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Mazda3 MPS: Krawall-Mazda mit Lufthutze

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Mazda3 MPS  

Krawall-Kompakter mit Lufthutze

03.12.2012, 11:00 Uhr | Markus Funke, t-online.de

Mazda3 MPS: Krawall-Mazda mit Lufthutze. Mazda3 MPS (Quelle: t-online/ Tanja Meyer)

Mazda3 MPS (Quelle: t-online/ Tanja Meyer)

Der Mazda3 MPS zählt zu den stärksten Autos in der Kompaktklasse. Er stellt mit seiner Motorleistung den Golf GTI in den Schatten und konkurriert mit dem in etwa gleich starken Opel Astra OPC oder dem Ford Focus ST. Nicht nur in Punkto Pferdestärken hat der Mazda viel zu bieten. Der MPS verfügt mit der breiten Lufthutze über ein einmaliges Design-Element in der Riege der kompakten Krawallmacher. Wir haben den Japaner gefahren. Was taugt der Mazda3 MPS?

Mazda3 MPS noch dynamischer

Zum neuen Modelljahr hat der Hersteller dem MPS ein sanftes Facelift verpasst: Die Außenspiegel und die Dachabschlussleiste unterhalb des Heckspoilers sind nun in Granitschwarz-Metallic lackiert. Weitere Akzente setzen die Heckschürze und Leichtmetallfelgen in dunkelgrau. Neu ist auch die schwarze Radnabenabdeckung mit silberner Mazda-Schwinge bei den Leichtmetallfelgen. Das Highlight bleibt aber die breite Lufthutze auf der Motorhaube. Die macht optisch ohne Zweifel was her, behindert aber die Sicht nach vorne.

Fetter Spoiler

Das dürfte den typischen Käufer nicht weiter stören, unterstreicht der breite Lufteinlass doch die enorme Motorpower des Wagens. Auch der breite hintere Spoiler ist für das Segment typisch. Fehlen darf natürlich auch nicht die zweiflutige Sportauspuffanlage.

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Neben der martialischen Optik, dürfte die Fahrer vor allem die inneren Werte interessieren. Und die bereiten Fans einer sportlichen Gangart viel Freude. Auch nach dem Facelift sorgt der mächtige 2,3-Liter-Turbobenziner mit 260 PS für den Vortrieb. Beeindruckend ist das maximale Drehmoment von 380 Newtonmetern. Das Aggregat katapultiert den Mazda in nur 6,1 Sekunden auf 100 km/h.

Mazda3 MPS wie für die Autobahn gemacht

Vor allem auf der Autobahn kann der MPS seine Stärken ausspielen. Mühelos lässt sich der Wagen selbst bei Geschwindigkeiten oberhalb von 200 km/h noch leicht beschleunigen. Bei Tempo 250 ist elektronisch bedingt Schluss mit der Tempohatz. Das Fahrwerks ist nicht allzu hart abgestimmt und so bietet der Mazda für ein sportliches Fahrzeug dieser Gangart einen ordentlichen Federungskomfort.

So kann man langen Autobahnpassagen gelassen entgegenblicken. Auch auf der Landstraße macht der Mazda einen guten Eindruck. Dabei hilft der ergonomisch gut platzierte Schalthebel. Allerdings könnten die Gänge etwas schneller in die gewünschte Position flutschen.

Hilfreich ist beim Kurvenräubern und schnellen Beschleunigen mit dem Fronttriebler auf jeden Fall das Sperrdifferential auf der vorderen Achse. Allerdings stößt der Mazda3 MPS mit dieser Art des Antriebs an seine Grenzen, wie sich nicht nur auf feuchtem Terrain zeigt.

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Frontantrieb an der Grenze

Bei durchgetretenem Gaspedal zerren gewaltige Kräfte am Lenkrad. Das macht die Fahrt noch lange nicht unsicher. Doch wer schon einmal einen Hecktriebler oder Fahrzeuge mit Allradantrieb bewegt hat, weiß um die Vorteile dieser Antriebsarten für die Traktion.

Letztendlich ist das aber auch eine Frage des Preises und da kann der Mazda auf jeden Fall punkten. 28.390 Euro kostet der Mazda3 MPS: Die Serienausstattung hat viel zu bieten. Mit an Bord sind zum Beispiel die guten Sportsitze, eine Klimaautomatik, der nützliche Spurwechselassistent und Einparksensoren.

Die Aufpreisliste ist entsprechend kurz. Das Plus-Paket für rund 2100 Euro sollte auf jeden Fall eine Überlegung Wert ein, bietet es doch neben dem Bi-Xenon-Scheinwerfern und adaptivem Kurvenlicht auch ein Bose-Soundsystem mit zehn Lautsprechern.

Navi nur bedingt empfehlenswert

Das Navigationssystem, das für einen Preis von 720 Euro nur in Verbindung mit dem Plus-Paket, erworben werden kann, wirkt in Zeiten von großen Touchscreen-Navis etwas antiquiert. Es bietet nur einen kleinen Bildschirm. Immerhin ist es für den Fahrer in der optimalen Höhe angebracht und lässt sich bequem mit den Tasten am Multifunktionslenkrad bedienen.

An Tasten gibt es im Mazda3 MPS übrigens keinen Mangel. Beim ersten Besuch des Fahrercockpits erschlägt einen die Vielfalt an Schaltern geradezu. Doch schon nach kurzer Zeit gelingt die Bedienung und der sportliche Mazda erweist sich auch als Begleiter für den normalen Alltag jenseits von schnellen Autobahnpassagen.

Großer Wendekreis

Ein kleines Manko ist der vergleichsweise große Wendkreis, was sich vor allem in engen Parkhäusern negativ bemerkbar macht. Ein Pluspunkt stellt dagegen das Platzangebot dar: Der Fünftürer sprengt mit einer Länge von 4,51 Metern die Maße der Kompaktklasse. Passagiere verfügen dementsprechend im Fond über ausreichend Platz. Der Kofferraum bietet bei umgeklappter Rückbank ein Ladevolumen von bis zu 1360 Litern.

So lassen sich kleine Familien im Sport-Mazda kutschieren, sofern sich Familienväter nicht am enormen Spritverbrauch stören, den ein Wagen dieser Bauart zwangsläufig zum Nachteil hat. Schon der Normverbrauch liegt bei stattlichen 9,6 Litern.

Im Alltag ist selbst dieser Wert so gut wie nicht zu erreichen. Die ständige Versuchung lauert im Gaspedal. Wer den Mazda3 MPS sportlich bewegt, landet schnell bei Verbräuchen von weit über zehn Litern und wird zum gerngesehen Besucher an der Zapfsäule.

Fazit Mazda3 MPS

Doch das dürften die Kunden in Kauf nehmen, bekommen sie doch für ihr Geld einen Wagen mit Fahrleistungen, die manchen Sportwagen zur Ehre gereichen würden und das zu einem attraktiven Preis. Der Mazda3 MPS hat dank der Lufthutze und des fetten Spoilers zudem einen hohen Wiedererkennungswert. So bleibt der Mazda trotz einiger Schwächen eine interessante Alternative im überschaubaren Marktsegment der PS-starken Kompaktwagen.

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