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Goodwood - Festival of Speed

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British Open – Goodwood Festival of Speed 2012

04.07.2012, 15:44 Uhr | Christian Sauer, wanted.de

Goodwood - Festival of Speed. Das "Festival of Speed" in Goodwood. (Quelle: Daimler)

Das "Festival of Speed" in Goodwood. (Quelle: Daimler)

Es ist die größte Motorsport-Party der Welt mit den exklusivsten Maschinen auf zwei, drei, vier oder noch mehr Rädern. So unterschiedlich die Exponate, so unterschiedlich sind auch die Besucher. Ob bekannte Promis aus dem Showbiz, superreiche VIPs, Oldtimer-Liebhaber oder die enthusiastischen Fans samt Nachwuchs – beim "Festival of Speed" kommen alle auf ihre Kosten. Sehen Sie die Highlights aus Goodwood in unserer Foto-Show.

Foto-Serie mit 21 Bildern

Wenn Charles Gordon-Lennox, besser bekannt als Earl of March & Kinrara – oder einfach nur Lord March – alljährlich im Sommer die Tore zu seinem herrschaftlichen Anwesen in West Sussex öffnet, ist es vorbei mit der Ruhe in der ländlichen Bilderbuch-Idylle. Über hunderttausend Besucher aus der ganzen Welt strömen für ein langes Wochenende nach Goodwood, knapp zwei Fahrstunden südlich von London auf halbem Weg zwischen Southampton und Brighton.

Adlige Motorfreaks

Hier, wo auf saftigen grünen Wiesen neben dem Firmensitz von Rolls-Royce ansonsten Rinder und Schafe friedlich grasen, hallt bereits aus der Ferne der nicht zu überhörende Klang von Rennmotoren. Doch das scheint hier niemanden zu stören. Schließlich arbeitet die halbe Gegend für den motorsportbegeisterten Adligen, der damit die Tradition seiner Vorfahren fortführt.

Bereits sein Großvater, der 9. Duke of Richmond veranstaltete 1936 ein privates Bergrennen entlang des stattlichen Goodwood House. Auf der 1,86 Kilometer langen und teils sehr schmalen Strecke gilt es neun Kurven und holprigen Asphalt zu meistern.

Wer sich vertut, landet hoffentlich unverletzt in einem der Strohballen, die vor Unfällen schützen sollen.

Englisches Wetter

Entsprechend Glück hatten dieses Jahr die Zuschauer und der Fahrer eines Gumpert Apollos, der bei typisch englischem Wetter von der Strecke ab und mit dem Schrecken davon kam. Obwohl sich der Himmel über Goodwood unbeständig und wechselhaft präsentierte, hatten die Fans trotzdem allen Grund zum Strahlen. Wo sonst bekommt man(n) schon derartig viele und unterschiedliche Vehikel zu sehen?

Vom Motorrad bis zum Renntruck, aus der Vergangenheit des frühen 20. Jahrhunderts über die Gegenwart bis zur nahen Zukunft, wurde alles aufgefahren, was es (relativ) schnell den Hügel hinauf zum Ziel schaffen konnte. Dort wurde zwar die Zeit gestoppt, aber die meisten Teilnehmer legten sich nicht mit dem Rekord von 41,6 Sekunden an. Den hatte Nick Heidfeld bereits 1999 mit einem Formel-1-Wagen auf den Asphalt gezaubert.

Vielmehr nutzen die Sportwagen aus dem Michelin Supercar Paddock – wozu auch der verunglückte Gumpert Apollo gehörte – das zunehmend bessere Wetter mit Sonnenschein, um sich den Fans von ihrer besten Seite zu zeigen. Traumwagen wie der Koenigsegg Agera,  Pagani Huayra,  Aston Martin V12 Zagato und Spyker C8  Aileron wurden von gleich zwei Bugatti Veyron samt Testfahrer Pierre-Henri Raphanel gekrönt.

Die schönsten und exklusivsten Sportwagen der Welt

Andere Sportwagen, die wir Ihnen auch schon ausführlich in Fahrberichten präsentiert haben, wie der Lamborghini Aventador, der McLaren MP4-12C, Lexus LFA oder die Ferraris 458 Spider und FF, wurden dort ebenso bewundert wie die neuen Lotus Evora GTE und Exige S, den wir demnächst testen werden. Selbstverständlich war auch die deutsche PS-Elite mit dem Audi R8, BMW M6, Mercedes SLS, Porsche 911 und Wiesmann MF5 vertreten. Eigentlich lohnt sich allein deswegen der Weg nach Goodwood. Es gibt kaum einen anderen Ort auf der Welt, an dem sich so viele der stärksten, schnellsten, teuersten und seltensten Sportwagen zusammen sehen und hören lassen. Ohne Straßenzulassung präsentierten sich die meisten der unzähligen Rennwagen. Obwohl es oben beim Ziel eine separate Rallyestrecke durch den Wald gab, auf der sich neben modernen Rennwagen auch legendäre Siegertypen wie der Lancia Delta Integrale und der Ford RS200 durch den Matsch kämpften, konnte man Audis Sport Quattro ebenso auf dem Asphalt erleben, wie den lautlosen Elektro-Rennwagen Nissan Leaf Nismo RC. Ein prominentes Beispiel war auch der Audi R18 E-Tron Quattro, der erst wenige Tage zuvor die "24 Stunden von Le Mans" gewonnen hatte.

Nur ein paar Meter entfernt war der originale Porsche 917 zu bewundern, der im Jahr 1970 erstmals für Porsche den Sieg im Langstreckenklassiker einfuhr. Sehenswert waren zudem die fünf Silberpfeile von Mercedes-Benz Classic. Ob Nascar, Tourenwagen oder CanAm - es gab nahezu nichts, was es nicht gab. Doch egal welche Klasse und welches Baujahr, die meisten Rennboliden waren in ihren luftigen Boxen den Zuschauern zum Anfassen nah.

Auf Tuchfühlung mit dem fachkundigen Publikum gingen auch die Piloten. Dabei reden wir nicht von irgendwelchen Rennfahrern, sondern von Champions und Legenden wie Damon Hill, Emerson Fittipaldi, Sir Jackie Stewart und Sir Stirling Moss, der seine Karriere 1962 übrigens nach einem Unfall auf dem benachbarten Rundkurs von Goodwood beendete. Deutsche Piloten, wie Jochen Mass, Bernd Schneider und Klaus Ludwig, gingen dieses Jahr ebenso an den Start, wie Nico Rosberg und Sebastian Vettel in ihren aktuellen Formel-1-Wagen. Die Königsklasse des Motorsports war mit ihren Fahrern Marc Webber, sowie den beiden McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton gut vertreten. Eine grandiose Show gab es am Samstagabend, als der Gastgeber zur Black-Tie-Party lud, wobei vielen Piloten der gewohnte Rennanzug sicher lieber gewesen wäre. Die spektakuläre Show mit Künstlern des "Cirque de Soleil" beeindruckte ebenso wie das Feuerwerk, das tagsüber in etwas kleinerer Ausführung und mit Donnerschlägen die Mittagszeit einläutete. Solche Eigenheiten gehören zum "Festival of Speed" wie Dudelsack-Spieler, ein Ehrenkorso von Staatskarossen anlässlich des 60. Thronjubiläums von Queen Elisabeth II, eine Ausstellung von Panzern und die Flugshow der Royal Air Force. Mindestens ebenso aufwendig präsentierten sich die Automobilhersteller mit ihren neusten Modellen. Passend zu der englischen Countryside feierte Mercedes-Benz dort die Weltpremiere des CLS Shooting Brake und Jaguar zeigte einen nur noch leicht getarnten Prototyp des neuen F-Types.
Wer sich nun ärgert, nicht live in Goodwood dabei gewesen zu sein, muss entweder bis zum nächsten Jahr warten oder die Schwesterveranstaltung, das "Goodwood Revival" besuchen. Hier wird vom 14. bis 16. September auf dem permanenten Rundkurs in England Racing-Action mit historischen Fahrzeugen zu erleben sein. Wem das alles nicht zusagt, findet vielleicht doch eher auf dem Golfplatz oder auf der Pferderennbahn in Goodwood Ablenkung.

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