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BMW M5: Vorgeschmack auf den kommenden M6

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Mission "M" Possible

21.05.2012, 11:42 Uhr | Christian Sauer, wanted.de

BMW M5: Vorgeschmack auf den kommenden M6. Der neue BMW M5 macht Lust auf mehr und lässt die Vorfreude auf den kommenden M6 wachsen. (Quelle: Hersteller)

Der neue BMW M5 macht Lust auf mehr und lässt die Vorfreude auf den kommenden M6 wachsen. (Quelle: Hersteller)

Stolze 560 PS und die Qual der Wahl: Die bayrische M-Familie bietet ab Sommer für (fast) jeden Geschmack etwas. Unser Autor Christian Sauer fuhr die neuste Generation der Sportlimousine M5, die einen Vorgeschmack auf den kommenden M6 als Coupé und Cabrio gibt.

Ein Autobahnparkplatz mitten in Deutschland: Die tiefe Sonne taucht die trockene Strecke vor mir in warmes Licht. Weit und breit ist kein anderes Auto zu sehen. Die Lufttemperatur liegt immer noch bei über 20 Grad, die Bedingungen könnten kaum besser sein, als ich an den Start rolle. Unter der langen Motorhaube blubbert der V8 vor sich hin und reagiert im Leerlauf auf jede Bewegung des rechten Pedals mit einem Fauchen, wie es nur Turbolader produzieren können. Während mein Blick kurz die verheißungsvolle Zahl "330" im Tacho streift, signalisiert der rote Bereich erst bei über 7000 Touren das Drehzahllimit im warmen Zustand. Launch-Control an und Vollgas!

Die 19-Zöller mit 295er Michelin-Sport-Bereifung an der Hinterachse ringen kurz um Haftung und verewigen sich mit ihren breiten Spuren auf dem Asphalt, bevor die (fast) deaktivierte Traktionskontrolle sie wieder einfängt. Wie von einem Katapult befeuert, schießt der knapp zwei Tonnen schwere M5 aus dem Stand auf den Beschleunigungsstreifen. >>

Böse, so lässt sich dabei am besten das lautstarke Sound-Festival aus den vier Endrohren beschreiben. Blitzschnell füllt sich das Drehzahlband des Head-up-Displays und kündigt per Schaltblitz den perfekten Zeitpunkt zum Gangwechsel an. Ein Zug am rechten Schaltpaddel hinter dem dicken kleinen Lenkrad und ohne spürbare Pause geht es mit dem Doppelkupplungsgetriebe weiter Richtung 100 km/h.

Weniger als 4,5 Sekunden, was selbst für einen reinrassigen Sportwagen ein guter Wert wäre – umso mehr für eine Limousine, die mehr können muss – aber davon später mehr. Erst einmal weiter Bleifuß … dritter, vierter, fünfter Gang … längst habe ich Tempo 200 hinter mir gelassen. Ein Ende des Vorwärtsdrangs ist selbst bei der ansonsten limitierenden Grenze von 250 km/h nicht in Sicht. Mit dem optionalen "M Drivers-Package" wäre sogar Topspeed 305 drin und ein Fahrtraining gibt es obendrein. >>

Doch selbst dies würde den erfahrensten Piloten nichts nutzen, wenn er die Gesetze der Physik (oder die des Straßenverkehrs) missachtet. So ist hier bei 272 vorerst Schluss und dabei zeigt sich der BMW keineswegs mit der Leistung oder der Geschwindigkeit überfordert.

Der M5 liegt seelenruhig wie ein Brett auf der Straße. Der stabile Geradeauslauf vermittelt ein Gefühl ausgesprochener Souveränität und hoher Sicherheit. Dennoch lasse ich mich etwas zurückfallen und ziehe mit immer noch mehr als 200 km/h wie auf Schienen durch eine lange Autobahnkurve zurück auf die folgende Gerade. "Wenn die Straßen nur immer so leer wären …"  und just in diesem Moment konterkariert ein 120-Schild die gefühlte Freiheit. Immerhin bietet das Tempolimit eine gute Möglichkeit, die riesigen 6-Kolben-Hochleistungs-Stopper in Compound-Bauweise zu testen. Die beißen beim Anbremsen auf die nächste Ausfahrt kräftig zu und scheinen selbst deutlich härteren Belastungen gewachsen zu sein. Also runter von der Autobahn und ab auf die Landstraße.

560 PS sollten nicht unterschätzt werden

Mit der direkten und präzisen Lenkung wirft sich der aktuell stärkste Serien-BMW regelrecht in enge Kurven. Auch ohne Allradantrieb wie in den M-Versionen von X5 und X6, die mit nahezu identischem Motor lediglich fünf PS weniger leisten, ist beim M5 im Normalfall von Traktionsproblemen keine Spur. Dafür sorgt ein variables Sperr-Differential. Nur auf nasser Strecke sollte niemand die Kraft von 560 Pferdchen unterschätzen. Ansonsten setzt das Heck eigenmächtig zum Überholen an, was per ESP selbstverständlich unterbunden wird. Wer, wie ich, bewusst ganz oder zum Teil auf den Sicherheitsanker verzichtet, kann mit dem Bayern eine wunderbar quertreibende Kooperation eingehen. Richtig sehenswerte Drifts und das volle Potential seiner agilen Fahrdynamik lassen sich erst auf abgesperrtem Terrain genießen, aber sportliche Zwischensprints zeigen schon hier, was alles möglich wäre.

Auch wenn viele Fans dem legendären Hochdrehzahl-Zehnzylinder seines Vorgängers immer noch nachtrauern, begeistert der 4,4 Liter große V8-Bi-Turbo in der fünften Generation der Power-Limousine mit seinem bärigen Drehmoment von 680 Newtonmetern ab 1500 Touren und der beeindruckenden Elastizität bis zur Höchstleitung von 560 PS bei 6000 Umdrehungen. Der hohe Verbrauch von über 20 Litern ist bei der Fahrweise kein Wunder, aber ebenfalls kein Grund zum Lob. Doch der M5 kann auch anders: Per Knopfdruck entschärfen wir den BMW und statt "Sport Plus" versprechen die Einstellungen "Effizienz" für Motor, sowie "Comfort" für Lenkung und Fahrwerk nun Mäßigung.

Wolf im Schafspelz

9.9 Liter Durchschnittsverbrauch sollen mit Start-Stop-Automatik und entspanntem Gasfuß offiziell möglich sein. Unter zwölf Liter kann ich den Verbrauch jedoch nicht drücken. Dank dem beruhigenden Gefühl der enormen Kraftreserven und der Annehmlichkeiten im Innenraum, der sich nur in kleinen aber feinen Details von dem "normalen" 5er unterscheidet, kann ich dennoch entspannen. Auch von außen gibt sich das 102.800 Euro teure Topmodell nur auf den zweiten Blick zu erkennen. Ohne die auffällige Testwagen-Lackierung in Monte Carlo Blau, den Spoiler und den M5-Schriftzug am Heck verwandelt sich der Viertürer zum Wolf im Schafspelz – in Deutschland kein zu unterschätzendes Verkaufsargument.

Wer das nicht "braucht" oder will und dennoch die außergewöhnlichen Fahrleistungen erleben möchte, kann sich ab Sommer 2012 auf den M6 freuen. Als Coupé mit sichtbarem Carbon-Dachteil oder als exklusives Cabrio bietet der Zweitürer zwar vor allem offen weniger Platz als der M5, aber eben auch mehr Flair. Im Endeffekt bleibt es eine Frage des eigenen Geschmacks, ob praktische Limousine, schickes Coupé/Cabrio oder bulliger SUV – BMW bietet alles -  vor allem "M" wie Motorsport!

Einen Eindruck von unserer Testfahrt mit dem BMW M5 und einen Vorgeschmack auf den kommenden M6 als Coupé oder Cabrio bekommen Sie in unseren Foto-Shows.

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