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BMW 6er Gran Coupé: So fährt die Coupé-Limousine

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Fahrbericht BMW 640i Gran Coupé: Schneidiger Bayer

05.05.2012, 00:01 Uhr | Marcel Sommer, Press-Inform

BMW 6er Gran Coupé: So fährt die Coupé-Limousine . BMW 6er Grand Coupé im ersten Test (Quelle: Press-Inform)

BMW 6er Grand Coupé im ersten Test (Quelle: Press-Inform)

 

Mit dem 6er Gran Coupé greift BMW die Konkurrenz auf einem für sie bisher unbekannten Segment an. CLS, A7 und Panamera können sich warm anziehen.

BMW 6er Grand Coupé: Sport-Limousine

Er ist flach, kernig und kommt nicht nur bei Frauen gut an. Die Rede ist vom neuesten Spross der BMW-6er-Familie, dem Gran Coupé. Der Name der US-Kultserie "Two-and-a-half-men" ist dabei Programm für das Platzangebot in der zweiten Reihe. Real ist das 6er Gran Coupé ein waschechter Viersitzer. Dabei sitzen die beiden äußeren Fondinsassen komfortabel und sportlich zugleich. Was bei den für den Fahrer zur Verfügung stehenden 320 PS des aufgeladenen Reihensechszylinders durchaus ratsam ist. Nahezu geräuschlos rauscht der 450 Newtonmeter leistende und ab 79.500 Euro teure 640i Gran Coupé innerhalb von 5,4 Sekunden auf Tempo 100 und vermittelt dabei zu keiner Zeit einen Hauch von Anstrengung.

Fahraktiver Viersitzer aus Bayern

Wer es zünftig sportlich mag, der findet im Sport- oder Sport-Plus-Modus die richtige Einstellung. Einem Muskel gleich spannt sich das Gran Coupé deutlich spürbar um möglichst schnell und direkt den Befehlen des Fahrers gehorchen zu können. Das ausgeschaltete DSC lässt zudem das eine oder andere Heck-Schwänzeln zu. Dank seiner mitlenkenden Hinterachse und der gut arbeitenden Achtgang-Automatik lassen sich Kurven sowohl stets im richtigen Gang als auch in einem überaus scharfen Tempo fahren.  Neben dem weitgehend fehlenden akustischen Lebenszeichen des 3,0 Liter-Sechszylinders mit zwei Turboladern, fehlt dem 1,39 Meter flachen Bayer scheinbar auch eines ganz gewaltig: der bei solchen Fahrleistungen eigentlich zu erwartende Durst.

Schnell und sparsam

7,7 Liter dürfen es nach 100 gefahrenen Kilometern an der Tankstelle sein. Sein 313 PS starker Dieselbruder kommt sogar mit 5,5 Litern aus. Es könnte wahrscheinlich noch weniger Verbrauch und im Gegenzug noch mehr Sportlichkeit erzielt werden, wäre da nicht sein auf 5,01 Meter Länge und 1,89 Meter Breite verteiltes Lebendgewicht von über 1,8 Tonnen. Gepaart mit dem gewachsenen Radstand versteht sich das Gran Coupé mehr als sportliches Reisevehikel denn als Sportwagen mit Reiseeigenschaften. Der sowohl durchladbare als auch komplett durch Umklappen der zweiten Sitzreihe erweiterbare Kofferraum fasst von 460 bis 1265 Liter alles, was durch die sportlich schmale Öffnung passt. Allzu dreckig sollten weder die Hosen der Mitfahrer noch die Gepäckstücke sein, hat sich der Besitzer für das weiße Lederinterieur samt hellbraunem Alcantarahimmel entschieden.

Erstes viertüriges Coupé von BMW

Die Serienausstattung umfasst indes die gut sitzenden Lederstühle, Xenon-Scheinwerfer, Start-Stopp-System, eine Zweizonen-Klimaautomatik und das edel hinter einem Reißverschluss versteckte Isofix-System für die Sicherheit der ganz Kleinen. Die beiden zusätzlichen Türen nicht zu vergessen. Schließlich ist er das erste viertürige Coupé aus dem Hause BMW, mit dem nun auf Kundenfang gefahren werden soll. Zwischen 30 und 40 Prozent soll laut Thomas Giuliani, Leiter Produktmanagement große und mittlere Baureihe bei BMW, der Anteil des Gran Coupé in der 6er-Baureihe ausmachen. Der Hauptmarkt liegt mit geschätzten 27 Prozent zwar in den USA, doch wenn der flotte Fünfsitzer am 2. Juni erstmalig offiziell europäischen Boden befährt, werden es sich bisherige Coupé-Kunden auch in Deutschland vielleicht zweimal überlegen, ob sie ihre Mitfahrer durch einenengen zweitürigen Einstieg des Coupés oder einfach durch die beiden Extratüren in ihren auf 18 Zöllern fahrenden Gran Coupé bitten möchten.

iDrive und Fahrerlebnisschalter an Bord

Wie bei allen BMW-Fahrzeugen mit i-Drive befinden sich auch im Cockpit des 6er Gran Coupés weniger Schalter und Knöpfe als in so manchem Kleinwagen. Ist das System erst einmal verstanden, gelingt es auch während der Fahrt mal eben dem Navigationsgerät ein anderes Ziel aufzudrängen oder den Musiktitel zu wechseln. Über den Fahrerlebnisschalter kann der Fahrer zwischen den Einstellungen Comfort, Sport, Sport+ und ECO Pro wechseln. Bei Letzterem werden Verbraucher wie Seitenspiegel- und Heckscheibenheizung ausgeschaltet und die Automatik auf Spritsparen getrimmt. Gleichzeitig erscheint eine Anzeige der dadurch zusätzlich ersparten Kilometer, welche bereits nach kurzer Zeit auch in normalerweise eher sportlich ambitionierten Fahrern einen echten Spar-Ehrgeiz erweckt.

Assistenzsysteme mit kleinen Schwächen

Um nicht ständig den Blick vom Straßengeschehen gen Tacho schweifen lassen zu müssen, da die Ohren ja so gut wie nichts über die aktuelle Geschwindigkeit in Erfahrung bringen können, steht das optionale Head-Up-Display mit einer das gesamte Farbspektrum umfassenden Grafikdarstellung helfend zur Verfügung. Nur mit der Verkehrszeichenerkennung gönnt sich der ansonsten ordentlich ausgestattete Sechser ab und an Schwächen. So tauchen auf der Autobahn gelegentlich auch mal Tempo-40-Schilder im Display auf, die eigentlich nur auf eine sehr enge Autobahnausfahrt hinweisen. Das sorgt zwar für einen kurzen Schreck, doch macht die optional erhältliche Bang & Olufsen-Anlage diesen kleinen technischen Aussetzer schnell wieder wett.

 
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