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Audi S8: Luxuslimousine mit 520 PS im Test

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Neuer Audi S8: Rasende Trickkiste

18.10.2011, 11:55 Uhr | Press-Inform

Audi S8: Luxuslimousine mit 520 PS im Test. Audi S8 in Fahrt (Quelle: Hersteller)

Audi S8 in Fahrt (Quelle: Hersteller)

Mit 520 PS und jeder Menge neuer Technik kommt der neue Audi S8 im nächsten Jahr auf die Straße. Dank Zylinderabschaltung schafft er dabei den automobilen Spagat zwischen einem kraftvollem Sprinter und einem umweltbewussten Luxusliner.

Audi S8: stärker und sparsamer

Dass der neue Audi S8 stärker als sein Vorgänger sein würde, war klar. Dass er dabei um 23 Prozent sparsamer und dennoch beim beherzten Tritt auf das Gaspedal seinen Insassen die Hinterköpfe an die Kopfstützen nageln würde, überrascht positiv. 520 PS holt sich der mindestens 111.900 Euro teure Ingolstädter aus nur noch acht Zylindern. Aber nur, wenn es sein muss.

Vier Zylinder können abgeschaltet werden

Bei gemütlichen Autobahnfahrten im automatisch gewählten achten Gang und ohne ständige Beschleunigungs- oder Abbremsmanöver schickt er vier von acht Zylindern in den verdienten und umweltschonenden Ruhestand. Das alles andere als neue Zauberwort lautet Zylinderabschaltung und heißt nichts anderes, als dass durch einen mechanischen Eingriff die Ein- und Auslassventile der Zylinder zwei, drei, fünf und acht geschlossen bleiben. Das Resultat ist ein Durchschnittsverbrauch von 10,2 Litern auf 100 Kilometern ohne Komforteinbußen oder einen störenden Vierzylindersound.

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Schwingungen werden eliminiert

Um das zu erreichen, haben die Audi-Techniker und ihre Kollegen vom Sounddesign tief in die Trickkiste greifen müssen. Spontane Sprints und der damit verbundene Wechsel aus dem Vier- in den Achtzylindermodus sind weder zu spüren noch zu hören. Zu verdanken haben das die Kunden des S8 den aktiven Motorlagern. Sie kompensieren die auftretenden Schwingungen, die im Vierzylinderbetrieb deutlich stärker zu spüren wären als im Achtzylinderbetrieb, und erzeugen phasenversetzte Gegenschwingungen.

Geräusch wird erzeugt

Das Ganze passiert unter Volllast knapp 250 Mal pro Sekunde. Damit im Innenraum nicht das Gefühl aufkommt, dass der 5,15 Meter lange Luxussportler nur auf vier Brennkammern läuft, wird per Lautsprecher ein Gegengeräusch im Frequenzbereich von 25 bis 250 Hertz eingespielt. Mit dem Ergebnis, dass lediglich der Fahrer durch eine Mitteilung im Armatur-Display merkt, dass jetzt gerade Sprit gespart wird.

In 4,2 Sekunden auf Tempo 100

Der auf bis zu 21 Zoll großen Rädern stehende Audi S8 überzeugt aber nicht nur mit seiner feinen Spritspartechnik oder dem A8 typisch hochwertigen Innenraumdesign, sondern vor allem durch seine Fahrdynamik. Wem ein gemütliches Dahingleiten im mit Karbon-Applikationen verfeinerten Cockpit zu langweilig ist, der kann es auf freier Strecke richtig krachen lassen. 650 Newtonmeter bringen das 4,0 Liter Hubraum fassende Triebwerk samt Karosserie innerhalb von 4,2 Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde.

Bei 250 km/h ist Schluss

Einen vorwegfahrenden Porsche Panamera Turbo muss der der S8-Fahrer jedoch bei 250 km/h ziehen lassen. Der Zuffenhausener schafft 53 km/h mehr. Doch dem typischen Audi S8 Neuwagenkäufer "reicht das vollkommen“, verrät Dietmar Schnepp, Leiter des Produktmarketings für den Audi S8. Bitter: mit Einführung im ersten Halbjahr 2012 wird es keine V-Max-Aufhebung seitens Audi geben. Dafür gibt es für 8.500 Euro eine satt zupackende Keramik-Bremsanlage.

Viel Infotainment im Inneren

Was den Fahrer vielleicht doch irgendwann ärgern wird, kann den Hinterbänklern nur recht sein. Können sie doch etwas länger mit dem Smartphone oder dem Laptop im bordeigenen Internet surfen. Gegen Aufpreis lässt sich der Laptop dank einer 230 Volt-Steckdose auch während der Fahrt laden. Der Beifahrer kann sich auf dem Achtzoll-Monitor per Google Earth das Fahrtziel von oben zeigen lassen oder die serienmäßig verbaute Bose-Soundanlage nutzen. Wem das nicht reicht, der kann seine Ohren gegen Aufpreis mit einer Bang-&-Olufsen-Anlage verwöhnen.

Sensorgesteuerte Heckklappenentriegelung

Neu beim S8 ist die vom A6 Avant übernommene sensorgesteuerte Heckklappenentriegelung. Was für Außenstehende wie ein versuchter Tritt gegen die Heckschürze aussieht, ist der Versuch, mit einem galanten Fußkick unterhalb der Schürze den Sensor zum Öffnen des Kofferraums zu aktivieren.

Nicht der einzige Trick

Nach ein paar Übungstritten klappt das auch ganz gut und die staunenden Kinder verstehen die Welt nicht mehr. Dabei ist Papas freihändiger Heckklappen-Öffnungs-Trick ja gar nicht der einzige in der rasenden Trickkiste. Doch für den Anfang reicht ihnen das bestimmt.

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