12.09.2012, 13:06 Uhr | Timo Bürger, t-online.de
Fast 2000 Kilometer gefahren: Kurzstrecke, Autobahn, Passstraßen, nachts wie tagsüber unterwegs, Regenschauer und Sonne erlebt, Einkäufe und Reisegepäck verstaut, Hinterbänkler mitgenommen, gewendet, eingeparkt, auf jeden Knopf und jede Taste x-mal gedrückt - und es gibt tatsächlich nichts zu meckern? Kurzum: Der Hyundai i30 blue 1,6 CRDi Trend ist ein richtig gutes Kompaktklasse-Auto - mit wirklich nur kleinen Einschränkungen.
Der Innenraum erfreut schon beim ersten Einstieg. Die weich unterfütterten Armaturen fassen sich angenehm an. Die Mittelkonsole mit übersichtlich platzierten Schaltern gibt auch Hyundai-Neulingen keine Rätsel auf. Klima und Luftstrom lässt sich exakt regeln. Die schick gezeichneten Instrumente mit weißen Ziffern sind sowohl bei Gegenlicht als auch nachts hervorragend abzulesen. Nur am Anfang gewöhnungsbedürftig: Der Tankdeckel befindet sich - wie bei vielen japanischen und koreanischen Modellen - auf der Fahrerseite.
Grafisch überzeugend ist auch das Navigationssystem mit sieben Zoll großem TFT-Touchscreen: Vor allem mehrspurige Autobahnauf- und ausfahrten werden sehr übersichtlich dargestellt. Wählen kann der Fahrer zwischen 2D- und 3D-Modus sowie wie einem Split Screen mit diversen Zusatzfunktionen. Von Zeit zu Zeit dürfte die angenehme Damenstimme allerdings etwas früher über die richtige Route informieren.
Licht- und Regenensor könnten auch sensibler reagieren. Zuweilen brauchen die Systeme doch einen Tick länger als nötig, bis sie sich auf die neuen Licht- oder Wetterverhältnisse eingestellt haben. Wer es flotter haben will, kann natürlich die jeweiligen Funktionen auch manuell ein- und wieder ausschalten.
Eine nützliche und komfortable Funktion ist die so genannte variable Servolenkung "Flex Steer": Per Tastendruck im Lenkrad lässt sich die Leichtgängigkeit der Lenkbewegungen in drei Stufen regeln. Insbesondere beim Einparken ist der "Comfort"-Modus eine gern genutzte Unterstützung. In Kombination mit der ebenfalls grafisch überzeugenden Rückfahrkamera sowie Parksensoren sind Rückwärtsfahrten völlig unproblematisch. Und wer kurvig unterwegs ist, freut sich über die sehr direkt ansprechende "Sport"-Lenkung.
Richtig stark punktet der 4,30 Meter lange i30, wenn es um die Platzverhältnisse geht. Vorne sitzen groß gewachsene Erwachsene ebenso bequem und unbeengt wie hinten. Abschürfungen an Knien und Ellenbogen muss bei einer Viererbelegung niemand fürchten. Im Gegenteil - vorne ist Platz für eine bequeme Mittelarmlehne, auf der auch zwei Arme ohne allzu aufdringlichen Hautkontakt ruhen können. Die vorderen Gurtaufhänger könnten allerdings noch etwas mehr nach oben hin justierbar sein.
Bei alledem kommt auch der Platz für größeres Reisegepäck nicht zu kurz: Leicht lässt sich die Heckklappe öffnen. Achtung für Neueinsteiger - zum Entriegeln nicht das Hyundai-Logo anklappen - dahinter verbirgt sich die Rückfahrkamera. Über die niedrige Ladekante können zwei 90-Liter-Trolleys bequem längs hinein geladen werden - und immer bleibt noch genügend Platz für ein wenig Krimskrams. Wer die Rückbank umlegt, darf sich über insgesamt gut 1300 Liter Fassungsvermögen freuen.
Motor | PS | Nm | 0-100 | Vmax | Verbrauch | Co2 | Preis ab |
1,6 CRDi | 128 | 260 | 10.9 s | 188 km/h | 3,7 l | 97 g | 21.700 € |
Wer aber Norditaliens Passstraßen erklimmen will, sollte sich auf einiges an Handarbeit gefasst machen: Häufiges Herunterschalten ist angesagt, ebenso wie Fahren in niedrigen Gängen. Macht aber gar nichts - selbst mit dieser Übersetzung bleibt der kompakte Koreaner tatsächlich ein sehr sparsames Auto: Nur 5,2 Liter Dieselverbrauch im Schnitt pro 100 Kilometer zeigte der Bordcomputer nach Ende der Testfahrten an - auch dank immer zuverlässig reagierender serienmäßiger Start-Stopp-Automatik. Und mit diesem Verbrauch und einem Tankfassungsvermögen von 53 Litern ist auch real eine Reichweite von 1000 Kilometern drin.
Mit dem unteren Drehzahlbereich steht der Wagen auf Kriegesfuß. Unter 1500 Touren tut sich nicht allzuviel - oder um es weniger technisch auszudrücken: Ob Tempo 30 im dritten Gang, 50 im vierten oder 70 im sechsten - der Hyundai wird etwas zappelig und müht sich voranzukommen. Kein Wunder - maximal 260 Newtonmeter Drehmoment zwischen 1900 und knapp 3000 Umdrehungen und 128 PS sind eher auf ökonomisches Fahren hin konzipiert.
Nichtsdestotrotz: Der Hyundai i30 blue 1,6 CRDi Trend ist geräumig, komfortabel, gut verarbeitet, praktisch, funktional und sparsam: Der Koreaner taugt als Reisefahrzeug ebenso viel wie als Stadtauto oder Personenbeförderer. Am Hyundai i30 blue 1,6 CRDi gibt es somit tatsächlich so gut wie nichts auszusetzen.
12.09.2012, 13:06 Uhr | Timo Bürger, t-online.de
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