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Fiat 500C Twin Air: Autotest mit dem Zweizylindermotor

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Fiat 500C Twin Air  

Es klappert in der Kultkiste

22.06.2011, 12:25 Uhr | , t-online.de

Fiat 500C Twin Air: Autotest mit dem Zweizylindermotor. Fiat 500C 0,9 Twin Air (Foto: Daniela Hillbricht / t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Fiat 500C 0,9 Twin Air (Foto: Daniela Hillbricht / t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Unterwegs mit einem der besten Motoren der Welt: Der Twin Air-Benziner im Fiat 500C Twin Air ist "Engine of the Year" geworden und soll besonders sparsam sein - wir fuhren die Cabrio-Version des Kleinwagens. Was kann der kleine Zweizylinder?

Kultiges Cabrio mit Rolldach

Knuffig steht der Kleine da, vor allem Frauen sind von seinen Kulleraugen und dem runden Heck begeistert. Auch das rote Stoffdach und die Aluräder stehen dem perlmuttlackierten Cabrio gut. Auf Knopfdruck lässt sich das Stoffdach bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h in verschiedene Positionen ein- und ausfahren.

Schicker Retro-Innenraum

Vorne ist auch für große Personen Platz genug, hinten sollten dagegen nur Kinder sitzen. Das Armaturenbrett glänzt mit Lack in Außenfarbe. Beim Start muss man sich erst an den Sound des Zweizylinders gewöhnen. Dann fällt die teigige Lenkung auf, das Lederlenkrad wirkt zudem zu groß und klotzig. Der Klavierlack im großen Logo ist schön, aber spiegelt. Genauso wie die unübersichtlichen Instrumente im Cockpit - hat man das Dach geöffnet, kann man die Digitalanzeigen im Zentraldisplay getrost vergessen.

Bei geöffnetem Dach keine Sicht nach hinten

Bei komplett geöffnetem Dach sollte man auch beim Abbiegen allerhöchste Vorsicht walten lassen - der Blick nach hinten ist durch die dicke C-Säule und das nicht weit genug versenkte Stoffdach total verbaut. Selbst ein Blick in den Innenspiegel bringt nichts. Man muss sich auf die Außenspiegel verlassen, beim Rückwärtseinparken helfen immerhin Sensoren.

Schwammiges Kurvenverhalten

Fleißig schalten ist angesagt, sonst kommt der Mini-Turbo nicht in Gang. Spaß macht das mit der etwas hakeligen Schaltung nicht. An der Ampel schaltet die serienmäßige Start-Stopp-Automatik den Motor ab. Außerhalb der Stadt geht der Fahrspaß vollends flöten - Kurven sind nicht das Metier des 1,50 Meter hohen Retro-Minis, der Wagen schaukelt und macht keinen dynamischen Eindruck. ESP kostet übrigens 350 Euro Aufpreis. Auf kurzen Unebenheiten stuckert der 3,55 Meter lange Kleinwagen aufgrund seines kurzen Radstandes natürlich auch.

Klappern gehört zum Handwerk

Der sympathische Flitzer ist eher für das Offenfahren in der Stadt gemacht: Der Weg ist das Ziel. Mit der richtigen Einstellung macht die kultige Knubbelkiste sogar Spaß. Man tuckert gemütlich mit 50 Sachen durch die Straßen und erfreut sich am Klapper-Sound der zwei Zylinder. Große Einkaufstouren sollte man indes nicht einplanen: Mit 182 bis 520 Liter Gepäckvolumen ist dem Konsumrausch schnell ein Ende gesetzt. Immerhin passen zwei Getränkekisten in den Kofferraum, aber dann ist er auch schon fast voll.

Schaltanzeige empfiehlt oft einen zu hohen Gang

Nun aber zum wichtigsten Bauteil des Fiat-Kleinwagens: Der Twin Air-Motor soll besonders sparsam sein. Die hydraulisch variable Ventilsteuerung ersetzt die Einlassnockenwelle, dadurch soll eine jeweils optimale Befüllung der zwei Zylinder erreicht und somit sparsam mit dem Sprit umgegangen werden. Zudem gibt es die Eco-Taste - damit wird das Drehmoment elektronisch auf 100 Newtonmeter und die Leistung auf 57 PS begrenzt. Ein Tritt aufs Gaspedal hat dann so gut wie keine Wirkung mehr. Trotzdem empfiehlt die Schaltanzeige oft einen höheren Gang - lautes Brummen und Dröhnen sind die Folge. Dann heißt es schnell einen Gang zurückschalten.

Durstiger Spar-Motor

Was bringt denn der kleine Motor in Verbindung mit dem Economy-Modus? Ein Blick auf den Momentanverbrauch im Cockpit ergibt immer wieder erfreuliche Werte von zwei bis drei Litern. Doch der Durchschnittsverbrauch liegt bei fast sieben Litern - und das bei etlichen Fahrten im Eco-Modus. Richtig erklären kann den großen Durst keiner, denn trotz behutsamer Fahrweise war der Verbrauch nicht zu drücken - und auf dem Datenblatt stehen 4,1 Liter.

Technische Daten Fiat 500C 0,9 Twin Air

Hubraum

875 ccm

Leistung

85 PS

Drehmoment

145 Nm

0-100 km/h

11,0 s

V-Max

173 km/h

Verbrauch / CO2

4,1 l / 95 g

Preis ab

15.700 Euro


Kleines Cabrio zu teils kräftigen Preisen

Wer mit dem Retro-Cabrio lässig knatternd durch die Stadt cruisen möchte, kann dies ab 14.100 Euro tun. So viel kostet der Fiat 500 C Pop, die von uns gefahrene Version Lounge 0,9 Twin Air mit dem 85 PS-Motor gibt es erst ab 19.750 Euro. Insgesamt ist der Fiat ein pfiffiges Cabrio mit schicken Accessoires - aber leider ist der kleine Zweizylinder-Motor einfach zu durstig.

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