10.07.2012, 11:56 Uhr | Timo Bürger, t-online.de
Mittelklasse-Kombis gibt es wie Sand am Meer. Da fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Kein Wunder, dass dem einen oder anderen zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Zu Unrecht, wie wir finden. Im Test: Honda Accord Tourer 2,2 i-DTEC Executive.
Der erste Eindruck zählt - und der ist erfreulich. Übersichtliche Instrumente, weitgehend logisch angeordnete Tasten und Schalter, bequeme Ledersitze, ein griffiges Lenkrad. Der Accord verzichtet dankenswerterweise auf den gewöhnungsbedürftig futuristisch gestalteten Innenraum des Honda Civic. Also keine Licht- und Digitalanzeigen-Orgien. Stattdessen stehen Funktionalität und Sachlichkeit im Vordergrund - und das ist auch gut so.
Vorne wie hinten finden Fahrer, Beifahrer und Mitreisende genügend Platz. Mit 406 Litern Kofferraumvolumen ist der 4,75 Meter lange und 1,84 Meter breite Kombi zwar nicht der dickste Packesel in der Klasse - nichtsdestotrotz ist der Raum für die meisten Bedürfnisse mehr als ausreichend.
Mit dem 150-PS-Diesel und der Sechsgang-Automatik sind Vielfahrer bestens bedient. Das Aggregat schnurrt unaufdringlich, die Gangwechsel sind spürbar, aber nicht störend. Die 320 Newtonmeter stehen allerdings nur zwischen 2000 und 2750 Umdrehungen zur Verfügung - darüber wird es etwas zäh. Der Honda wird mit dieser Motorisierung natürlich nicht zum Kampf-Kombi, zum flotten Kilometerfresser langt es allemal.
Und schlussendlich freut sich der Fahrer über eine moderate Tankrechnung: Mit gut sieben Litern Diesel lässt sich der lange Japaner im Schnitt bewegen.
Motor | PS | Nm | Vmax | 0 - 100 | Verbrauch | CO2 | Preis |
2,2 i-DTEC | 150 | 320 | 202 km/h | 10,5 s | 6,4 l | 167 g/km | ab 27.900 € |
Zuweilen verzettelt sich Honda ein wenig in der Bedienlogik. Wer die adaptive Geschwindigkeitsregelung einstellen will, muss sich tief in die Anleitung einlesen. Auch Honda tut sich da offenbar nicht ganz leicht. In einem Beiblatt des Testwagens heißt es kompliziert: ""Aktivieren Sie ACC und LKAS mit der Main-Taste": Oder: "Stellen Sie die Geschwindigkeit mit der ACCEL- oder der DECEL-Taste ein". Wie bitte? Das dürfte etwas einfacher gehen. Und auch das Fachpersonal blickt nicht immer ganz durch: So konnte der freundliche Herr vom Testwagen-Abholservice erst nach mehreren Minuten und Versuchen den Gesamt-Kilometerstand abrufen.
Der Einstieg in die Baureihe beginnt bei knapp 28.000 Euro mit dem 156 PS starken Benziner. Honda verzichtet hier erfreulicherweise auf den gängigen Kniff, ein schwach motorisiertes günstiges Basismodell - das in der Regel kaum nachgefragt wird - anzubieten. Ab gut 30.000 Euro startet der Accord mit dem 150-PS-Diesel in der getesteten schon üppigen Executive-Ausstattung. Wer sich für das eine oder andere Extra zusätzlich entscheidet, überspringt auch hier die 40.000-Euro-Marke.
Der Honda Accord Tourer mag nicht der Kombi mit dem größten Sex-Appeal in der Mittelklasse sein. Ebenso mag er sich auch nicht mit Kampfmotoren oder technischem Schnickschnack in den Vordergrund stellen. Nichtsdestotrotz ist der Japaner ein zuverlässiger Begleiter, der keine Wünsche offen lässt und zudem bezahlbar ist. Was soll man von einem Auto mehr erwarten?
10.07.2012, 11:56 Uhr | Timo Bürger, t-online.de
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