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Dacia Lodgy im Autotest: Raumfahrzeug zum Discountpreis

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Dacia Lodgy: Raumfahrzeug zum Discountpreis

26.04.2012, 09:50 Uhr | Thomas Mendle, mid

Dacia Lodgy im Autotest: Raumfahrzeug zum Discountpreis. Dacia Lodgy (Quelle: Hersteller)

Dacia Lodgy (Quelle: Hersteller)

Mit dem Slogan einer "Automarke für Statusfeinde" kokettiert Dacia erfolgreich zum Anbieter praktischer, unspektakulärer und extrem preiswerter Automobile mit stetig wachsender Modellpalette. Nun kommt der rumänische Hersteller, der zu hundert Prozent zu Renault gehört, mit dem Van Lodgy zum Kampfpreis ab 9990 Euro auf den Markt.

Dacia Lodgy wird in Marokko gebaut

Das Erfolgsgeheimnis der Marke liegt jedoch nicht nur in den extrem günstigen Preisen begründet. Die Rumänen bieten nämlich handfeste, praktische Autos, die obendrein noch ganz pfiffig daherkommen. Der erste rumänische Van stand nun zum Verkosten in Marrakesch bereit. Die Fertigung des Vans steht in Marokko.

Dacia feiert Erfolge

Vor sieben Jahren feierte Dacia mit dem Logan seine Premiere in Deutschland. Rund 7200 Euro kostete die Kompaktlimousine bei ihrem Erscheinen. Bis heute hat die Marke 222.000 Autos auf deutsche Straßen geschickt. Mit viel Engagement geht die Renault-Tochter seitdem daran, die Modellpalette auszubauen.

Deutlich günstiger als die Konkurrenz

Der Dacia schickt sich an, im Revier der Lokalmatadoren Ford B- und C-Max oder Opel Meriva zu wildern. Mit Preisen ab 9990 Euro wirft der Rumäne seinen Fehdehandschuh in Richtung Köln und Rüsselsheim.

Sattes Raumangebot

Mit den Ausmaßen des Lodgy haben die Ingenieure nicht gegeizt. Der 4,50 Meter lange Van bietet ein wahrlich sattes Raumangebot. Wer bis zu sieben Personen transportieren möchte, muss optional die dritte Sitzreihe ordern. Als Fünfsitzer bleiben 827 Liter Stauraum, und bei umgelegter zweiter Reihe sind es sogar bis zu 2617 Liter.

Auf Schiebetüren wird verzichtet

Beim Zustieg zum Fond setzt Dacia auf konventionelle Türen statt auf Schiebetüren. Sie lassen sich weit öffnen. Das erleichtert die Montage von Kindersitzen an den drei serienmäßigen Isofix-Befestigungen. Die niedrige Ladekante am Heck erleichtert das Einladen von Kinderwagen und Co.

Modernes Design

Das Design des Lodgy ist modern und ansprechend. Sicher tritt der kleine Van nicht mit dem Anspruch an, dereinst als Stil-Ikone in den Autogeschichtsbüchern reüssieren zu wollen, aber am äußeren Auftritt des rumänischen Fahrzeugs wirkt nichts billig oder gar lieblos. Gut, im Innenraum dominiert schwarzes Plastik in harter Ausfertigung, aber gegen die Anordnung und Übersichtlichkeit der Instrumente lässt sich nicht wirklich Kritisches formulieren. Höchstens gegen fummelige Schalter und Knöpfe.

Benziner nicht empfehlenswert

Zum Marktstart steht der bereits aus dem Logan bekannte, 83 PS starke 1,6-Liter-Multipoint-Einspritzer als einziger Benziner im Angebot. Der betagte Vierzylinder ist alles andere als ein Ausbund an Dynamik. Um die Fuhre flott voranzutreiben, benötigt er ordentlich Drehzahlen. 4000 Touren sollten mindestens auf dem gut ablesbaren Drehzahlmesser stehen, bevor der Fahrer zum Überholen ansetzt.

Recht hoher Verbrauch

Häufiges Bedienen der präzisen Fünfgangschaltbox ist also angesagt. Doch Drehzahlorgien quittiert das Aggregat mit kräftigen Verbräuchen: Bei flotter Überlandfahrt genehmigte sich der Fronttriebler laut Bordcomputer rund neun Liter Benzin pro 100 Kilometer.

Mit dem Diesel fährt man besser

Die eindeutig bessere Wahl ist der 1,5-Liter-Turbodiesel mit 107 PS und 240 Newtonmetern maximales Drehmoment. Doch auch der verlangt ein gewisses Maß an Drehzahlen. Untertourig legt der Selbstzünder eine eklatante Antrittsschwäche an den Tag. Erst wenn die Nadel des Drehzahlmessers die 2500-Marke passiert hat, legt sich das Aggregat ordentlich ins Zeug. Es verfügt über einen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie sowie ein präzise schaltbares Sechsganggetriebe. Dem Normverbrauch von 4,4 Liter Diesel stehen tatsächlich verbrannte 6,5 Liter gegenüber.

Für 16.000 Euro ist alles drin

Das Geräuschniveau im Innenraum ist niedrig. Das Fahrwerk gibt sich komfortabel und schluckt auch fiese Bodenwellen. Der Bremse indes stünde ein klarer definierter Druckpunkt und eine etwas nachdrücklichere Verzögerung gut zu Gesicht. Bei der Ausstattung hat Dacia kräftig aufgelegt. Schon die Einstiegsversion des Lodgy verfügt über eine elektronische Bremskraftverteilung, Traktionskontrolle und ESP. Wer 16.290 Euro locker macht, bekommt dafür den großen Diesel samt der üppigsten Ausstattungsstufe "Prestige" mit Klimaanlage, Multimedia-Navi-Kombination und Einparkhilfe hinten.

Heißer Tipp für Preisbewusste

Und die Moral von der Geschicht? Der Dacia Lodgy ist ein ganz heißer Tipp für Preisbewusste, die aber nicht auf moderne Sicherheitsausstattung verzichten wollen. Kurzum: Der Dacia Lodgy bietet viel Auto fürs Geld.

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