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VW up!: erster Test mit dem VW-Kleinwagen

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VW up!: Schon up gefahren

11.10.2011, 10:34 Uhr | mid

VW up!: erster Test mit dem VW-Kleinwagen. VW up! in Fahrt (Quelle: Hersteller)

VW up! in Fahrt (Quelle: Hersteller)

Volkswagen hat wieder einen Wagen fürs Volk. Auf den ersten Blick setzt der up! fort, was mit dem Lupo aufgegeben wurde: Ein Kleinwagen, der als Zweitwagen im automobilen Alltag eine ebenso gute Figur macht wie als stylishes Einstiegsmodell für junge Autofahrer. Und das alles zu einem halbwegs günstigen Preis. Ab 9850 Euro rollt der Viersitzer mit zwei Benzinern und fünf Ausstattungen ab Dezember zum Händler.

VW up! Spartanische Basis

Wobei der Blick in die Preisliste das mit dem "günstig" gleich wieder relativiert. Denn die Basisausstattung namens "Take up!" ist vergleichsweise spartanisch ausgestattet. Hier ist Handarbeit angesagt. Türen werden noch mit dem Schlüssel geöffnet und verschlossen, Fenster rauf und runter gekurbelt. Das Handschuhfach ist offen, die Rücksitzlehne nur komplett umklappbar, von einer Klima- und Audioanlage oder einem Tempomaten wollen wir gar nicht reden.

Vorbildliche Sicherheitsausstattung

Das können die Konkurrenten wie Fiat Panda, Kia Picanto oder Hyundai i10 besser. Immerhin sind Servolenkung, Easy-Entry-Einstiegshilfe und Tagfahrlicht Serie. Außerdem eine für diese Klasse vorbildliche Sicherheitsausrüstung mit ESP, Front- und Seitenairbags sowie eine City-Notbremse, die sich unterhalb von 30 km/h automatisch aktiviert.

10.000-Euro-Grenze überschritten

Erst die zweite Ausstattungsstufe "Move up!" bietet klassenübliche Features wie Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber oder eben auch eine teilbare Rücksitzlehne und Handschuhfach mit Klappe. Allerdings ist mit 800 Euro Aufschlag dann die psychologische 10.000-Euro-Grenze überschritten.

Komfort erst in höchster Ausstattung

Und erst beim Topmodell "High up!" (ab 12.450 Euro) wird der Wagen mit 15-Zoll-Alu-Felgen, Nebelscheinwerfern, elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, CD-Radio, Klimaanlage, Lederlenkrad und verscheiden farbigem Armaturenträger das trendige Stadtauto für Jung und Alt. Zum Marktstart gibt es außerdem noch zwei Sondereditionen "up! black" und "up! white", die zu Preisen ab 13.700 Euro neben 16-Zoll-Aluräder auch das portable Infotainmentsystem "maps + more" an Bord haben.

Konkurrenz aus dem eigenen Haus

Doch so wie das VW-Badge auf der Front nicht nur solide Technik, sondern auch einen hohen Wiederverkaufwert garantiert, wird auch der up! seine Käufer finden. Und VW-Chef Martin Winterkorn will beweisen, dass "VW auch im A00-Segment (der Kleinstwagen) noch Geld verdienen kann, ohne Abstriche in Design oder bei der Qualität zu machen". Möglich machen das die Synergieeffekte mit den technischen Zwillingen Skoda Citigo und Seat Mii, die kurz nach dem up! auf den Markt kommen werden. Und von denen vielleicht noch die größere Konkurrenz als von den etablierten Importeuren drohen könnte.

Platz für vier Personen

Geht es allerdings allein nach der Optik, braucht das Wolfsburger Original den Vergleich nicht zu fürchten. Denn der VW up! erscheint mit der lächelnden Frontgrafik, den angeschnittenen hinteren Seitenfenstern und dem weit herunter gezogenen Glasheck noch als der modernste und trendigste der drei Varianten. Auf 3,54 Meter bietet der Kleine bequem Platz für vier Personen. Der ab Werk verbaute Easy-Entry-Einstieg hilft auch größeren Menschen in den Fond und vor allem wieder hinaus.

Navi mit Navigon entwickelt

Das Cockpit ist in der Basisausführung mehr als schlicht. Mit steigendem Ausstattungsniveau werden Armaturenbrett und Interieur durch Lackierung, Leder- und Chromapplikationen zunehmend hochwertiger. Highlight ist das herausnehmbare Infotainmentsystem "maps + more", das 355 Euro (plus 355 Euro für Radiosystem in "take" und "move") kostet. Das zusammen mit Navigon entwickelte Touchscreen-Modul wird auf der Mittelkonsole eingeklickt und dabei mit der Bordelektronik vernetzt. Es beinhaltet Navigation, Telefonfreisprecheinrichtung, einen Spritspar-Trainer, diverse Fahrzeuginformationen sowie einen Mediaplayer und lässt sich über Apps und up!dates immer auf den neuesten Software-Stand halten.

Dreizylinder kaum unterscheidbar

Zum Start sind zwei identische 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit gleichem Drehmomentverlauf von 95 Newtonmetzer ab 3000 Touren mit den zwei Leistungsstufen von jeweils 60 PS oder 75 PS zu haben. Wobei es auf der Straße kaum einen Unterschied macht, in welcher Leistungsstufe man unterwegs ist. Beide bewegen sich in der Stadt nahezu identisch, sprinten mit typisch knurrigem Dreizylindersound aus dem Ampelstopp, wedeln spritzig und spontan durch die Kurven, wobei die genaue Lenkung ein agiles Handling und das straff gestimmte Fahrwerk ein gutes Feedback vermittelt.

Knapp fünf Liter Verbrauch

Auch Sprint und Spitze sind subjektiv in den beiden komplett neu entwickelten Motoren kaum zu unterscheiden, so dass die 600 Euro Aufpreis für die stärkere Variante besser in die Ausstattung investiert sind. Auch die EU-Normverbräuche bewegen sich mit 4,5 Litern respektive 4,7 Litern Super je 100 Kilometer auf annähernd gleichem Niveau. Eine Blue Motion-Version mit Start-Stopp-Automatik soll es erst im nächsten Jahr geben.

Erdgas statt Diesel

Und statt eines Diesels, von dem VW in diesem Segment kaum Absatz erwartet, soll Mitte 2012 ein up! mit Erdgasantrieb folgen. Warum der sich allerdings bei dem dürftigen Erdgas-Tankstellennetz besser verkaufen soll, bleibt wohl ein Marketing-Geheimnis von VW. Fakt ist, dass die CNG-Version mit einem CO2-Emissionswert von 79 Gramm pro Kilometer den jetzigen Rekordhalter Smart Fortwo cdi mit 86 Gramm pro Kilometer unterbieten würde.

Fazit: Innovationen fehlen

Was jedoch wirklich fehlt sind Innovationen. Abgesehen von dem Notbremsassistenten und dem portablen Navi-Gerät hat der up! nichts, was die Konkurrenz, ja selbst ein Lupo nicht auch schon aufweisen konnte. Ein Modell mit Elektroantrieb soll erst 2013 kommen, noch im kommenden Jahr steht ein Fünftürer sowie die stärker motorisierte GT-Version ins Haus. Das war's erstmal.

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