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Porsche 911 Carrera S im Test

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Sportlicher Streber: Porsche 911 Carrera S im Test

24.10.2012, 17:38 Uhr | Heiko Dilk/Raufeld, Raufeld

Porsche 911 Carrera S im Test. Neu und immer noch der Alte: Der Elfer hat in allen Dimensionen zugelegt, außer beim Gewicht. (Quelle: Hersteller)

Neu und immer noch der Alte: Der Elfer hat in allen Dimensionen zugelegt, außer beim Gewicht. (Quelle: Hersteller)

Der Porsche 911 ist ein Phänomen. Selbst Menschen, die sich nicht für Autos interessieren, merken auf, wenn er auf dem Redaktionsparkplatz steht. Sie stellen Fragen, wollen wissen, wie er sich fährt, was dran ist am Elfer. Dabei ist er nichts Besonderes. Er ist weder selten noch spektakulär. Er ist der Golf unter den Sportwagen. Und gerade deshalb für viele wahrscheinlich das einzig fahrbare Auto in dieser Klasse.

Foto-Serie mit 6 Bildern

Im Grunde fährt er sich sogar wie ein Golf. Unkompliziert und komfortabel lässt sich damit durch den Stadtverkehr zuckeln. Selbst mit dem neuen Handschaltgetriebe mit sieben Gängen, das sich durchaus etwas flüssiger bedienen lassen könnte. Natürlich erfordert die Kupplung etwas Kraft, auch das Lenkrad liegt schwerer in der Hand als bei einem kleinen Stadtauto, doch insgesamt ist der Elfer ein zahmes Auto, in dem man sich dank der ausgezeichneten Sitzposition, der guten Verarbeitung und der schönen Materialauswahl tagein, tagaus einfach gut aufgehoben fühlt.

Mit 400 PS auf die Straße

Sein Potenzial spürt man erst, wenn man es ausschöpfen will. Dabei fühlen sich die 400 PS des getesteten Carrera S nicht mal besonders aufregend an, obwohl er weniger als 1500 Kilo wiegt. Das liegt in erster Linie an der homogenen Leistungsentfaltung des 3,8-Liter-Boxers.

Er dreht konstant und kräftig hoch bis knapp unter 8000 Umdrehungen, wobei die 440 Newtonmeter Drehmoment schon bei 5600 Umdrehungen anliegen. Das optionale Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe PDK (3511 Euro) dürfte für etwas mehr Drama sorgen.
Die Beschleunigungszeit bis 100 km/h sinkt damit von 4,5 auf 4,3 Sekunden, mit dem Sport-Chrono-Pack sogar auf 4,1 Sekunden, wie Testfahrten mit einem so ausgestatteten Boxster S nahelegen, doch für öffentliche Straßen ist der 911er ohnehin übermotorisiert.

Zum Glück ergab sich kurz nach dem Testzeitraum die Gelegenheit, einen normalen Carrera auf der Rennstrecke auszuprobieren. Zwar merkt man noch immer, dass da ein ordentliches Stück Metall in Form eines Boxer-Motors hinter der Hinterachse hängt, doch die Zielgenauigkeit beim Einlenken und Durchschneiden von Kurven ist beeindruckend. Beim Herausbeschleunigen lehnt er sich dann auf die dicken Hinterwalzen und hat einfach Grip ohne Ende. Dabei bleibt er immer berechenbar. >>

Unterdessen schnorchelt und trompetet der Sechszylinder, wie ein Boxer das tun sollte. Manchmal knattert er sogar ein wenig in Reminiszenz an den VW-Käfer. Den optionalen Sportauspuff für 2606 Euro kann man sich übrigens sparen. Der macht den Boxer zwar in bestimmten Situationen etwas lauter, doch eine weitere Dimension fügt er dem Klang nicht hinzu. Eher dröhnt er gelegentlich etwas unangenehm.

Ohnehin konterkariert der Sportauspuff die vernünftigen Seiten des Elfers. Er absolviert zum Beispiel klaglos lange Strecken auf der Autobahn, ohne durch Nervosität aufzufallen. Auch der Verbrauch hält sich für die Leistung in Grenzen. 9,5 Liter Super Plus sind es laut Norm, in der Praxis können es sogar weniger sein. Das Start-Stopp-System und die "Segelfunktion", die beim Rollen den Motor vom Getriebe abkoppelt, helfen hier. Und selbst die beiden hinteren Sitze sind für kleinere Menschen erträglich. Die zehn Zentimeter zusätzlicher Radstand machen sich hier wirklich bemerkbar oder zumindest als zusätzlicher Stauraum hilfreich.

Dass man dem 911er bei einem Preis von mindestens 88.000 Euro trotzdem nicht rational beikommen kann (der getestete Carrera S kostet sogar 102.436 Euro), versteht sich von selbst. Die Aufpreisliste schockiert außerdem mit Preisen, die teilweise nicht ganz nachvollziehbar sind. So soll zum Beispiel das - zugegebenermaßen sehr gut funktionierende - Navi 3118 Euro kosten. Und allein der Heckscheibenwischer schlägt mit 345 Euro zu Buche, die wegen der schlechten Übersichtlichkeit empfehlenswerten Parksensoren kosten 583 Euro für vorne und 940 Euro für hinten. Trotzdem: Es fällt schwer, einen Sportwagen mit dieser Kompetenz zu finden, der dabei auch noch so vernünftig ist.

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