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Der eigene Sportwagen auf der Rennstrecke

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Aston Martin auf dem Nürburgring

03.11.2011, 10:55 Uhr | Heiko Dilk/Raufeld

Der eigene Sportwagen auf der Rennstrecke. Der Aston Martin DBS mit 517 PS fährt in der Mitte. (Quelle: Aston Martin/Florian Lehmann)

Der Aston Martin DBS mit 517 PS fährt in der Mitte. (Quelle: Aston Martin/Florian Lehmann)

Ab und zu braucht ein Aston Martin Auslauf – dafür bietet der britische Sportwagenhersteller seinen Kunden und potentiellen Käufern exklusive Fahr-Events. Dort können die Autobesitzer mit Ihren eigenen Karossen oder Testautos über Rennstrecken heizen. Billig ist der Spaß nicht: Die Preise variieren zwischen 990 Euro und 2900 Euro pro Tag. Heiko Dilk war beim beim "Track Day" auf dem Nürburgring. Bilder gibt's in unserer Foto-Show.

Das nennt man wohl ein Luxusproblem: Welches Modell ich denn zuerst fahren möchte, fragt die Dame mit dem Aston-Martin-Logo auf dem Poloshirt. Zur Auswahl stehen ein DBS, ein Virage und ein V12 Vantage. Keine leichte Entscheidung - doch da rauschen Virage und V12 Vantage schon Richtung Nürburgring-Grand-Prix-Strecke davon...

Wahl fällt auf weißen DBS

Bleibt der perlmuttweiße DBS, das Top-Modell im normalen Aston-Martin-Portfolio. Auch recht. Während ich mich in den Ledersitz gleiten lasse, sagt noch jemand: "V12 ist V12." Das stimmt so nicht ganz. Zwar wummert unter allen drei Hauben Aston Martins 5,9-Liter-Zwölfzylinder, aber die Charaktere sind durchaus unterschiedlich, wie sich später auf der Rennstrecke zeigt. Die Eifel meint es gut mit den Teilnehmern an diesem Erlebnistag, von denen Aston Martin jährlich gleich mehrere veranstaltet.

Gedacht ist das Event für Leute, die ihren eigenen Aston Martin mal richtig ausfahren wollen und natürlich auch für potentielle Kunden. Zwar hängen große schwere Wolken den ganzen Tag lang über der Strecke, doch immer wieder kommt auch die Sonne durch. Regen, der hier wie aus heiterem Himmel sintflutartige Dimensionen annehmen kann, blieb gänzlich aus. Perfekte Bedingungen für zügige Runden auf der Rennstrecke also.

Doch es beginnt langsam. In verschiedenen Gruppen werden die Teilnehmer Abschnitt für Abschnitt an den Kurs herangeführt.

Instruktor fährt voraus

Vier, fünf Mal durchfahren wir hinter unserem Instruktor, dem Rennfahrer Wolfgang Kaufmann, dieselbe Kurvenkombination mit stetig steigender Geschwindigkeit: Ford-Kurve, Dunlop-Kehre, Schuhmacher-S - und weiter zum nächsten Abschnitt. Schon in der nächsten Session jagen wir komplette Runden hinter Kaufmann her.

Immer mit der gebotenen Konzentration, die einem die rund 500 PS abverlangen. Und mit Kaufmanns ernst gemeinten Hinweis im Ohr, das eigene Limit nicht zu überschreiten. Am Nachmittag werden schließlich alle unbeaufsichtigt auf die gut fünf Kilometer lange Runde gelassen. Manche Teilnehmer erleben ihr eigenes Auto zum ersten Mal auf der Rennstrecke, andere sind regelmäßig dabei.

Der Spaß steht im Vordergrund

Die beim Briefing ausgegebene Devise lautet: Oberste Priorität an diesem Tag sei, "Spaß zu haben". Und unser Instruktor Wolfgang Kaufmann nimmt die Devise ernst: Während er uns die korrekte Linie durch das Geschlängel weist, ruft er uns auf den geführten Runden durchs Funkgerät immer wieder Parolen wie "Faster, faster!" oder "Power, Power, Power".

Und Power, also Leistung, haben die Astons ausreichend. Im Virage sind es 497 Pferdestärken, in DBS und V12 Vantage noch einmal 20 mehr. Zudem zerren 570 Newtonmeter Drehmoment an der Hinterachse. Dabei übernehmen Virage und DBS eher die Rolle des mächtigen Gran Turismos mit Potenzial für gute Rundenzeiten. Wobei die Sechsgang-Automatik (natürlich mit Schalt-Paddeln an der Lenksäule für die manuelle Bedienung) sicher zum etwas weicheren Charakter der beiden beiträgt.

V12 Vantage ist der direkteste Wagen

Trödler sind sie alle nicht. Und die Keramik-Bremsen sind bei allen drei Modellen hervorragend und zeigen auch nach diversen schnellen Runden am Stück kein Fading, trotz der harten Bremszonen am Ende der Start-Ziel-Geraden und vor der Dunlop-Kehre. Doch der V12 Vantage ist der direkteste der Drei. Er folgt dem wundervollen altmodischen Rezept, einen großen Motor in ein kleines Auto zu quetschen. Die Basis bildet nämlich der V8 Vantage. Entsprechend füllt der sehr viel größere V12 den Motorraum quasi luftdicht aus.

Seine Sechsgang-Handschaltung sorgt für mehr Verbundenheit, der Motor reagiert auf jedes Zucken des Gasfußes eine Spur spontaner, das Fahrwerk ist härter – und er rollt auf Semi-Slicks, die hier auf der Rennstrecke fast zu Hause sind. Dann ist da noch der Klang: Das Gurgeln, Hämmern und Fauchen des V12 dringt wesentlich ungefilterter in den Innenraum. Keine Frage, der V12 Vantage ist das schnellste Auto auf dem Kurs. Und die direktere Verbindung zwischen Fahrer und Maschine sorgt dafür, dass er sich dabei sogar jederzeit kontrolliert und sicher anfühlt.

So könnte es eigentlich – ausreichend Kondition vorausgesetzt – noch lange weitergehen. Zumal der Kreis mit insgesamt nur 25 Autos recht exklusiv ist. Wer eine günstige Gelegenheit abpasst, kann ungestört Runde um Runde abspulen. Nur Wolfgang Schuhbauer, Leiter des Aston Martin Test Centers am Nürburgring und selbst Rennfahrer, taucht immer wieder im Rückspiegel auf. Er gibt "Taxifahrten" im Aston Martin Langstrecken-Rennwagen. Der ist nun wirklich in einer ganz anderen Liga unterwegs. Anders als mit dem Serien-Vantage könnte man mit dem aber nur schwerlich den Heimweg antreten.

Wie der Aston Martin über den Nürburgring flitzt, sehen Sie in unserer Foto-Show.

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