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VW Polo BlueGT Autotest: Kleinwagen spaßt und spart

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VW Polo BlueGT  

Das GTI-chen

03.07.2012, 10:51 Uhr | , t-online.de

Bislang klaffte zwischen dem 105-PS-TSI und dem 180 PS starken Polo GTI ein üppiges Benziner-Loch. Nun nicht mehr: Mit dem 140-PS-TSI im neuen VW Polo BlueGT ist ein Lückenfüller gefunden, der laut VW das "Beste aus zwei Welten"(Fahrspaß und Sparsamkeit) vereinigen soll. Erster Test im 19.650 Euro teuren Kleinwagen VW Polo BlueGT.

VW Polo BlueGT: Ein sportlicher Auftritt

Schon der äußere Eindruck macht ordentlich etwas her: Schicke 17-Zöller, 15 Millimeter tiefer gelegt, Doppelendrohr, GT-Emblem im Grill, Dachkantenspoiler, schwarz lackierter Kühlergrill und ebensolche Außenspiegel sowie ein hinterer kleiner Diffusor. Kein Zweifel, hier stand der große GTI-Bruder Pate. Ein ebenso dynamischer wie gelungener Auftritt. Der Blau-Polo steht satt auf der Straße.

Im Inneren geht es peppig zu

Auch den Innenraum hat VW geschmackvoll auf Agilität getrimmt: Schwarzer Stoff-Dachhimmel, Lederlenkrad mit "GT"-Emblem, Sportsitze in Leder-/Stoff-Ausführung und ein wenig Chrom-Bling-Bling. Das alles sieht stimmig aus und passt hervorragend zu dem äußeren Auftritt. Schade nur, dass das Display etwas klein geraten ist und die Navi-Grafik etwas altbacken wirkt.

Polo BlueGT mit Zylinderabschaltung

Wichtiger ist ohnehin das Herzstück des neuen Polo BlueGT. Unter der Haube des exakt vier Meter langen Kleinwagens verrichtet ein 140 PS starker 1,4-Liter-TSI seine Arbeit. Besonderer Clou: Der Vierzylinder schickt zwei Töpfe in Pause, wenn nicht die volle Leistung vom Fahrer abgerufen wird; dann halten zwei Zylinder den Wagen auf Trab. "Actives Zylindermanagement" (ACT) nennt VW diese Technik – ähnlich wie das bei Audi "Cylinder on demand" genannte System. Bis zu einem Liter soll laut VW diese Technik an Sprit einsparen.

Der Polo fährt entweder genügsam...

Und tatsächlich, der Polo hält sich in Sachen Spritdurst vornehm zurück. Bei konstanter Autobahnfahrt rund um Amsterdam kommt man bei vorausschauender Fahrweise mit fünf Litern hin. Zur Verbrauchsreduzierung trägt im Stadtverkehr zudem das bekannte BlueMotion-Paket aus Start-Stopp-Automatik, Thermomanagement und Rekuperation bei.

...oder er ist flott unterwegs

Wer dem Wagen kräftig die Sporen gibt, hat eine "7" vor dem Komma der Verbrauchsanzeige stehen; mehr wird es nur bei rücksichtslosen Beschleunigungs- und Bremsorgien. Insbesondere die Siebengang-DSG bringt den Fronttriebler flink in Schwung, reizt beim Kick-down gerne mal den oberen Drehzahlbereich aus. Empfehlenswert, auch weil das DSG-Getriebe sogar noch mit einem Zehntelliter weniger auskommt als der Sechsgang-Handschalter.

Kräftige 250 Newtonmeter Drehmoment

Begleitet werden beherzte Tritte aufs Gaspedal von einer akustischen Untermalung, die auch noch gerne ein Tick frecher hätte ausfallen dürfen. Der GT wird so zwar nicht zur GTI, ein GTI-chen ist er auch dank beeindruckender 250 Newtonmeter, die zwischen 1500 und 3500 Umdrehungen anliegen, aber allemal. Bei alledem erfreut das Sportfahrwerk mit straffer Abstimmung, das die Muskulatur aber nicht zu allzusehr strapaziert.

Technische Daten VW Polo BlueGT

Motor

PS

Nm

0-100

Vmax

Verbr.

CO2

Preis

1,4 TSI ACT

140

250

7,9 s

210 km/h

4,5 l (DSG)

105 g/km

19.650 €

Zylinderabschaltung (fast) heimlich still und leise

Der Fahrer hört nicht, ob er gerade einen Zwei- oder Vierzylinder steuert. In wenigen Millisekunden ist die Stilllegung vollzogen. Einzig eine Information ("2-Zyl.-Modus") in der Anzeigetafel weist auf die reduzierte Zylindertätigkeit hin. Erstaunlich ist, wie oft der Fahrer diese Anzeige sieht - für 70 Prozent aller Fahrsituationen (Mitschwimmen im Stadtverkehr oder konstantes Autobahngleiten) sind laut VW die Kraft zweier Töpfe ausreichend.

Fazit VW Polo BlueGT

Wer auf der Suche nach einem spritzigen Kleinwagen ist, der den Geldbeutel beim Besuch an der Tankstelle nicht zu sehr strapaziert, ist mit dem Polo BlueGT gut beraten. Noch 2012 wird das Auto zu haben sein. Daneben punktet der Kleine mit einer peppigen Optik, der sehr ordentlichen Verarbeitungsqualität sowie der bekannten Alltagstauglichkeit. Wer mehr Power braucht, möge zum GTI greifen, ansonsten ist man mit dem kleinen GTI bestens bedient.

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