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Lada Niva: Das letzte echte Männerauto

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Lada Niva  

Das letzte echte Männerauto

11.08.2011, 11:08 Uhr | Joachim Teske, , t-online.de

Lada Niva: Das letzte echte Männerauto. Lada Niva im Autotest (Foto: Joachim Teske / t-online.de)

Lada Niva im Autotest (Foto: Joachim Teske / t-online.de)

Wie fährt sich eigentlich ein fabrikneuer Oldtimer? Seit 1976 wird der rustikale Geländewagen Lada Niva fast ohne Änderungen gebaut. Wir haben den Lada Niva New Safari 4x4 unter die Lupe genommen.

Einsteigen mit drei Schlüsseln

Die automobile Zeitreise fängt schon vor dem Einsteigen an - es gilt, den richtigen Schlüssel für die Tür zu finden. Danach muss man die elektronische Wegfahrsperre mit einem Key deaktivieren, bevor man den Schlüssel für das links befindliche Zündschloss einschieben kann.

Viel Plastik im kargen Innenraum

Einmal hinter dem sehr großen Lenkrad Platz genommen, findet man im Cockpit klapprige Blinkerhebel, spiegelnde Instrumente und ganz viel Kunststoff, der etwas seltsam riecht. Was man natürlich nicht findet: Airbags, Klimaanlage oder elektrische Helferlein. Die Plastikkippschalter sind über die Mittelkonsole verstreut, das schwache Gebläse hat nur zwei Stufen. Die knorrige Fünfgang-Handschaltung hat einen sehr langen Stock, für den fünften Gang muss man sich vorbeugen oder den Arm ausstrecken. Da ist noch echte Schaltarbeit angesagt.

Lada Niva mit unkompliziertem Fahrverhalten

Mit seinen 83 PS ist der Lada nicht übermotorisiert, aber im normalen Stadtverkehr fällt das nicht auf. Die Fahrweise ist zwangsläufig ruhig und gemütlich und durch die erhöhte Sitzposition hat man einen guten Überblick. Und der kleine Geländewagen ist leichter zu fahren, als es aussieht. Auch auf der Autobahn kommt man nach langer Beschleunigungsphase gut vom Fleck; dabei ist Tempo 110 die ideale Reisegeschwindigkeit für den Niva, der maximal knapp 140 km/h schafft. Im Innenraum ist es zwar laut, aber noch auszuhalten. Bloß scharfes Bremsen löst fiese Lenkvibrationen aus.

Im Gelände fühlt sich der Lada Niva am wohlsten

Nachdem der Lada Niva auf seine Alltagstauglichkeit getestet wurde, musste er noch Fähigkeiten im Gelände unter Beweis stellen. Abseits der Straße fühlt sich der 1,2 Tonnen leichte Lada am wohlsten. Hier kann er Punkte sammeln: Mit permanentem Allradantrieb, Untersetzung und Differentialsperre meistert er selbst schwierige Hindernisse.

Technische Daten Lada Niva 4x4

MotorVierzylinder-Ottomotor
Hubraum1690 ccm
Leistung83 PS
Drehmoment129 Nm
V-Max137 km/h
Verbrauch9,5 l
Preis ab9990 Euro


Kurze Überhänge und gute Klettereigenschaften

Der Niva bietet in allen Situationen Grip, Pfützen mag er bis 65 Zentimeter Wattiefe, er bezwingt Steigungen bis 58 Prozent und sein Kippwinkel liegt bei 48 Grad. Durch die kurzen Überhänge kann man den Niva ohne Aufsetzen auch durch große Unebenheiten fahren. Er zeigt, wo seine Wurzeln liegen, auch ohne die Untersetzung ist ein Vorankommen auf losem Untergrund problemlos möglich - trotz der normalen Straßenbereifung auf den 16-Zöllern.

Schlechte Scheinwerfer

Nicht mehr zeitgemäß ist die allerdings die Beleuchtung. Die Frontscheinwerfer geben sich zwar große Mühe, die Straße auszuleuchten, doch die Bemühungen enden mit einem Lichtklecks maximal zwei Meter vor dem Fahrzeug. Ein dauerhaftes Fahren mit Fernlicht stellt in Zeiten von Xenonlicht aber kein Problem dar.

Fazit Lada Niva 4x4: Robuster Geländewagen

Wer einen kleinen, robusten Geländewagen sucht, der nicht viel kosten soll, ist mit dem Lada Niva gut bedient. Ab 9999 Euro ist die Basisversion des sympathischen Niva zu haben. Dafür muss man allerdings auf einige Komfortdetails verzichten. Trotzdem schlägt sich der Oldie in allen getesteten Bereichen wacker. Bis auf eine unzuverlässige Tankanzeige und das schwache Abblendlicht gibt es kaum etwas am Geländewagen auszusetzen. Aber das wird Puristen nicht weiter stören.

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