Gebhardt / AutoScout24

Mazda6 gegen Renault Laguna Grandtour (Foto: Michael Gebhardt/AutoScout24)Mazda6 gegen Renault Laguna Grandtour (Foto: Michael Gebhardt/AutoScout24)Mazda6 und Renault Laguna sind seit langem fester Bestandteil der Mittelklasse und erfreuen sich hierzulande vor allem als Kombis großer Beliebtheit. Sowohl die Japaner als auch die Franzosen haben - anders als der Klassenprimus VW beim  Passat -  ihren Lastesel auf Lifestyle-Optik getrimmt. Wir wollten wissen, was hinter der schicken Hülle steckt.#

Foto-Show Mazda6 Sport Kombi
Foto-Show Renault Laguna Grandtour

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Genügend Stauraum vorhanden

Lifestyle hin oder her, ein Kombi hat zuallererst praktisch zu sein. Und geht es um Stauraum, hat der Mazda6 in diesem Vergleich die Schnauze vorn. Mit maximal 1750 Liter Gepäckvolumen nimmt der Japaner gut 160 Liter mehr auf als der Renault. Bei aufgestellter Rückbank beträgt das Mazda-Plus zum 510 Liter fassenden Franzosen-Kofferraum dagegen nur zehn Liter.

Ebener Ladeboden

Punkten können beide mit ihren simpel umklappbaren Rücksitzen. Ein einziger Handgriff genügt, um hier wie da eine ebene Ladefläche zu schaffen. Praktisch: Neben der üblichen Gepäckraumabdeckung bietet Mazda noch ein Trennnetz, das beim Öffnen der Heckklappe mit nach oben fährt, um die Insassen vor kühler Zugluft zu schützen.  Der Renault bietet dagegen eine separat zu öffnende Heckscheibe.

Komfortabler Renault Laguna Grandtour

Wie das Gepäck, so haben auch die Passagiere im Renault weniger Platz als im Mazda. Obwohl letzterer mit 4,75 Metern sogar fünf Zentimeter kürzer ist, sitzt es sich vorne wie hinten kommod. Dafür herrscht im Franzosen das noblere Ambiente, sowohl hinsichtlich der Materialauswahl als auch der Gestaltung. Denn mit dem modernen, edel wirkenden Cockpit des Laguna kann der aufgeräumte Mazda nicht mithalten. Der wiederum bietet dafür Technikfans ein Extra-Schmankerl: Über Lenkradtasten lässt sich nicht wie üblich nur die Lautstärke, sondern etwa auch die Heizung regulieren.

Beide kommen mit Vierzylinder

Unter der Haube des Laguna Grandtour werkelt ein 150 PS starker Vierzylinder-Diesel, der mit seinen zwei Litern gut zehn Prozent weniger Hubraum hat als das Mazda-Aggregat. In der Leistung macht das 13 PS aus, die dem Japaner mehr zur Verfügung stehen. Außerdem kann dieser mit 360 Newtonmetern auf zwanzig Newtonmeter mehr Kraft zurückgreifen.

Mazda mit ein wenig Mühe

Laut Datenblatt soll das volle Drehmoment im Mazda bereits ab 1800 Touren bereit stehen, doch unter 2000 Umdrehungen hat der Selbstzünder spürbar Mühe, den mindestens 1,6 Tonnen schweren Kombi zu Bewegen. Danach schiebt er dafür umso kraftvoller nach vorne, und das bis an den roten Bereich des Drehzahlmessers. Der Standardsprint dauert 9,2 Sekunden, maximal schafft der Mazda 210 km/h.

Harmonischer Renault

Damit läuft er genauso schnell, wie der Laguna Grandtour, dem man allerdings eine halbe Sekunde mehr Zeit gewähren muss, um Tempo 100 auf dem Tacho ablesen zu können. Anders als im Mazda, ist dem Renault der Begriff Turboloch fremd. Artig zieht der Vierzylinder aus dem Drehzahlkeller an und wirkt in seiner gleichmäßigen Kraftentfaltung harmonischer als der Japaner.

Ruhig laufende Triebwerke

Beide ausgesprochen ruhig laufende Triebwerke sind an ein manuelles Sechsgang-Getriebe gekoppelt. Das dieses sich im Mazda präzise und knackig bedienen lässt, überrascht nicht, dass es im Laguna dagegen genauso viel Spaß macht, die Gänge zu wechseln, dagegen schon eher. Wer noch ein altes, schwammiges Franzosen-Getriebe im Sinn hat, wird hier eines Besseren belehrt.  

Zu straffer Mazda

Seinem Beinamen Sport Kombi macht der Mazda6 alle Ehre, leider zu Lasten der Passagiere. Denn der Japaner ist mehr als sportlich straff abgestimmt. Zwar haben die Ingenieure mit der Einführung des getesteten Dieselmotors das Fahrwerk etwas entschärft, also von bockelhart auf hart runtergestuft. Nach wie vor aber werden Unebenheiten und Querfugen in harte Schläge umgewandelt, die den Fahrspaß deutlich mindern. Zumal er sich in Kurven dennoch merklich zur Seite neigt!

Deutlich komfortabler reist es sich im Laguna, der schlechten Straßenzustand gut vor den Insassen zu verbergen weiß. Und trotzdem lässt sich der Franzose flott um die Kurven scheuchen, ohne  sich davon beeindruckt zu zeigen. Beide Fronttriebler legen lediglich ein gut kontrollierbares Schieben über die Vorderräder an den Tag, was aber hier wie da vom ESP schnell wieder unterbunden wird.  

Recht moderater Diesel-Verbrauch

Laut Herstellerangaben begnügen sich beide Kombis mit weniger als sechs Litern. Der stärkere Mazda soll nur 5,6 Liter schlucken, der Renault braucht im EU-Zyklus 5,9 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Gute Werte, die in der Praxis bei moderater Fahrweise auch annähernd erzielt werden. Zumindest die Sechs vorm Komma ist bei beiden problemlos erfahrbar.   

Kaum Preisunterschiede

Um gerade mal 200 Euro unterschieden sich die beiden Lifestyle-Kombis beim Anschaffungspreis, wobei der Renault Laguna Grandtour mit 29.600 Euro der Günstigere ist. Damit liegen die beiden in etwa auf dem Niveau eines 140 PS starken VW Passat oder Ford Mondeo. Die Serienausstattung kann sich beiderseits sehen lassen, Klimaanlage, elektrische Fensterheber, CD-Radio, Licht- und Regensensor, Nebelleuchten und ein Tempomat gehören zum Standardrepertoire.

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Navigationssytem im Renault serienmäßig

Mazda bestückt seinen Kombi zusätzlich mit einer Sitzheizung für die vorderen Plätze und elektrisch einstellbaren Außenspiegeln (750 Euro beim Laguna), während bei Renault im Grundpreis schon die Parksensoren an der hinteren Stoßstange inbegriffen sind. Vorbildlich: Die Franzosen spendieren dem Grandtour ab Werk ein Navigationssystem.

Viel Auto für wenig Geld:

Mazda und Renault haben schicke Lifestyle-Kombis auf die Beine gestellt, die zudem noch praktisch sind. Wem es vor allem auf Platz ankommt, der sollte zum Japaner greifen, im Laguna geht es enger zu und auch der Kofferraum ist deutlich kleiner. Dafür bietet der Franzose den schickeren Innenraum. Motorenseitig empfiehlt sich der Renault-Diesel durch seinen harmonische Kraftentfaltung, während der Mazda eher die Freunde des plötzlichen Turbo-Schubs anspricht. Die müssen dann allerdings das äußerst straffe Fahrwerk in Kauf nehmen, das auf Dauer nervig sein kann.

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