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Der Ferrari "FF"

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Der Ferrari FF - exklusive Familienkutsche

02.07.2012, 11:59 Uhr | Christian Sauer, wanted.de

Der Ferrari "FF". Das Lenkrad des "FF" ist wie in der Formel 1 vollgestopft mit Bedienelementen. (Quelle: Hersteller)

Das Lenkrad des "FF" ist wie in der Formel 1 vollgestopft mit Bedienelementen. (Quelle: Hersteller)

Der Name "Ferrari Four" ist Programm und Kampfansage zugleich, denn mit innovativem Allradantrieb und komfortablem Platz für Vier soll das springende Pferd mit "Shooting Brake"-Heck neue Kunden erobern und die Konkurrenz das Fürchten lehren. wanted.de testete den alltagstauglichsten Ferrari aller Zeiten und zeigt Ihnen den "FF" in der Foto-Show nicht nur auf der Straße, sondern auch auf Schnee und im Sand der Wüste.

Foto-Serie mit 20 Bildern

Im Zeichen des "Cavallino rampante" haben große GTs eine lange Tradition: Ferrari 400, 412, 456 und 612 Scaglietti - alle sollten die Vorteile von komfortablen Reisewagen mit Platz für Vier samt Gepäck mit dem typisch sportlichen Charakter eines Ferraris verbinden. Dieser schwierige Spagat gelang nur bedingt und so standen sie oft im Schatten der kompromissloseren Modelle aus dem eigenen Stall. Das könnte sich mit dem neuen "FF" ändern: Wie seit Jahrzehnten alle Ferraris vom Hausdesigner Pininfarina gezeichnet, spiegelt sich auch bei der 4,90 Meter langen Alu-Karosserie des "FF" die markentypische Formensprache in zahlreichen Details wider.

Das berühmte Turiner Designstudio kreierte ein formschönes wie praktisches Heckkonzept, das sich am besten mit dem wieder angesagten Begriff "Shooting Break" bzw. "Shooting Brake" beschreiben lässt. >>

Hinter der großen Heckklappe wartet ein für einen Sportwagen ungewöhnlich gut nutzbarer Kofferraum mit 450 bis maximal 800 Liter Volumen bei umgelegten Rücksitzen. Der Rückraum bietet in unserem Selbstversuch selbst Großgewachsenen überraschend viel Kopf- und Beinfreiheit. Nur der Einstieg nach hinten erfordert bauartbedingt etwas Geschick und Beweglichkeit, aber das ist in sportlichen Limousinen à la Aston Martin Rapide mit den schmalen Rücktüren, die sich dem Coupé-Design unterordnen mussten, kaum besser.

Bei aller Begeisterung für die zweite Reihe bleibt der Fahrersitz im "FF" dennoch die erste Wahl. Großzügig bemessen, sowie elektrisch einstellbar, beheiz- und kühlbar sitzt es sich mit gutem Seitenhalt selbst auf langen Touren bequem. Das gesamte Cockpit lässt sich in feinstes Leder oder Alcantara hüllen und versprüht die Exklusivität, die man von einem Ferrari erwartet. Gleiches gilt für die Verarbeitungsqualität, die in der Vergangenheit leider viel zu oft Anlass zu Kritik gab. >>

Auch dem Wunsch nach noch mehr Individualität steht man in Maranello nun offen gegenüber und hält unzählige Gestaltungsvarianten bereit.

Selbst den zentralen Drehzahlmesser gibt es in mehreren Farben und nur er allein erinnert noch an die analoge Vorzeit und nicht an das Cockpit eines Jets. Denn bereits im 458 Italia wurde das Ende der traditionellen Rundinstrumente mit den auf den Piloten ausgerichteten Digitaldisplays besiegelt. Diese liefern unzählige Informationen zum Status des Fahrzeuges und das Bild der Kameras von Heck und Front. Das Navigationssystem mit Touchscreen verrichtet auch schon in anderen Ferrari-Modellen halbwegs gute Dienste und stillt zusammen mit einem schmalen Zusatzdisplay auf der Beifahrerseite auch den Wissenshunger des Co-Piloten. Das abgeflachte Lederlenkrad debütierte ebenfalls schon im 458 und beherbergt serienmäßig Bedienelemente für Blinker und Licht, Dämpfereinstellung, sowie das kleine Manettino-Drehrad mit fünf Fahrdynamik-Einstellungen. Auf Wunsch wird es auch mit Carbon und Leuchtdioden als Schaltempfehlung garniert.

Ein privilegierter Platz gebührt auch dem roten Startknopf für den komplett neuentwickelten 6,3 Liter Zwölfzylinder zwischen Vorderachse und Cockpit. Er leistet mit 660 PS nicht nur 120 PS mehr als das 5,8-Liter-Triebwerk des Vorgängers. Dank Direkteinspritzung und Start-Stop-Automatik sank der Durchschnittsverbrauch um rund 20 Prozent auf 15,4 Liter, wobei während unserer Testfahrten der 91-Liter-Tank nach rund 300 Kilometern leer war. Zugegeben, wir waren eher sportlich als effizient unterwegs, aber der "FF" mit Saugmotor reizt trotz allem Komfort auch dazu. Bereits bei niedrigen Drehzahlen beeindruckt das bullige Drehmoment, das bei 6000 Umdrehungen maximale 683 Nm erreicht und zusammen mit der Launch-Controll das 1,8 Tonnen schwere Geschoss in 3,7 Sekunden auf Tempo 100, bzw. in 11 Sekunden auf 200 km/h beschleunigt.

Der Vortrieb endet erst bei 335 km/h. Doch der Weg ist das Ziel, denn mit jeder noch so winzigen Veränderung der Gaspedalstellung verändert sich der sonore Sound aus den vier Endrohren des Sportauspuffs unseres Testwagens. >>

Wie in einem Orchester gesellen sich immer neue Töne dazu, um dann bei 8000 Touren das große Halleluja zu schmettern. Die Klangkulisse erinnert an die Formel 1 und bei aller Begeisterung für andere klangstarke Boliden spielt Ferrari da doch in einer eigenen Liga.

Während das Doppelkupplungsgetriebe die sieben Gänge automatisch oder per feststehendem, aber großem Schaltpaddel hinter dem Lenkrad ohne Kraftunterbrechung sortiert, sorgt ein elektronisch gesteuertes Differenzial für Traktion an der Hinterachse. Droht diese verloren zu gehen, schaltet sich ein zweites Getriebe an der Vorderachse zu. Der einzigartige und sehr komplexe Allradantrieb verhilft dem "FF" zu überdurchschnittlicher Fahrdynamik, ohne die Fahrsicherheit negativ zu beeinflussen. Auch wenn das System nur in den ersten vier der sieben Gänge funktioniert und der "FF" darüber hinaus ein reiner Hecktriebler bleibt, qualifiziert es ihn zum ersten Ganzjahres-Ferrari, mit dem man theoretisch sogar in den Winterurlaub fahren könnte. Fühlbare Traktionsvorteile bringt es aber auch schon bei Regen oder auf trockener Strecke.

Es bleibt abzuwarten, ob Ferrari wie Bentley oder Lamborghini später einen SUV nachschieben wird. Mit dem "FF" haben die Italiener die Grundlage gelegt und schon jetzt ein Modell außer Konkurrenz. Mit mindestens einer viertel Million Euro wird der viersitzige Ferrari mit seinem innovativen Allradantrieb für viele ein Traum(wagen) bleiben.

Werfen Sie einen Blick auf den Ferrari "FF" in unserer Foto-Show.

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