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VW Amarok im Autotest: Komfortabler Laster

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Nutzfahrzeuge  

VW Amarok: Geländegängiger Lademeister

15.06.2010, 10:05 Uhr | Gerhard Prien/mid, mid

VW Amarok im Autotest: Komfortabler Laster. VW Amarok (Foto: VW)

VW Amarok (Foto: VW)

Weltweit ist der Pick-up die meist verkaufte Karosserieform. Weit, ganz weit vor Kombis, Limousinen, SUVs oder gar Cabrios. Kein Wunder, dass auch Volkswagen Nutzfahrzeuge mit dem neuen Amarok ein Stück vom weltweit recht großen Kuchen abhaben will. Ganz im Gegenteil ist es eher schon verwunderlich, dass die Hannoveraner (nach einem Zwischenspiel mit dem in Kooperation mit Toyota gebauten Taro in den 1990er Jahren) so lange mit einem "kleinen" Pritschenwagen auf sich haben warten lassen.

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Bislang wenig Nachfrage nach Pick-ups in Deutschland

Während in den USA die Hausfrau mit dem Pick-up zum Supermarkt, der Börsenmakler ins Büro und der Nachwuchs zum Sport fährt, begrenzt sich die Nachfrage in Deutschland auf rund 10.000 Einheiten jährlich. Dabei hat ein Pick-up durchaus seine praktischen Seiten. Im Falle des 5,25 Meter langen VW Amarok sind das: Platz für bis zu fünf Personen, die Pkw-ähnlich untergebracht sind und eine anständig bemessene Ladefläche (Ladeflächentiefe 1,56 Meter, Ladeflächenbreite 1,62 Meter), die obendrein mit einer Ladekantenhöhe von 78 Zentimeter recht niedrig liegt.

Euro-Palette passt auf die Ladefläche

Die Ladefläche nimmt eine Euro-Palette auch quer auf, denn der Abstand zwischen den Radhäusern liegt bei 1,22 Metern. Damit legt der neue Amarok, der ab September zu haben ist, Bestwerte in seiner Klasse vor. Seine Klasse ist die der viertürigen Doppelkabiner mit rund einer Tonne Nutzlast - je nach Version darf der Amarok sogar bis zu 1,16 Tonnen zuladen. Auf die eher nutzorientierte zweitürige Single-Cab-Version mit zwei Sitzen und einer entsprechend längeren Ladefläche müssen potenzielle Käufer noch warten. Sie ist für die erste Jahreshälfte 2011 angekündigt.

Drei Antriebsversionen

Neben der großen Ladefläche bietet der Amarok gleich drei Antriebsversionen: Heckantrieb, zuschaltbaren und permanenten Allradantrieb. Kleiner Knüller: Zuschalt- und Permanent-Allrad gibt es zum gleichen Preis. Dummerweise ist die Untersetzung bisher nur für die Version mit zuschaltbarem 4x4-Antrieb zu haben - aber das kann sich ja noch ändern. Hilfreich wäre eine Untersetzung etwa beim Zuwasserlassen eines Bootes. Das kann auch schon etwas größer sein, bis zu 2,8 Tonnen darf der Amarok ziehen. Alle Antriebsaggregate bieten eine elektronische Differenzialsperre mittels automatischem Bremseingriff. Wem das nicht reicht: Optional ist eine mechanische Differenzialsperre für die Hinterachse zu haben.

Sparsamer Diesel

Ein weiteres Highlight des Amarok ist sein in Deutschland gefertigter 163 PS starker Zweiliter-TDI mit Common-Rail-Direkteinspritzung und zweistufiger Bi-Turboaufladung. Der Durchschnittsverbrauch liegt beim Amaraok 4x2 bei 7,8 Litern Diesel auf 100 Kilometer Fahrstrecke. Die Preisliste für dieses Modell startet hierzulande bei rund 29.000 Euro. Die "Szene" in Deutschland bedauert zwar, dass VW nicht ins Regal gegriffen und einen dort befindlichen Dreiliter-Motor unter die Haube des Amarok gesteckt hat - aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Und außerdem hat VW mit seinem neuen Nützling auch eher andere Märkte im Visier: Südamerika, Australien oder Afrika. Märkte, in denen Wettbewerber wie Toyota anständige Stückzahlen absetzen.

Motoren erfüllen Euro-5-Norm

Eine zweite Motorvariante mit 122 PS schiebt Volkswagen Nutzfahrzeuge noch nach. Sie dürfte eher den gewerblichen als den privaten Kunden ansprechen. Beide Motoren erfüllen die Euro-5-Abgasnorm und sind mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt. Ein Automatikgetriebe soll, so hört man aus Hannover, jedoch schon in Arbeit sein.

Komfortabel auch im Gelände

Wie fährt er sich nun, der neue Amarok? Erstaunlich gut für einen Pick-up. Von der angeblichen Anfahrschwäche, über die hier und da schon mal gemunkelt wurde, keine Spur. Außerdem ist der Amarok für einen Pick-up erstaunlich komfortabel. Und das nicht nur auf der Straße, sondern auch im Gelände. Leiser ist er auch, und mit seinen 163 Pferdchen unter der Haube werden selbst längere Strecken nicht zur Qual. Dafür sorgt auch die erreichbare Höchstgeschwindigkeit von über 180 km/h. Die umfassende Sicherheitsausstattung mit Fahrer- und Beifahrer-Airbag, seitliche Kopf-/Thorax-Airbags, Gurtstraffer vorne und ESP ist auf der Höhe der Zeit.

Bewertung

Plus: hohes Komfort- und Sicherheitsniveau, gutes Geräuschniveau
Minus: bislang kein Automatikgetriebe im Angebot, bescheidener Knieraum im Fond



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