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VW CC 2.0 TDI vs. Kia Optima 1.7 CRDi

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VW CC 2.0 TDI und Kia Optima 1.7 CRDi im Vergleichstest

02.10.2012, 12:03 Uhr | Autoscout 24, Mario Hommen, Autoscout24, t-online.de

VW CC 2.0 TDI vs. Kia Optima 1.7 CRDi. VW CC und Kia Optima im Vergleich (Quelle: Autoscout 24)

VW CC und Kia Optima im Vergleich (Quelle: Autoscout 24)

Oberklasse-Flair zu Mittelklasse-Preisen - diesen attraktiven Spagat bieten VWs frisch überarbeiteter Passat-Ableger CC und mit Abstrichen sein kürzlich gestarteter Herausforderer Kia Optima. Während der Wolfsburger mit neuer Optik und kürzerem Namen vor allem zu einer Karriere in den USA durchstarten will, markiert der eigentlich auf den amerikanischen Autogeschmack hin ausgelegte Koreaner zugleich einen Neustart für Kia in der Mittel- und oberen Mittelklasse in Europa.

Kia Optima: echtes Wow-Erlebnis

Eine präzise Abgrenzung von Mittel- und oberer Mittelklasse ist nicht immer einfach. Das macht vor allem auch der Optima in seiner Rolle als Nachfolger für die hierzulande erfolglosen Baureihen Magentis und Opirus deutlich. Zumindest hinsichtlich Größe und Ausstattung bewegt er sich zwischen diesen beiden. In puncto Ausstrahlung kann er beide Vorgänger sogar deutlich überflügeln.

Der Optima ist der erste Vertreter der Marke Kia in den gehobenen Segmenten, bei dem der Betrachter ein echtes Wow-Erlebnis hat. Das Korea-Barock hat endgültig ausgedient, vielmehr sind dem aktuellen Trend folgende, in ihrer Ausprägung dennoch eigenständige Designergüsse angesagt.

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Die über 4,80 Meter lange Limousine mimt den Flachmann, macht mit ihrer nach hinten elegant abfallenden Dachlinie auf Viertürer-Coupé. Schickes LED-Tagfahrlicht, Kraft suggerierende Auspuffendrohre und ausdrucksstarke Leichtmetallräder runden den Anmach-Auftritt ab.

Feines Coupé, jedoch der individuelle Note beraubt

Etwas dezenter, weniger effekthaschend gibt sich der noch eleganter auftretende CC. Vor allem wenn man seine rahmenlosen Türen öffnet, kommt feinstes Coupé-Feeling auf. Würde nicht die Anfang 2012 erneuerte Frontpartie an den Renault Latitude erinnern, wäre der CC ein feiner Charakterdarsteller. Der Vor-Facelift-CC, der noch die Modellbezeichnung Passat tragen durfte, wirkte individueller. Ganz sicher kann man sich beide Probanden ohne Scham vor die hauseigene Garageneinfahrt stellen, allerdings macht der etwas edler wirkende VW eine dezent bessere Figur.

Das trifft auch auf den Innenraum zu, der im Fall unseres von VW selbstredend gut ausgestatteten Testexemplars mehr vom Flair höherer Fahrzeugklassen versprüht. Zumindest hinsichtlich der Verarbeitung und Materialwahl kann der Niedersachse seinen koreanischen Herausforderer in die Schranken weisen. Dafür wirkt der Arbeitsplatz des Optima wie aus einem Guss, die Kommandozentrale gliedert sich harmonischer um den Fahrer herum.

Auch bei den Materialien und der Verarbeitung hinterlässt der Kia einen guten, wenn auch nicht ganz so feinen Eindruck wie der VW. Erster Klasse ist man im Optima in jedem Fall angesichts der großzügigen Kniefreiheit hinten unterwegs, solange es keine Sitzriesen sind, denn in Kombination mit dem Glasschiebedach kommen Passagiere vorne und hinten dem Dach verdächtig nahe.

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Flache und lange Laderäume

Das sieht beim CC nicht wirklich besser aus, zumal hier die Rückbank serienmäßig nur Platz für maximal zwei Fahrgäste zur Verfügung stellt. Ebenfalls der äußeren Form zum Opfer gefallen ist die Nutzbarkeit des Kofferraums, denn aufgrund der gestreckten Passat-Karosserie fällt das Gepäckabteil tief und flach aus, ist mit 532 Liter Fassungsvermögen aber angemessen groß. Bei Bedarf lässt sich zudem die Rückbanklehne umklappen, was den Transport längerer Gegenstände ermöglicht.

Die Transporttalente sind beim Optima nur geringfügig schlechter. Nachteilig aufgefallen ist uns die enge Kofferraumöffnung. Mit 505 Liter bietet aber auch der Koreaner ordentlich viel Platz für Gepäck und lässt sich die Rückbanklehne ebenfalls für den Transport langer Gegenstände einfach umlegen.

Feine Spardiesel

Unter der vorderen Klappe sieht es ebenfalls recht ähnlich aus: In beiden Probanden kommen ausreichend potente Dieselaggregate zum Einsatz. Bei VW handelt es sich um den klassischen Zwei-Liter-TDI mit 140 PS, allerdings in der Bluemotion-Variante, die zum Spritsparen noch über den Segelmodus und eine Start-Stopp-Automatik verfügt.

Letztere hilft auch beim 136 PS starken Optima-Diesel mit 1,7 Liter Hubraum dabei, den Verbrauch zu senken. Beide Dieselmotoren ermöglichen damit praktische Verbrauchswerte von etwa fünf Liter, die allerdings in unserem Alltagseinsatz im Fall des sparsameren VWs auf 6,9 Liter und beim Optima auf 7,4 Liter stiegen.

Der halbe Liter Unterschied mag nicht allzu dramatisch ausfallen, doch angesichts der spür- und messbar besseren Fahrleistungen kann sich der zudem seidiger laufende Selbstzünder des Passat-Ablegers hier einen deutlichen Vorteil herausfahren. 10,6 Sekunden braucht der eigentlich völlig ausreichend motorisierte Kia für den Sprint, maximal sind in Kombination mit dem manuellen Sechs-Gang-Getriebe 202 km/h möglich.

Der mit 1,6 Tonnen in etwa gleichschwere VW nimmt dem Koreaner beim Sprint fast eine Sekunde ab und läuft bemerkenswert souverän 214 km/h. Wer gerne auch mal längere Zeit Vollgas auf der linken Spur unterwegs ist, wird sich im Wolfsburger Beau wohler fühlen. Einziger Wermutstropfen: Aus dem Segelmodus setzt der CC den Gasbefehl mit minimaler Verzögerung in Beschleunigung um.

CC extrem leise

Selbst wenn man den CC jenseits der 200 km/h treibt, können die Insassen angenehm entspannt reisen. Verantwortlich hierfür ist auch die geräuschdämmende Komfortverglasung (Aufpreis 730 Euro), die sich für Feinakustiker allemal lohnt. Dem komfortablen Gesamteindruck ebenfalls zuträglich ist das fein federnde und Unebenheiten lässig verdauende Fahrwerk, welches über die Option verfügt, per Knopfdruck zwischen einer sportlichen oder besonders komfortablen Abstimmung zu wählen. Welchen Modus man auch anwählt, der CC gibt sich stets ausgewogen manierlich als auch spaßbetont.

Beim Optima muss der Kunde auf derartige Feinheiten verzichten, doch kann das ordentlich abgestimmte Fahrwerk ebenfalls einen guten Komfort vermitteln und geht ebenso der flotte Kurvenstrich recht souverän von der Hand. Wenn auch nicht ganz so feinjustiert und sensibel, kann der Koreaner selbst gehobenen Ansprüchen gerecht werden. Störend empfindet man allerdings die im Vergleich zum CC recht hohen Windgeräusche, denn eine Komfortverglasung bietet der Optima nicht.

Dem einen die Vollausstattung ist dem anderen die Basis

Zwar macht der Volkswagen CC in so ziemlich allen testrelevanten Aspekten die bessere Figur, doch muss man dafür auch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Der Optima steht bis zur baldigen Einführung einer Hybridversion ausschließlich in Kombination mit dem 136 PS starken 1.7 CRDi zur Verfügung. Die bereits gut ausgestattete Basisversion ist bereits für 27.000 Euro zu haben, die sehr umfangreich bestückte Topversion Spirit kostet 33.000 Euro.

Die nahezu gleiche Summe verlangt VW für den CC mit 2.0 TDI in der Grundausstattung. Will man ein mit dem Optima Spirit in etwa vergleichbares Ausstattungsniveau beim CC haben, muss man nochmals gut 9000 Euro drauflegen. Hinzu kommt beim Koreaner noch eine besonders attraktive Sieben-Jahres-Garantie.

Fazit

Kia hat mit dem Optima endlich eine Limousine der gehobenen Klassen, die sich sehen lassen kann und die sich auch noch gut fährt. Dem feinen Premium-Schliff eines VW CC kann der Koreaner allerdings nicht das Wasser reichen. Am Ende ist der Wolfsburger der Schnellere, der Sparsamere, der Edlere, der Komfortablere und feiner ausstattbare Proband und damit das insgesamt bessere und überzeugendere Auto. Dafür verlangt VW allerdings auch stolze Preise.

Kia bietet mit dem Optima dafür das smartere Angebot. Preissensible Kunden bekommen in diesem Fall erstaunlich viel Auto und ein überzeugendes Gesamtpaket.

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