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Luxusflitzer aus Japan

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Infiniti M35h: Stromkraft aus Japan

13.12.2011, 12:48 Uhr | Heiko Dilk/Raufeld, Raufeld

Luxusflitzer aus Japan. Alternative: Trotz der etwas barocken Formen bleibt der Infiniti M35h äußerlich eher unauffällig. (Quelle: Infiniti)

Alternative: Trotz der etwas barocken Formen bleibt der Infiniti M35h äußerlich eher unauffällig. (Quelle: Infiniti)

Die Luxusmarke Infiniti des japanischen Autoherstellers Nissan ist um ein weiteres Prachtstück reicher. Der Hybrid Infiniti M35h spielt nicht nur beim Beschleunigungstest auf der Viertelmeile seine Stärken aus – aber da eben auch. Für die Viertelmeile braucht dieses Auto 13,9 Sekunden. Das ist ein Rekord. Jedenfalls für Autos mit Hybrid-Antrieb. Einen Blick auf den neuen Infiniti M35h bekommen Sie in unserer Foto-Show.

Foto-Serie mit 4 Bildern

Anders ausgedrückt ist der Infiniti M35h schneller auf Tempo 100 als ein Porsche Panamera Hybrid. Schneller als der Audi A6 Hybrid und auch schneller als der BMW ActiveHybrid 5.

In 5,5 Sekunden von 0 auf 100

Um das zu erreichen, greift der M35h auf einen V6-Motor mit 3,5 Litern Hubraum und einen Elektromotor mit 68 PS zurück. Die Systemleistung beträgt 364 PS. Von 0 auf 100 km/h vergehen 5,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeregelt. Der Verbrauch? Laut Norm exakt sieben Liter auf 100 Kilometern (162 Gramm CO2 pro Kilometer). Ein bisschen absurd ist das natürlich schon. Schließlich will man die Leistung, wenn man sie schon im Überfluss hat, ja auch ausnutzen, womit der Normverbrauch in weite Ferne rückt.

So erwischt man sich immer wieder dabei, dass man ganz ohne Not das Gaspedal voll durchtritt, um die Beschleunigung zu genießen. Von der Ampel weg schwänzelt der M35h dann sogar, weil die Hinterräder ihre liebe Not haben, Traktion zu finden. Zwischenspurts beim Überholen (oder einfach nur aus Spaß) sind auch ruckzuck erledigt.

Sportliches Potenzial

Dabei ist der M35h insgesamt eher ein Tourer. Mit sportlichem Potenzial zwar, aber wirklich leichtfüßig bewegt der 1,8-Tonner sich auf winkligen Landstraßen nicht. Man merkt ihm das Gewicht an, und ein Sportfahrwerk mit Vierradlenkung, wie es das für andere Varianten des M gibt, bietet Infiniti für den Hybrid nicht an.

Die Balance des Fahrwerks immerhin ist recht gut, sodass sich das Untersteuern in Grenzen hält, man aber trotzdem jederzeit sicher unterwegs ist. >>

Das ist vielleicht ganz gut so, denn beim entspannten Dahingleiten entfaltet der Antrieb seine Stärken und lässt sich bei gemischter Fahrweise - trotz des ein oder anderen Moments der Schwäche - mit gut acht Litern fahren, insbesondere, wenn man gelegentlich den Eco-Modus wählt. Dann wird die abgegebene Leistung reduziert und das Gaspedal macht sich durch leichten Gegendruck bemerkbar, wenn der Gasfuß etwas zu viel will.

So unterwegs wird man zwar gelegentlich zum Verkehrshindernis, dafür meldet sich aber der V6 oft ab und überlässt dem E-Motor die Arbeit. Bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h ist das möglich, und bei langsamer Fahrt sollen bis zu drei Kilometer rein elektrisch drin sein. Ein kleines Rundinstrument zeigt an, ob die Batterie geladen wird oder Energie abgibt.

Serienmäßig mit Leder ausgestattet Ein Flussdiagramm, das grafisch über den Antriebsmodus informiert, ist natürlich auch an Bord. Wie auch zahlreiche Annehmlichkeiten, die lange Reisen zum Vergnügen machen. So ist der M35h serienmäßig mit Leder ausgestattet, die Vordersitze sind nicht nur beheizbar, sondern auch belüftet, und es gibt natürlich einen Tempomaten. Auf der Aufpreisliste finden sich nur noch Metallic-Lack und ein Multimedia-Paket mit Navi und einem Bose-Sound-System. Mischung aus Sportlichkeit und solider Präsenz

Auch moderne Sicherheitsassistenten bietet Infiniti in großer Zahl an (Toter-Winkel-Warner, Spurhalteassistent, intelligenter Tempomat mit Abstands- und Notbremsregelung). Die allerdings sind erst ab der Ausstattungslinie GT Premium serienmäßig (62.700 Euro). Anders als die gute Verarbeitung und die schönen Materialien im Innenraum. Auch die Gestaltung von Armaturenbrett und Mittelkonsole hat Oberklasse-Flair in ihrer Mischung aus Sportlichkeit und solider Präsenz.

Ab 56.600 Euro geht es beim M35h los. Das sind nur 1.500 Euro mehr als der vergleichbar ausgestattete Diesel M30d kostet. Angesichts der gebotenen Leistung, der Ausstattung und dem Ambiente ist das also nicht zu viel verlangt. Selbst der Hybrid-Pionier Lexus verlangt mehr für den Gs 450h. Und die deutschen Konkurrenten? Beim ein oder anderen Detail haben sie zwar die Nase vorne, doch dafür muss man ausstattungsbereinigt auch mehr investieren. Dabei können sie nicht mal einen Viertelmeilen-Rekord vorweisen - und sie kommen erst im nächsten Jahr auf den Markt.

In unserer

Foto-Show

gibt es Bilder des neuen Hybrid-Flitzers.

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