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Autotest: So fährt sich der VW Polo GTI

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Fahrbericht  

VW Polo GTI: Liebenswerte Giftspritze

14.05.2010, 14:06 Uhr | Silke Koppers, mid

Autotest: So fährt sich der VW Polo GTI. VW Polo GTI (Foto: Volkswagen)

VW Polo GTI (Foto: Volkswagen)

Die klassische rote Rahmenlinie am Wabenkühlergrill und ein bissiger Motor zeichnen seit jeher die sportlichen GTI-Modelle von Volkswagen aus. Nun haben die Wolfsburger auch dem aktuellen Polo diese Attribute angedeihen lassen. Herausgekommen ist ein agiler Kleinwagen, dem es an Leistung nicht mangelt, der aber nicht zu aggressiv wirkt. Zu Preisen ab 22.500 Euro tritt der VW Polo GTI Ende Mai gegen Mini Cooper S, Opel Corsa OPC und Co. an.

Polo GTI: Akustische Höllenmaschine im Innenraum

Böse grummelt bereits beim Start der 180 PS starke Benzinmotor, der von einem Turbolader und einem Kompressor unterstützt wird. Der Hubraum von 1,4 Litern ist auf vier Zylinder verteilt, doch akustisch könnte man dahinter eine "Höllenmaschine" vermuten. So klingt es aber auch nur im Innenraum, wo das Grollen zwar stets präsent ist, aber nicht lästig wird. Von außen gelauscht, ist der Motor weder zu laut, noch klingt er tief böse, sondern vielmehr wie ein etwas potenterer Polo.

Von 0 auf 100 km/h in nur 6,9 Sekunden

Direkteinspritzung und Aufladung sorgen für sportliche Leistung, die schon bei der Anfahrt zu spüren ist. Bissig und mit Dampf tritt der Polo zum Gefecht an. Für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 benötigt der 1194 Kilogramm schwere Fronttriebler 6,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 229 km/h erreicht. Damit lassen sich Autobahnpassagen zügig bewältigen - bemerkenswerterweise, ohne dass Unebenheiten dem Kreuz der Insassen zusetzen. Richtig Spaß macht der Fronttriebler vor allem auf der Landstraße; da ist er schon aufgrund seiner Abmessungen auf seinem Terrain und kann dabei dem ein oder anderen größeren Auto mit sportlicher Ausrichtung durchaus die Show stehlen.

Siebengang-DSG serienmäßig an Bord

Die Kraftübertragung übernimmt serienmäßig das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das schnell Gangwechsel ermöglicht und gut zum sportlich ausgerichteten Polo passt. Wer gern die Gänge ausfahren möchte, kann den Sport-Modus der Automatik wählen oder über die kleinen Schaltpaddel am Lenkrad selbst ins Schaltgeschehen eingreifen.

Tiefergelegtes Sportfahrwerk

Zur Sportlichkeit des Mini-GTI tragen auch die relativ direkt ausgelegte Lenkung und das um 15 Millimeter tiefergelegte Sportfahrwerk bei. Trotz hohem Kurventempo bleibt ein solider Kontakt zur Straße stets gewährleistet, und das serienmäßige ESP greift erst angenehm spät ins Geschehen ein. Zudem sorgt die aus dem größeren Golf GTI bekannte elektronische Quersperre (XDS) an der Vorderachse für spürbar mehr Traktion als beim Standard-Polo. Erst in zu sportlich genommenen Kehren schiebt er dann über die Vorderräder.

EU-Normverbrauch unter sechs Litern

Auf dem Papier soll sich der GTI mit 5,9 Litern Superbenzin auf 100 Kilometern begnügen. Sein vergleichbar motorisierter Vorgänger mit dem 1,8-Liter-Turbomotor hat 7,9 Liter Sprit verbraucht. Der Wert ist bei gleichmäßiger Fahrt fast erreichbar. Folgt man aber der Bestimmung eines GTIs und lässt den Motor jubeln, werden auch mal gern deutlich über sieben Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern geschluckt.

Panorama-Dach optional erhältlich

Neben der Technik wurde auch die Optik gegenüber dem Standardmodell geändert. Neben den typischen roten Zierleiste am Kühlergrill ist unter anderem die Frontschürze im Vergleich zu normalen Serienversion etwas größer. Auch Schwellerverbreiterungen und der in Wagenfarbe lackierte Heckspoiler weisen auf die GTI-Version hin. Außerdem ins Auge fallen die 17-Zoll-Leichtmetallräder, die in rot lackierten Bremssättel sowie das verchromte Doppelendrohr der Auspuffanlage auf der linken Heckseite. Optional gibt es ein elektrisch bedienbares Panorama-Schiebedach sowie neu aufgebaute Bi-Xenonscheinwerfer.

Klimaanlage serienmäßig an Bord

Passend zur äußeren Erscheinung finden sich im Innenraum Sportsitze mit Stoffbezug im Karo-Muster der 70er Jahre. Das wirkt zwar nicht auf jeden sportlich, aber dafür geben die Sitze in zügig durcheilten Kurven den Insassen soliden Halt und bietet gleichzeitig genug Komfort. Zur Serienausstattung gehören außerdem unter anderem eine Klimaanlage und Nebelscheinwerfer - und, was selten geworden ist, satte vier Kleiderhaken im Fondbereich sowie zwei Verzurrösen im Kofferraum. Die sollte man bei schwerem Gepäck unbedingt nutzen, denn sonst wirkt die Ladung bei sportlicher Fahrt wie ein Anti-ESP, das das Heck ist den Kurven nach außen drängen lässt. Der Polo GTI ist eben eine "Giftspritze mit Haken und Ösen".

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Bewertung

Plus: relativ geringer Verbrauch bei sportlichen Fahrleistungen
Minus: Motor akustisch im Innenraum etwas zu präsent, hoher Einstiegspreis

Technische Daten VW Polo GTI

Motor

Zylinder

Leistung

0-100 km/h

V-Max

Verbrauch

CO2

Preis ab

1,4-Liter-Benziner mit Turbolader und Kompressor

4

180 PS

6,9 s

228 km/h

5,9 Liter

139 g

22.500 €

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