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Volvo S60: Schwedische Mittelklasse im Test

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So gut ist der neue Volvo S60

20.05.2010, 10:58 Uhr | Holger Holzer, mid

Volvo S60: Schwedische Mittelklasse im Test. Neuer Volvo S60 in Fahrt (Foto: Volvo)

Neuer Volvo S60 in Fahrt (Foto: Volvo)

Bei seiner neuen Mittelklasselimousine bringt Volvo dem Schwedenstahl das Fließen bei. Das Design des ab Herbst erhältlichen S60 zeigt coupéhaften Schwung statt klassischer Kante. Die Preise starten zunächst bei 27.000 Euro. Klicken Sie sich durch die Foto-Show.

Volvo S60 mit Fußgängererkennung

Gewohnt hoch bleibt dabei das Sicherheitsniveau; so gehört unter anderem ein Kollisionswarner mit Notbremsfunktion zur Serienausstattung. Als Weltpremiere erkennt das Video-Radar-System gegen Aufpreis auch auf die Straße laufende Fußgänger. Motorseitig gibt es neben überarbeiteten Fünf- und Sechszylinder-Motoren auch einen neuen Turbo-Benzindirekteinspritzer.

Volvo ist rundlicher geworden

Das Profil prägen die zu einem kurzen Heck hin abfallende Dachlinie und die rundliche Frontpartie. An der Front gibt es einen oval gehaltenen Kühlergrill. Die Scheinwerfer sind weit in Richtung Kotflügel gezogen, abgesetzt daneben finden sich charakteristische kleine Tagfahrleuchten.

Nicht ganz so viel Platz im Volvo S60

Im elegant-skandinavischen Innenraum findet sich als bestimmendes Element die vom Armaturenbrett zwischen die Sitze fließende Mittelkonsole, die allerdings mit ihren zahlreichen Knöpfen im ansonsten aufgeräumten Cockpit etwas überladen wirkt. Das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer ist luftig, im Fond schlägt sich die elegante Dachlinie aber in einer eingeschränkten Kopffreiheit nieder. Auch verlangt der Einstieg durch die eng geschnittenen Türausschnitte etwas Beweglichkeit. Beim Kofferraumvolumen liegt der Volvo mit rund 400 Litern bei voller Bestuhlung unter dem Klassendurchschnitt.

Viele Sicherheitsfeatures

Punkten kann der Mittelklässler mit reichhaltiger Sicherheitsausstattung. Bereits in der Basisversion gibt es serienmäßig neben sechs Airbags einen Radarsensor an der Front, der andere Fahrzeuge aus Metall erkennt und den Fahrer bei einer drohenden Kollision warnt. Reagiert dieser nicht auf Signalton und -lampe, wird automatisch abgebremst. Bei typischem Stop-and-go-Tempo bis 35 km/h kommt das Fahrzeug so noch vor dem Hindernis zum Stillstand. Bei höherem Tempo wird zumindest die Härte des Aufpralls gemildert.

Kamera und Totwinkelassistent

Für 1700 Euro Aufpreis gibt es noch eine Kamera, die mit Hilfe eines Bilderkennungs-Computers erstmals auch Fußgänger erkennt. Bei ersten Tests funktionierte das einwandfrei. Außerdem gibt es unter anderem einen Spurhalte- und Totwinkelassistenten, der bereits aus den größeren Modellen der Marke bekannt ist.

Der "sportlichste Volvo aller Zeiten"?

Bisher bestimmten gemütliche Familiengleiter das Modellprogramm von Volvo. Der S60 soll nun ein wenig Pfeffer in die Angebotspalette bringen und laut Hersteller der "sportlichste Volvo aller Zeiten" sein. Und in der Tat schlägt sich der straff gefederte und mit einer direkten Lenkung ausgestattete Fronttriebler durchaus agil durch die Kurven. Bei niedrigen Geschwindigkeiten leidet dadurch ein wenig der Komfort, bei Reisetempo werden aber die meisten Unebenheiten angenehm glattgebügelt. Störend im Stadtverkehr ist jedoch der relativ große Wendekreis.

Neuer 2-Liter-Turbobenziner

Das Motorenprogramm zeichnet sich durch ausschließlich aufgeladene Direkteinspritzer aus. Premiere feiert ein gemeinsam mit der ehemaligen Konzernmutter Ford entwickelter 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 203 PS Leistung. Bereits bei niedrigen Drehzahlen entfaltet das Triebwerk sein maximales Drehmoment von 320 Newtonmeter, das für souveränen Vortrieb sorgt.

Ein bisschen viel Verbrauch

Der Spurt von null auf 100 km/h dauert 7,7 Sekunden und damit einen Wimpernschlag länger als bei direkten Wettbewerbern mit vergleichbaren Motoren wie dem Audi A4 oder der Mercedes-Benz C-Klasse. Maximal fährt der Schwede mit 235 km/h den deutschen Premium-Limousinen ebenfalls knapp hinterher. Beim Verbrauch hingegen toppt er mit 7,9 Litern Super die niedrigeren Werte der Konkurrenz deutlich.

Geringe Aufpreise für Fünfzylinder

Sparsamer gehen da die beiden Fünfzylinder-Dieselmotoren zur Sache: Der 2,0-Liter-Motor mit 163 PS benötigt laut Hersteller 5,2 Liter Diesel, der 205 PS starke 2,4-Liter-Motor genehmigt sich 5,9 Liter Kraftstoff. Bei nur geringen Aufpreisen gegenüber dem Benziner dürften sie in der Regel die bessere Wahl sein. Der stärkere Selbstzünder ist zudem mit Allradantrieb kombinierbar.

Top-Version mit 304 PS

Serienmäßig als 4x4-Limousine kommt die Top-Version mit dem 3,0-Liter-Sechszylinder-Turbobenziner und 304 PS Leistung daher. Der Verbrauch soll bei 10,2 Litern Superbenzin liegen. Serienmäßig sorgt ein manuelles Sechsganggetriebe für die Kraftübertragung. Spritspartechnik wie Start-Stopp-System gibt es zunächst nicht, Ende des Jahres soll aber eine Sparversion mit einem 1,6-Liter-Dieselmotor kommen, die nur rund 4,3 Liter Sprit benötigt und somit nur 114 g CO2/km ausstößt.

Ab 27.000 Euro zu haben

Preislich rangiert die Schweden-Limousine mit 27.000 Euro für den kleinsten Benziner und 31.650 Euro für den Einstiegsdiesel knapp unter dem Niveau des Hauptwettbewerbers Audi A4. Rund 3000 bis 4000 Einheiten sollen im ersten vollen Verkaufsjahr 2011 deutsche Käufer finden. Weitere Kunden soll der bereits Ende 2010 startende Kombi locken, der unter dem Namen Volvo V60 angeboten wird.

Bewertung:

Plus: sehr gute Sicherheitsausstattung, agiles und sicheres Fahrverhalten
Minus: wenig Kopffreiheit im Fond, kein Start-Stopp

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